Repräsentationskultur

Unter Repräsentation kann die Darstellung von etwas/jemanden durch etwas/ jemanden für etwas oder jemanden verstanden werden. Spannend wird das ganze wenn wir es in das Feld der Kultur stellen. Es gibt gesellschaftlich/kulturell festgelegte Regeln nach denen bestimmt wird was/wer durch was/wen für etwas/ jemanden dargestellt werden darf. Repräsentation spielt sich auf einem politischen System und dem System der Zeichen ab. Bei der Repräsentation bekommen bestimmte „Zeichen“ bestimmte Bedeutung zugeschrieben, bzw. kreieren diese. Der Mann auf dem Balkon mit der Flagge im Hintergrund repräsentiert zum Beispiel den Staat Österreich. Die für uns prägenden Entwicklungen (Ereignisse) gehen auf das 18.Jhdt. zurück. In dem durch die französischen Revolution, die Entwicklung der Wissenschaft(en) und der damit einhergehenden Entwicklung des Bürgertums, Repräsentationsformen für die heutige Zeit neu- und festgeschrieben wurden. (Verbreitung von (Schul-) Bildung und Büchern) Politisch repräsentiert (dargestellt) werden Gruppen/Individuen, die sich an Entscheidungen einer Gemeinschaft selbst beteiligen, bzw. andere Beauftragen für sie stellvertretend ihre Interessen zu vertreten. Im damaligen Wandel wurden die sich entwickelnden Staaten zwar als rechtsstaatliche Strukturen mit universal gültigen Werten legitimiert, jedoch wurden und sind in diesem Umbruch bestimmte Gruppen – wie auch schon davor – auf bestimmte Repräsentationen/ Repräsentationsformen fixiert worden. Zum Beispiel konnten Frauen auf die Rechte von Bürgern [sic], im Sinne einer politischen aktiven und passiven Mitbestimmung nicht mehr zugreifen, jedoch wurden weiblichen Figuren(Allegorien) zur Repräsentation dieser Rechte benutzt (Repräsentationskultur). Ich will mich hier nicht auf Frauen allein beschränken. Im Wandel der Zeit stellt sich für immer andere Gruppen die Frage der Repräsentation, wobei der Inszenierung von Geschlecht immer eine gesonderte Aufmerksamkeit zuteil werden sollte. Repräsentationskultur impliziert bereits einen prozesshaften Charakter, was ja irgendwie tröstlich scheint.
Da aber im Sinne performativer Prozesse gedacht wird, ist es auch Aufgabe einzelner, speziell in den Feldern der Repräsentation Tätigen (Kultur, Politik, Kunst, …), die Vielfalt und Prozesshaftigkeit kultureller Inszenierungen von (geschlechtlichen, ethnischen, …) Indentitäten im Blick zu nehmen, zu behalten und die eigenen Bilder im Sinne von „universellen“ Menschenrechten zu hinterfragen. Ja, (politische) Kulturinitiative für wen stehst du?

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Initiative Kulturarbeit, ‘Repräsentationskultur’ und Event- bzw. Spektakelkultur

stehen in einer Wechselwirkung und existieren durch die Abgrenzung bzw. über die Definition des jeweils anderen. Während Repräsentationskultur gemeinhin als die allgemein anerkannte Form von Kunst- und Kulturvermittlung verstanden wird, bilden die Initiative Kulturarbeit und die Eventkultur davon zwei diametral entgegen gesetzte Zweige, deren Überschneidung sich trotzdem nicht kategorisch ausschliessen lässt, denn auch Initiative Kulturarbeit kann zB. Events hervor bringen.
Die drei Kulturbegriffe können grundsätzlich gleichartige Einrichtungen (zB. Ausstellung) oder Veranstaltungen (zB. Konzert) beschreiben, unterscheiden sich dabei jedoch grundlegend in ihrer Intention, ihrer Organisation und Zielsetzung, teilweise in Öffentlichkeiten sowie den zur Verfügung stehenden Mitteln.
Obwohl sich Initiative Kulturarbeit in einem wirtschaftlichen Rahmen bewegen muss, will sie abseits von kapitalistischer Wertschöpfung agieren. Da sie grossteils von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen wird, ist es eine ihrer wichtigsten Herausforderungen, die Bedeutung von ‚Arbeit’ (vs. Lohnarbeit) innerhalb einer Gruppe neu zu positionieren.
Auch auf der Ebene des Handlungsraums unterscheidet sich die Initiative Kulturarbeit, die sich vor allem im Regionalen fest machen lässt, von dem nationalen Kulturerbe der Repräsentationskultur sowie der Eventkultur, die Mechaniken der Globalisierung verinnerlicht und kaum auf Nachhaltigkeit setzt.

