Politische Kulturarbeit

„Ein zentrales Merkmal der politischen Kulturarbeit charakterisiert sich durch das Engagement für eine gleichberechtigte und sozio-kulturell diversifizierte Gesellschaft. […] Politische Kulturarbeit ist schließlich grenzüberschreitend, durchdringt alle Bereiche der Gesellschaft und entwickelt Gegenmodelle zu bestehenden Geschlechterkonstruktionen, nationalstaatlichen Modellen und sozialen Hierarchien.“ (IG- Kultur Österreich, Kulturarbeit und Politischer Antirassismus, 16.12.2003)
Ich zitiere eine Text von Vlatka Frketic: „Auf der Homepage der IG Kultur Österreich ist ein Antirassistisches Positionspapier zu finden, in dem politische Kulturarbeit konzeptualisiert und die Etablierung des politischen Antirassismus als integraler Bestandteil der Kulturarbeit formuliert wird. Und damit auch eine unverwechselbare Fachidentität, die sich von anderen Formen der Kulturarbeit abgrenzt. Mit diesem Positionspapier wird implizit konkretisiert, welche Bereiche migrantischer Kulturarbeit aus der Kulturarbeit im Sinne einer politischen Kulturarbeit ausgeschlossen werden – so ist etwa Folklore tabu.
[…] Ich möchte zum Abschluss zwei Beispiele politischer Kulturarbeit von Migrantinnen abseits national festgelegter Räume herausgreifen, die antirassistisch, anti-diskriminatorisch, anti-heteronormativ und ermächtigend wirksam geworden sind und in ihrer Prozesshaftigkeit immer noch Aktualität besitzen. Die Feministischen Migrantinnen Wien und die Lesbischen Migrantinnen haben durch eine u.a. queere Lesart von Migrationsprozessen versucht, Verbindungen zwischen verschiedenen Repräsentationen queeren Begehrens und politischer kultureller Praktiken herzustellen. Das Besondere and diesen beiden Selbstorganisationen ist, dass es keine ausschließliche Community-Bindung gab. So gut wie alle waren bzw. sind in verschiedenen Communities verortet, was einen grundlegenden Unterschied zu migrantischen Selbstorganisationen ausmacht, die auf gemeinsamer Sprache, nationaler bzw. regionaler Herkunft basieren.

1) Das Manifesto von FeMigra Wien wurde 2003 von mehreren politisch engagierten Migrantinnen in einem ersten Entwurf verfasst. Das Manifesto ist ein offenes und dynamisches Forderungskonzept, das sich je nach Bedürfnissen und politischen Umständen verändert bzw. unendlich erweiterbar ist. Das Manifesto wurde als Mittel für politische Performancearbeit (u.a. bei Soho in Ottakring 2004) und als Arbeitsmaterial bei verschiedenen Seminaren und Workshops verwendet. Forderungen sind u.a.: Honorierung und Anerkennung der unbezahlten Wissensvermittlung von MigrantInnen; Anerkennung von Asyl für Schwule, Lesben, Transgender. Der FeMigra-Film „Was ist eine feministische Migrantin?“ (vorgeführt 2004 in der Wiener Secession bei einer Veranstaltung des ai-Netzwerks Frauenrechte) war ein Schritt in Richtung selbstermächtigender Repräsentation abseits national und damit auch heteronormativ bestimmter migrantischer Kulturproduktion.

2) Die Lesbischen Migrantinnen (LesMAus – Lesbische Migrantinnen in Austria) haben 2003 den Film „Stay – Geh“ über lesbische Migrantinnen gedreht, welcher u.a. in Wien vorgeführt wurde. Die Visualisierung und Translation in diesem Filmprojekt wirkte hin zu einer Selbstermächtigung und war ein Versuch, queere Diaspora abseits national definierter Räume zu lesen.“ (Vlatka Frketic, in: kulturrisse 03/06)

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Politische Kulturarbeit

Als Kulturinitiative, die veranstaltet, sich präsentiert und einen öffentlichen Diskurs anbieten will, ist es unausweichlich, dass man auch politisch agiert, da man innerhalb einer Gemeinschaft automatisch politischen Raum besetzt. Darüber hinaus bezeichnet ‘Politische Kulturarbeit’ jedoch einen explizit politischen Impetus. ‘Politik’ leitet sich vom griechischen polis – der Bezeichnung für Stadt oder Gemeinschaft – ab und bezeichnet die aktive Mitgestaltung der unmittelbaren Weltordnung.
Kulturarbeit kann aus Konflikten, die als Triebkraft des sozialen Wandels angesehen werden können, oder Konsens, der das gesellschaftliche Gemeinwohl herstellt (emanzipatorisches Politikverständnis Jean-Jacques Rousseaus), entstehen. „Politik ist der Kampf um die Veränderung oder Bewahrung bestehender Verhältnisse.“ (Christian Graf von Krockow, 1976). Politische Kulturarbeit bewahrt die Veränderung.

