Idee der Auflösung von biologischem und sozialem Geschlecht
Queer: aus dem amerikanischen, eigentlich ein Schimpfwort
schräg komisch pervers
Begriff wurde von Lesben und Schwulen übernommen
Strategischer Essentialismus
Der Essentialismus (von lat. essentia: Wesen, Washeit, Sosein), auch Wesenslehre, ist die Auffassung, dass es ein Wesen oder eine wahre Natur einer Sache gibt, das bestimmt, definiert, erklärt und begründet, was dieses der Art nach ist, und warum es sich notwendigerweise so verhält, wie es sich verhält.
Reibefläche zwischen Queer, Feminismus und Postkolonialismus
Dekonstruktion der Konstruktion
Auflösung, Dekonstruktion der identitären Fragen,
Strategisch sozusagen, ein muss, um politisch handeln zu können
Alle Menschen sind gleich!
doch manche auf Grund von Konstruktion, Identität nicht!
Wer ist gleicher, weniger gleich?
Die Queer-Theorie (engl. queer theory) ist eine Kulturtheorie, die sich Anfang der 1990er Jahre in den USA entwickelte und den Zusammenhang von biologischem Geschlecht (engl. sex), sozialen Geschlechterrollen (engl. gender) und sexuellem Begehren (engl. desire) kritisch untersucht. Methoden und Erkenntnisse von Dekonstruktion, Poststrukturalismus, Diskursanalyse und Gender Studies
versucht die Queer-Theorie, sexuelle Identitäten, Machtformen und Normen zu analysieren und zu dekonstruieren.
Als wichtige Theoretiker und Vordenker gelten u. a. Michel Foucault,
Judith BUTLER „Unbehagen der Geschlechter“
Identität als Norm und als Parodie
Fundamentaler Paradigmenwechsel, hat bisherige Gedankenformen auf den Haufen geworfen
Butler demontiert das “sex gender” System diskursanalytisch.
Sie will die Prämisse, dass “sex” etwas Ursprünglicheres als Gender sei, dekonstruieren.
Die neuere Queer-Theorie beschäftigt sich nicht nur mit der Dekonstruktion von Sexualität, sondern mit allen Aspekten der Kultur, wobei immer wieder ein Bezug zu Geschlechtern und Geschlechterrollen hergestellt wird, vor allem aber Ausbeutungsverhältnisse kritisiert werden. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei die radikale Offenheit des Begriffes queer. Das bedeutet, immer wiederkehrende Reinterpretation des Begriffes – selbst nur eine Definition von queer ist, die selbst verändert werden kann, (z. B. queer, als Synonym für LesBiSchwul und transgender Menschen usw.) sowie von apolitischen Gruppierungen als „Spaßbezeichnung“ verwendet werden zu können.
Eines der zentralen Themen der Queer-Theorie ist die Sprachphilosophie bzw. Sprechakttheorie, die schon bei der Bezeichnung „Queer-Theorie“ eine Rolle spielen, nämlich in der Wiederaneignung und Rekontextualisierung der ursprünglich abwertenden Bezeichnung queer.