Repräsentationskultur

Vortäuschung, Vorgeben, Präsentation von nicht direkt wahrnehmbaren, von Komplexem, von nicht existierendem, Konstruktion von Identität, von etwas woran Mensch Teil haben kann soll, Mittel zur kulturell existenziellen Überhöhung von Individuen, Strukturen, Institutionen, Konstruktionen…. Architektur, Herrschaftsarchitektur, politische Systeme, parlamentarische / indirekte / repräsentative
Demokratie, Delegation….
Simulation Simulakrum*, Täuschung Gleichschaltung, Beherrschung, Machtausübung, Ordnung Platz zu/anweisen….
Konstruktion überindividueller Identitäten, Schaffung dessen womit ich/du/er/sie sich ident setzen kann / soll / tut. Nationale, Ethnische Regionale….. Identitäten kollektivierende Systeme.
Vorspiegelung überindividueller, meist nicht wählbarer Ordnungs und Sammlungssysteme, die zu, den politischen HaupakteurInnen zählen bzw. sich aufschwingen und stilisieren.
Im positiven aber auch denkbar als diskursiv aus Praxen der Auseinandersetzung hervorgehende – reflektiert angewendete Selbstinszenierungen als folge konkreter praktischer initiativer Kulturarbeit.
Etwa repräsentatives ausdrücken von Andersheit durch konsequente Anwendung gemeinsam / kollektiv gewonnener Herangehensweisen – Organisation von Euromayday oder G8 Kritik….. Die Mähr vom Repräsentiert sein in der Mächtigkeit des Ganzen, des Staates, der Gemeinschaft etc. ist auch Legitimationsversuch bzw. legitimierendes Argument für die Ausgaben und Verschwendungen für Repräsenationsbauten, usw.

* Angelehnt an Baudrillard – vgl. Z.B.: Agonie des Realen

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Repräsentationskultur

Bei einer Präsentation wird etwas hergezeigt. Bei der Repräsentationskultur soll die Kultur als Herzeigeobjekt dienen, als Zeichen des kulturellen Schaffens und Leistungsvermögens.
Kultur wird schon seit Menschengedenken für Repräsentationszwecke verwendet. Vor allem Staatskonstrukte verwendeten und verwenden noch immer Kultur zur Repräsentation, sei es in der Architektur durch Repräsentationsbauten oder in der Kunst durch vorherrschende oder staatlich geförderte Kunstformen. Vor allem in totalitären Staatssystem gab es von oben herab verordnete geltende Kunstströmungen, wie der Barock im Absolutismus des 17. Jahrhunderts oder der Sozialistische Realismus. Kunst und Kultur wird für Repräsentationszwecke gegenüber anderen Staaten verwendet. Hier galt die Repräsentationskultur als die echte, die wahre Kultur, kulturelle Strömungen außerhalb der staatlich als korrekt bezeichneten, wurden sogar verboten und verfolgt, wie bei der sogenannten „entarteten“ Kunst im Nationalsozialistischen Deutschland geschehen.
Die Repräsentationskultur wird auch oftmals mit der sogenannten Hochkultur gleichgesetzt. Hochkultur ist aber auch die Kultur der oberen Gesellschaftsschichten und der Eliten.
Im heutigen Österreich zählen zur Repräsentationskultur: die Wiener Sängerknaben, die Wiener Philharmoniker, die Spanische Hofreitschule, die Albertina, die Staatsoper und eine Vielzahl an berühmten Theaterhäusern und Museen.
Nicht nur Staatsgebilde, sondern auch Gesellschaftsschichten können ihre eigene Repräsentationskultur entwickeln. Klassische Musik in eher gehobeneren Schichten gegenüber volkstümlicher Schlagerparade bei der ländlichen Bevölkerung wäre ein grobes Beispiel, wie Kultur repräsentativ für Bevölkerungsschichten sein kann.