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Politische Kulturarbeit

Alles ist politisch, also ist jede Kulturarbeit, egal ob intendiert oder nicht, gleichzeitig politische Kulturarbeit. Kulturarbeit betrifft die Öffentlichkeit, also das Politische und somit kann Kulturarbeit nicht unpolitisch sein. Kulturarbeit ist nicht Kunst, kann zwar Kunst sein, Kunst praktizieren ist aber nicht mit Kulturarbeit ident. Kulturarbeit, die gesellschaftskritische Ansätze, Kulturkritik, Kritik an Machtausübung, Machtsystemen, Machtverteilung transportiert, zivilgesellschaftlich aktiv wird und gesellschaftliche Änderungen anstrebt, provoziert ist politische Kulturarbeit. Politische Kulturarbeit ist nicht a priori Gut! Kultur ist das auch nicht! Kulturarbeit ist Arbeit im Sinne des Herstellens des Sozialen, ist Arbeit, weil Kultur nicht ist, sondern entsteht, aus Handlungen, Performance bzw. performativer Wiederholung von sozialen ud symbolischen Akten, bzw. Aktivitäten. Beeinhaltet auch Medienarbeit, Medienkompetenz, freie Medien schaffen, werbefreie Medien schaffen…. Räume besetzen und definieren, Reclaiming the Streets, unischbare Grenzen und Normen durch performative Interventionen sichtbar machen bzw. vorher selbst spüren…

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Politische Kulturarbeit

Kulturarbeit alleine steht lediglich dafür, Kulturproduktion zu ermöglichen. Sei es durch Ausstellungen, Ausschreibungen, Veranstaltungen, Diskussionsforen, Auftragsarbeiten, …
Politische Kulturarbeit bezeichnet im Falle von Kulturinitiativen oder kulturschaffenden Einzelpersonen und Gruppen all jene Bereiche, in denen man Einfuß auf die Kulturpolitik nimmt. Die Einflußnahme kann im Bereich der Fördergeldvergabe, im Dialog mit Behörden und Politikern, in der Kommunikation über Medien und in der Stellungnahme zu kulturpolitischen Themen stattfinden. Auch speziellere Formen der kulturpolitischen Agitation gehören zur politischen Kulturarbeit: Organisation von Kundgebungen, Strassentheater, Zeitungsartikel, Protestaktionen, Podiumsdiskussionen, Flugblätter,  und hunderte andere Kommunikationsformen, die Themen der politischen Kulturarbeit transportieren können. Kulturschaffende sind besonders gefordert, politische Kulturarbeit zu betreiben, um der herrschenden Kulturpolitik etwas entgegensetzen zu können, unabhängig von Politik und Wirtschaft agieren zu können und die eigenen Standpunke und Ansichten vertreten zu können.

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Politische Kulturarbeit

Politische Kultur (engl. political culture)… Die politische Kultur wird über die polititische Sozialisation vermittelt. (Karl-Heinz Hillmann, Wörterbuch der Soziologie S. 673)

Arbeit, zielbewusste und brauchvermittelte Tätigkeit des Menschen zur Lösung oder Linderung seiner Überlebensprobleme;.. (Karl-Heinz Hillmann, Wörterbuch der Soziologie S.35)

Politische Kulturarbeit betreibt in unterschiedlichem Ausmaß Politik in ihrem kulturellem Erscheinen. Das kann im unmittelbarem Sinne politische Agitation sein, die die Kulturarbeit als Medium nutzt, als Vehikel zur Erreichung ihrer Ziele. Weiter gefasst kann der politische  Aspekt aber auch durch die indirekten Implikationen bestimmter kultarbeiterischer Praxen kommuniziert werden, etwas durch bestimmte Arbeitsweisen, Organisationsformen, Entscheidungsfindungsprozesse, kulturelle/künstlerische Ausdrucksformen, Veranstaltungspolitiken etc. ….
Politische Kulturarbeit im engeren Sinne wird auch von parteinahen Kulturvereinen betrieben – fast alle in Österreich vertretenen politischen Parteien haben ihnen nahestehende oder direkt angedockte Kulturveranstalter, die im Sinne der Partei Kulturarbeit betreiben. Im Kontext der freien Kulturarbeit steht politische Kulturarbeit aber oft gegenteilig für die Vermittlung politischer Inhalte/Praxen abseits traditioneller Parteipolitiken, für alternative Modelle gesellschaftlichen Umgangs und Organisation.
Politische Kulturarbeit heißt da Initiativen/Aktionen/Taten zu setzen oder einfach langfristiges Durchhaltevermögen zu beweisen, um damit politische Inhalte zu transportieren und zu vermitteln. Es geht um Anstöße zur Veränderung und/oder Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. Ein aufmerksam machen auf gesellschaftliche Missstände und Ungerechtigkeiten mit kulturellen Mitteln. Das kann in Form von Konzerten, Veranstaltungen, Artikeln, Plakaten, Performances, Bildender Kunst, Theater und Film passieren. Beispiele: Maiz, Infoläden, Bock´mas

