Subkultur

Sub ist die lateinische Silbe für unter. Subkulturen sind daher Kulturbewegungen die unterhalb führender Kulturströme wie der Popularkultur oder der Repräsentationskultur agieren. Subkulturen werden durch Minderheiten repräsentiert und daher auch als Minderheitenkultur bezeichnet. Denn sobald die Subkultur vom Mainstream, also der breiten Masse entdeckt und übernommen wird, wird sie logischerweise zur Massenkultur umgewandelt (so geschehen mit Subkulturen wie Techno oder Punk Rock). Darin liegt eventuell auch ein Reiz der Subkultur: die Entdeckung eines Trends, bevor ihn die Masse für sich entdeckt hat.
Die Subkultur hat aber auch elitäre Züge, durch ihr Prinzip der Ab- sowie der Ausgrenzung.
Als Subkultur wird aber auch die Unterkategorie einer größeren kulturellen Bewegung. So lässt sich die Welt der elektronischen Musik in so unterschiedliche Subkulturen wie Dubstep, Hardcore oder House unterscheiden. Hier handelt es sich nicht um ledigliche musikalische Strömungen sondern um kulturelle Bewegungen mit eigenen Kommunikationscodes über Gestus, Sprache oder Kleidung. Diese Codes finden sich auch bei Subkulturen im sportlichen Bereichen wie SkateboarderInnen oder BasketballspielerInnen oder Life RollenspielerInnen,
Oft wird auch der Begriff underground mit der Subkultur in Zusammenhang gebracht. Der underground also der Untergrund oder besser die Untergrundbewegung agiert fast noch eine Stufe unter der Subkultur, da sie von einer noch geringeren Menschenmenge wahrgenommen und praktiziert beziehungsweise sogar am Leben gehalten wird. Teilweise kann auch der Begriff Szene anstatt Subkultur verwendet werden.

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Subkultur

Subkultur (lat.), „Unterkultur“ (Karl-Heinz Hillmann, Wörterbuch der Soziologie S.850)

Menschengruppen die ihre Interessen nicht dem Mainstreamgeschmack, -trend und -wertesystem der Gesellschaft unterordnen, sondern diese kollektiv eigenmächtig gestalten, werden von der Gesellschaft oft als Subkultur bezeichnet bzw. wahrgenommen.
Subkulturen sind also immer Teil und Produkt einer Gesamtgesellschaft, wandeln aber gewisse kulturelle Normen oder Werte ab oder kehren diese sogar um.
Subkulturen wird oft ein rebellisches, widerständiges Wesen attestiert, weil sie eben nicht mit dem Strom der Massen schwimmen, sondern das Bestreben haben, sich außerhalb davon zu bewegen. Das hat zur Folge, dass ab einem gewissen Grad der Abweichung Subkulturen von der Gesellschaft in eine Außenseiterposition gedrängt werden. Subkulturen werden mitunter aber auch als peripheres Phänomen vom Mainstream aufgesaugt und ins Zentrum gezogen (Grunge, Punk, HipHop…), um dort kommerziell verwertet zu werden. Mit dieser kommerziellen Verwertung gelangen aber auch ursprünglich verpönte Inhalte, Ästhetiken oder Lebensweisen in den Mainstream – oft in abgeschwächter Form – im Vergleich zu ihrem ursprünglichen entstehen in einer Subkultur.
Weiters tragen Subkulturen zu einer Pluralisierung der Gesellschaft bei. Sie verleihen dem Einzelnen ein höheres Maß an Identifikationsmöglichkeiten, weil sie die persönlich Lebenssituation und sozialen Daseinsbedingungen besser berücksichtigen kann. Ein Beispiel für eine Subkultur ist die Punkbewegung. Meist junge Menschen die es sich zum Ziel gesetzt haben, nicht erfolgsorientiert zu sein und sich dem Leistunsdruck der Gesellschaft zu widersetzen. In „Wahrheit“ setzt sich ein nicht geringer Teil  der Gesellschaft aus „Subkulturen“ zusammen. Bei manchen erstreckt sich die Teilhabe an solch einer Subkultur nur über die Jugendjahre, andere wiederrum bleiben aufgrund ihrer normabweichenden Gesinnungen, Interessen, Lebensumstände abseits der ausgetretenen Pfade der Gesellschaft. Menschen, die einer kulturellen, religiösen oder ethnischen Minderheit angehören, werden jedoch häufig von selbst auf ein gesellschaftliches subkulturelles Abstellgleis geschoben, weil die Angst vor dem Unbekannten bei der Mehrheit der Menschen zu groß ist und dadurch Schwellenängste unüberbrückbar werden können.