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Repräsentationskultur

Die Vergegenwärtigung und Repräsentation von Geschichte gehört zu den erprobten Methoden der kollektiven Identitätsbildung. Mit Hilfe von Jubiläen, Gedenktagen und materiellen Erinnerungszeichen wie Denkmälern oder Bauwerken wird die Vergangenheit inszeniert, um bestehende institutionelle Ordnungssysteme zu stabilisieren und Zukunftsfähigkeit zu suggerieren.

Der Bürgermeister blickt staatstragend von Plakaten, Bauwerke und einige Farbstriche suggerieren Modernität und ein offenes kulturelles Image.
Der damit einhergehende Personenkult dieser Darstellungen erinnert doch sehr an vergangene
Zeiten in denen Herrscher von Palästen der Republik lächelten.

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Repräsentationskultur

Repräsentation (lat.), „Vertretung“, „Darstellung“, Bezeichnung (a) für die symbolhafte Darstellung und Wiedergabe von bestimmten Werten und Verhaltensformen; (b) für die personelle oder organisatorische Vertretung bzw. polit.-fakt. Anmeldung von Interessen, Ideen, Zielvorstellungen u.a. (Karl-Heinz Hillmann, Wörterbuch der Soziologie S.734)

Primär assoziiere ich mit Repräsentationskultur den Teil der Kultur, der auch als „Kulturerbe“ bezeichnet wird. Eine Kultur mit der sich Staatsvertreter vor prominenten Besuchern aus dem Ausland oder selbst auf Besuch im Ausland in Form von Geschenken schmücken und präsentieren. Nicht zu vergessen die heimische Bevölkerung, auch sie wollen bedient werden und Stolz sein können auf ihr Österreich. Es ist der Versuch ein Abbild vom besonderen Kreativpotential und dem Leistungsvermögen der Nation und der Menschen, die in dieser leben, zu geben. Eine idealisierte Darstellung einer so genannten Staatskultur. Dabei darf nicht übersehen werden, dass was im Großen passiert natürlich auch im Kleinen funktioniert. Es ist der Ausschnitt, das Beste, die „Schokoseite“ von einem größeren Ganzen, das zur positiven Meinungsbildung nach außen, herangezogen wird. Dabei darf das Nahverhältnis bzw. eine Überschneidung zur Eventkultur nicht unerwähnt bleiben. Beispiele für Repräsentationskultur: Lippizaner, Mozart(kugeln), Kunsthistorisches Museum, Klimt, Staatsoper, Opernball, Donauinselfest…best of´s und Kulturhauptstädte.

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Initiative Kulturarbeit, Repräsentationskultur und Eventkultur

Während initiative Kulturarbeit von Ehrenamt und prekären Arbeitsbedingungen geprägt ist , eine starke regionale Verankerung hat, sich um alternative Publikumsschichten bemüht, der Schwerpunkt auf Zeitgenössischem liegt und die Kluft zwischen KünstlerInnen und Publikum überbrücken will hat die Repräsentationskultur wenig Publikumsnähe, ist auf Gewinn von Ansehen, Ruhm und Ehre ausgerichtet, an Kapitalaustausch und politischem Standing interessiert und ein abgeschottetetes, produkt-und produzentenorientiertes System. Eventkultur dient der Befriedigung und Unterhaltung der Massen, Kultur wird zum Konsumprodukt, dient der Ablenkung und Außensteuerung. Event = inszeniertes Ereignis

Repräsentationskultur

Repräsentationskultur umfasst die Zweige traditioneller Kultur, über die ein hoher politischer Konsens besteht, dass es sich um förderungswürdige Bereiche handelt und die dementsprechend mit hohen Subventionen rechnen dürfen. Die Verwaltung erfolgt oft im staatsnahen Bereich und ist an bürokratische Organisationsstrukturen geknüpft. Neuerungen werden über das autokratische IntendantInnen-Prinzip integriert.

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Repräsentationskultur

Unter Repräsentationskultur ist jene Kunst und Kultur zu verstehen, welche die Elitebedient.
Es geht hier mehr um Repräsentation als um kulturelle Inhalte. Kultur und Kunst wird von etablierten, stark subventionierten und angesehenen KünstlerInnen für die Eliten dargeboten. Es gilt sehen und gesehen werden!

Städte und Länder positionieren sich kulturell (z.B.: Linz 09) und präsentieren sich international um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Tatsächlich wird hier zumeist mit ökonomischen Faktoren wie
Umwegrentabilität, Stadtmarketing oder einem verbesserten Wirtschaftsstandortfaktor argumentiert.

Ziel ist es die traditionelle Kultur aufrecht zu erhalten und die Gesellschaftsordnung zu bestätigen.

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Repräsentationskultur

Das Repräsentieren als das Abbilden von Etwas, grundsätzlich von etwas Idealisiertem – von Personen, Einrichtungen, Nationen. Die Repräsentation schafft ein Bild von dem was gezeigt bzw. gesehen werden soll. Neben recht klassisch, repräsentativen staatlichen Einrichtung die ein bestimmtes Bild/Identität von Österreich suggerien, geht es zunehmend um große, punktuelle Events. Als Beispiel möchte ich das „Gedankenjahr 2005“ anführen, hier wurde Repräsentationskultur mithilfe von Events und Spektakeln durchgeführt.

Die demokratische Repräsentationskultur unterscheidet sich nur wenig von der totalitären. In beiden Fällen geht es um eine möglichst wirksame Behübschung der jeweiligen gesellschaftlichen Oberflächen. In Demokratien sind diese Behübschungen einfach etwas komplexer angelegt. Helmut Ploebst, Bukarester Konzepte, 2007

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Initiative Kulturarbeit, Repräsentationskultur und Eventkultur – Spektakelkultur

Initiative Kulturarbeit, Repräsentationskultur und Eventkultur – Spektakelkultur unterscheiden sich, wenn sie im Verhältnis zueinander gesehen werden, durch: die Grundfrage/Zieldefinition einer Veranstaltung, durch die Organisationsstruktur und die auftretenden Akteure_Innen, durch die Inhalte, die sofern vorhanden, transportiert werden und durchs Publikum bzw. die „Größe“ und Art der erzeugten Öffentlichkeit.

Initiative Kulturarbeit
…Initiative ergreifen kulturell zu arbeiten.
„Es entsteht eine Idee, sie kommt auf, schnell, aus dem Boden, vielleicht aus dem Nichts – scheinbar. Ist plötzlich da versucht auf sich zu lenken, stellt sich anderen in den Weg, zwingt sie zu einer Betrachtung. Es liegt Freude in der Luft, Botschaften zu kreieren, Texte (im Sinne von Fiske), die gelesen werden können, aber nicht müssen. Diese Ideen, Bilder, Texte entstehen in einer Kultur, gliedern sich in sie ein, anpassend oder auffallend, jedenfalls stellen sie kulturell etwas dar. Sie sind bearbeitbar, von jedem/r einzelnen und sie sind erarbeitet. Das scheinbare Nichts beschreibt Prozesse, die nicht gerne gesehen werden wollen. Es ist Arbeit!“