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Subkultur

Erstmals verwendet wurde das Wort „Subkultur“ (engl. subculture) vom amerikanischen Soziologen Milton M. Gordon, der ihn in den 1940er Jahren auf ethnische Gruppierungen (Viertelsbildungen) in US-amerikanischen Städten bezog. Für eine Zeit lang blieb diese Verwendung die dominierende; so entwickelte Albert K. Cohen in den 1950er Jahren auf Basis von Untersuchungen der Chicago School der Soziologie (v. a. bezogen auf jugendliche, ethnisch homogene Street Gangs) eine mikrosoziologische „Subkulturtheorie“. Demnach hatten solche abweichenden Gruppen eigene Normen entwickelt, die sich vor allem vom Wertekanon der weißen Mittelklasse bewusst absetzten, dabei aber keineswegs emanzipatorische oder gar revolutionäre Absichten verfolgten, sondern teilweise eigene, oft eher archaisch anmutende Regeln aufstellten.
Insbesondere im Umfeld der britischen Cultural Studies (u. a. Dick Hebdige) wurde der Begriff später auch auf die im England der 1960er Jahre entstehenden, oft klassenspezifischen Jugendkulturen (z. B. Mods, Rocker oder Skinheads, später auch auf Punks) angewendet. Zu Beginn der 1970er Jahre erschien in Deutschland das vielzitierte Buch „Theorie der Subkultur“ von Rolf Schwendter, in dem u. a. „progressive“ (Hippies, Protestbewegung) und „regressive“ (Neonazis) Subkulturen an den „Rändern“ der Hauptkultur verortet wurden – diese Ansichtsweise war jedoch stark von den damaligen oft idealisierenden und politisierenden Vorstellungen einer die Gesellschaft konterkarierenden und eventuell mittelfristig verändernden „Gegenkultur“ geprägt.

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Subkultur

Der Begriff der Subkultur („Unterkultur“) ist ein seit den 1940er Jahren in der Soziologie verwendeter Terminus, mit dem eine bestimmte Untergruppe der sozialen Akteure einer Kultur beschrieben wird, die sich im Hinblick auf zentrale Normen deutlich von der „herrschenden“ Kultur abgrenzen. Seit den Protestbewegungen der 1960er Jahre häufig als „Gegenkultur“ bezeichnet.

Subkultur, Gegenkultur, Alternativkultur
schaffen von Gegen- Momenten, Mobilisierungs- Bewegungen
Nonkonformismus, unangepasst sein,
dem gegenüber Bürger, Hegemonie, Macht
freie Kulturarbeit
1970er die Theorie der Subkultur:
„Subkultur ist Hervorbringung produktiv bringender Minderheiten“
Kompaktmajorität, Subkulturgefühl , WIR Gefühl
Identitätskonstruktion , klare Abgrenzung über Kleidung,
Weiterentwicklung vom marxistischen Klassensystem

Ende 80er Jarhe (90er) aufgehoben,
KRISE d. Subkulturen, Erstarrung,
Anerkennung tragischer Mythos,
es wurde nicht reflektiert, was passierte, nämlich
kulturindustrielle Vereinnahmung der Subkulturen,
nicht mehr Rebellen der Pop Kultur,
das Massenprodukt ist gefragt, Codes, ….. abgesaugt
Majorlabels kauften unabhängige kleine Labels auf
„Wir generieren gegen Öffentlichkeiten,“
Subkultur hätte eigentlich den Auftrag sich selbst zu produzieren,
die Sachen die angeboten werden zu hinterfragen.

Punk ist Mainstream Punk u funktioniert über Majorlabels.
Hip Hop ist der Mainstream Kult
Über das endgültige Ende des Pop-Undergrounds“ Günther Jakob
Über diese Mainstreamisierung ist der Inhalt verloren gegangen,
subkulturelle Erstarrung

„Subculur is a registered trademark of VIVA & Popkorn“

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