Grundfrage – mit welcher_em Künstler_in können wir welche Themen aufgreifen in einem möglichst kleinen finanziellen Rahmen? Welche „kleinen“/unbekannten/regionalen Künstler_innen sollten mit einer Auftrittsmöglichkeit gefördert und unterstützt werden? Wie können die persönlichen Ideale der Initiator_innen für eine Gesellschaft verwirklicht werden?
Ziel – ist es Gesellschaftsverändernd zu wirken und Ungerechtigkeiten in der (Macht-)Verteilung sichtbar zumachen. Es sollen Künstler_innen aus den Regionen gefördert werden und ein Programm geboten werden, das aktuelle gesellschaftlich diskutierte Inhalte thematisiert und aufgreift.
Nachhaltigkeit – wird eher den Informationen zu gedacht, die transportiert werden, in der Hoffnung der weitläufigeren Zirkulation dieser. Dass Künstler_innen gefragter werden.
Organisation – Initiative Kulturarbeit passiert größtenteils auf ehrenamtlicher Basis und ist oft durch ein Geldproblem gekennzeichnet. Meist gibt es nur wenig fest angestelltes Personal. Da initiative Kulturarbeit oft von Vereinen veranstaltet wird, sind sie nicht gewinnorientiert und funktionieren nicht auf kapitalistischen Grundlagen. Sie bewegen sich frei von parteipolitischen Prägungen, unterliegen demzufolge aber oft den Machtstrukturen und verwährten Förderungen vom hegemonialen Machtblock/Staat.
Inhalte – sie beschäftigen eher unbekannte/regionale Künstler_innen oder Küstler_innen, in wessen Kooperationen systemkritische Aussagen getätigt werden können.
Publikum/Öffentlichkeit – sie sprechen verschiedene/viele kleinere Teilöffentlichkeiten an, durch die Varianz im Programmangebot, durch die kleinst möglichen öffentlichen Räume der Ankündigung (Plakate, Flyer, etc.), durch die Präsenz in freien Radios, etc. Sie arbeiten in Nischen und besetzen dort eigene Räume.

Repräsentationskultur
…alles, was dazu beiträgt eine ‚Elite’ mit Kunst und Kultur zu bedienen.
Die Repräsentationskultur ist, wie vom Namen abgeleitet werden kann, dazu da etwas oder jemanden zu repräsentieren. Meint damit die Sichtbarkeit nach Außen als auch nach Innen. Es ist wichtig auf der einen Seite für von außen blickende Bereiche/andere Städte/Länder etwas darzustellen, auf der anderen Seite auch die Elite, die High Society, mit namhaften Künstlern und Interpreten zu begeistern. Die Repräsentationskultur steht im Wettstreit auf der Vergleichsebene mit anderen Städten, Bundesländern und Ländern und durch die Konkurrenz mit anderen Museen oder Aufführungsorten und Künstlern_innen.
Bis heute ist es die am stärksten geförderte, etablierteste und angesehenste Art Kultur zu machen.
Grundfrage – Mit welchem Stück/Künstler_in können wir Bundeslandweit/Österreichweit/EUweit/… gutes Ansehen erlangen? Welche Künstler_innen sind gefragt/kommen gut an bei einem Publikum?
Ziel – Mit einem renommierten Künstler_in gut zahlendes Publikum anzulocken, gutes Programm für elitäre Gäste und Akteur_innen. Dabei gilt es traditionelle Kultur aufrecht zu erhalten und die bestehende Gesellschaftsordnung zu bestätigen.
Nachhaltigkeit – im Tourismus eine Wertung zu erlangen und ein Ansehen in der mächtigen Gesellschaft/Fördergebern.
Die Grundfragen und die Zielsetzung erfolgen auf kapitalistischen Grundlagen und sind gewinnorientiert.
Organisationsstruktur – Firmenähnlicher Aufbau, es gibt einen festen Satz dauerhaft angestellter Arbeitskräfte. Für die jeweilige Produktion werden noch bedarfsweise zusätzliche Hilfskräfte beschäftigt. Künstler_innen werden angeheuert und bezahlt – sie bekommen oft sehr hohe Gagen. Repräsentationskultur arbeitet profitorientiert.
Inhalte – bekannte Stücke/Kunstwerke, bekannte Künstler_innen; Künstler_innen, die repräsentative, aktuelle Inhalte über eine künstlerische Tätigkeit transportieren.
Publikum/Öffentlichkeit – ein eher elitäres Publikum oder jene, die so gesehen werden wollen. (oftmals befinden sich im Publikum in der Öffentlichkeit stehende Personen, Politiker, „wichtige“ Personen, es gilt sehen und gesehen werden!
Die Öffentlichkeiten sind vielfach: medial (Ankündigungen als auch Besuch von Premieren werden meist medial aufgearbeitet), räumlich (für mich gehören Theater, Museen, Galerien, etc. zum öffentlichen Raum), personell (die dort auftretenden Personen stehen oftmals schon im Licht der Öffentlichkeit).

Eventkultur – Spektakelkultur
…ist ein „kulturelles“ Ereignis, das zu einem Event/Spektakel gemacht wird, bzw. als solches verkauft wird (Bsp. Euro 2008, Musikfestivals). Sie bedienen Massen – im Sinne von eine „höhere“ Instanz füttert den Pöbel.
Obgleich Spektakelkultur wahrscheinlich nur der ältere Begriff ist, kann ich für mich Event- und Spektakelkultur nicht ganz als das gleiche definieren. Spektakelkultur bietet für mich zusätzlich die Möglichkeit sich durch Subversion (Bsp. Umkehrung der gesellschaftlich zugeteilten Rollen) zu entziehen: Alles ist erlaubt, ähnlich wie im Karneval nach Bachtin. Es passiert zwar alles in einem zeitlich abgesicherten Rahmen – Form und Ablauf sind vorgegeben, der Inhalt – das Verhalten der Einzelnen ist jedoch nicht kontrollierbar. Spektakel ist für mich mit mehr Interaktion verbunden, im Gegensatz zum Event, das viel restriktivere Regeln vorgibt.
Somit gehe ich im Folgenden eher auf Eventkultur ein:
Grundfrage – welche Künster_innen, Aktionen locken die meisten Menschen an? Wie kann möglichst viel Geld eingenommen werden?
Ziel – der wirtschaftliche Gewinn. Hoher Konsum der Besucher.
Nachhaltigkeit – ist nur auf wirtschaftlicher Basis/finanziell und das Prestige/die “Coolness“ unter dem meist jungen Publikum.
Organisation – Eventmanager sind für die Organisation und den Ablauf der Veranstaltung verantwortlich, beschäftigen für die Zeit zusätzliches Personal. Sponsoren sind große Geldträger, die die Veranstaltungen wiederum als große Werbefläche für ihre Kunden_innen nutzen. Vertrieb von Speisen und Getränken unterliegt oftmals nur der Eventorganisation und/oder der Verzehr wird in einem gewissen Maß „erzwungen“ (Bsp.: Festivals, keine Mitnahme von Getränken/Wasser!/Essen etc.)
Inhalte – verschiedene meist recht bekannte Künstler_innen, die für hohe Gagen eingekauft werden, diverse Möglichkeiten der Aktion und Partizipation.
Publikum – Es sind Massen, die hier angelockt werden, – das gemeine Volk. Der größte Teil wird sicher von jungen Menschen gebildet, prinzipiell ist es für alle Altersklassen und Interessensgruppen offen.
Öffentlichkeit – es wird/werden eine sehr breite Öffentlichkeit/~en angesprochen: Massen des Publikums, mediale Bewerbung im Vorfeld (Flyer, Radioberichte, Printmedienankündigungen, Internet, etc.) und die Berichterstattung im Nachhinein (Radioberichte, Printmedienberichte, Internet, etc.)  Wissen einer breiten Öffentlichkeit, breiter Werbeträger für verschiedenste Firmen, etc.

Repräsentationskultur

Größer, höher, schneller, breiter… und immer ein bisschen besser als die „Anderen“. Repräsentationskultur scheint sich immer auf Vergleiche mit anderen entwickelt zu haben. Sei es in den vergangenen Jahrhunderten, wo Paläste, Palais oder prunkvolle Parks gleichermaßen Kultur und Reichtum demonstrieren sollten, und so auch eine gewisse Machtdemonstration aufwiesen, oder „heute“ wo sich jede Gemeinde, jede Stadt und jeder Staat gleichermaßen gerne mit repräsentativen Gebäuden, großen Events und publikumswirksamen Veranstaltungen schmückt.
Einerseits bedient die Repräsentationskultur wohl eine gewisse Elite – kulturell interessiert zu sein und bei repräsentativen Veranstaltungen gesehen zu werden ist schick und bedeutet für viele einen gesellschaftlichen Mehrwert – . Andererseits mag es auch einen eher touristischen Markt bedienen und zugegebener Maßen in lukrativer Weise legitimieren

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