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Politische Kulturarbeit

Im Jahr 2000 wurde auf der Konferenz „Sektor 3 -Kultur“ der 3. Sektor (nach der Einteilung von Jeff Bernard, Professor für Semiotik in Wien, der die autonome Kulturarbeit in Abgrenzung zu Repräsentationskultur und Eventkultur als 3. Säule definierte) als Kampfbegriff gegen Neoliberalismus und soziale Ausgrenzung ausgerufen, der sich aber eher wenig etablierte. Das politische Moment in der Kulturarbeit geriet in den 90er Jahren ein wenig ins Hintertreffen. Die Grenzen zwischen Subkultur und Mainstream verschwammen, die Subkultur wurde Mainstream. Was ist politische Kulturarbeit heute? Laut KUPF muss freie Kulturarbeit als politische Kraft verstanden werden, aktiv am Geschehen teilhaben und die Partizipation einer breitest möglichen Öffentlichkeit suchen. Autonome Kulturarbeit ist demokratiepolitisch und gesellschaftsverändernd, durch die Anwesenheit alllein wird eine Auseinandersetzung angeregt.

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Politische Kulturarbeit

Politische Kulturarbeit ist gesellschaftsverändernde Kulturarbeit, die

  • Ungerechtigkeiten aufzeigt und fordert diese zu beseitigen,
  • Machtstrukturen in Frage stellt,
  • Grenzen aufbricht,
  • minoritäre Sichtweisen vermittelt,
  • Verständnis schafft,
  • Zugänge öffnet,
  • Wissen vermittelt,
  • Alternativen aufzeigt und
  • dabei die eigenen Bedürfnisse und die Selbstreflexion nicht vergisst.
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Politische Kulturarbeit

„Es ist nicht der böse Geist, sondern die böse Geistlosigkeit der österreichischen Kulturpolitik.“
(Tagebuchnotiz des Autors Robert Musil)

Um Musils knappe Analyse in einer Schlussfolgerung für die Gegenwart anzuwenden, ist zunächst zu ergründen, inwieweit das Politische in der kulturellen Praxis von heute als Gradmesser der Politkultur Auskunft geben kann.
Unbestritten ist, dass politische Kulturarbeit sich als widerständige Ausdrucksform manifestieren muss. Schließlich bemisst sich, so ein Postulat des italienischen Theoretikers und Aktivisten Antonio Gramcsi, das Politische an sich an seinem Verhältnis zu Hegemonie. Gegenhegemoniale Konzepte werden somit für das Kunst-und Kulturschaffen konstitutiv. Auch Chantal Mouffe ist als renommierte post-marxistische Theoretikerin überzeugt: „Wenn die Bewegung eine wirklich politische werden und in den Lauf der Dinge eingreifen und ihn beeinflussen wolle, müsse sie sich in einer hegemonialen politischen Artikulation zwischen all den verschiedenen Kämpfen einbringen, den ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen. Das erfordert eine Definition des Gegners als Knotenpunkte der Macht, die angegriffen und transformiert werden müssen, um die Bedingungen für eine neue Hegemonie zu schaffen.“ (Kulturrisse 0104, Februar 2004)

Der bloße Ruf nach der Freiheit der Kunst, eine der wichtigsten Prinzipien im Kampf gegen Faschismus und Diktatur, reicht heute mittlerweile schon nicht mehr aus, um die Gefahrenpotenziale zu beschreiben, die auch demokratischen Systemen innewohnen. Auch hier erzeugen die Knotenpunkte der Macht unentwegt Grenzen und Barrieren, die den freien Fluss der Information und der Ideen sowie die Interaktion in Netzwerken nachhaltig beeinträchtigen. Eine Gesellschaft – und damit auch ihre sozio -kulturellen Produktions-und Partizipationsbedingungen – kann nur als eine freie Gesellschaft angesehen werden, wenn die Mobilität der Menschen sowie der Austausch von Wissen und Information keine Beeinträchtigung erfahren. (Bernhard Amann und Martin Wassermair)

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Politische Kulturarbeit

Politisch Kulturarbeiten heißt, das Feld mittels Kultur so aufzubereiten, dass politische Gedanken gedeihen können. Kulturarbeit ist dann politisch, wenn die AktivistInnen ihre Veranstaltungen, ihre Aktionen, ihr gesamtes Tun in einen gesellschaftlichen Kontext stellen, also die gesellschaftsverändernde Funktion ihres Tuns in den Mittelpunkt rücken. Die AktivistInnen sind dabei nicht an ökonomischem Benefit interessiert, sondern an der Durchsetzung eines alternativen Gesellschaftsbildes. Es geht um Inhalte, die transportiert/thematisiert/kritisiert werden sollen, um welche inhaltliche Ausrichtung lässt der Begriff allerdings offen. In unseren Kreisen wird Politische Kulturarbeit grundsätzlich als Arbeit innerhalb der linkspolitischen Sphäre verstanden.

Wenn sich Formen wie auch Inhalte politischer Kulturarbeit immer weniger vom Mainstream unterscheiden, wenn basisdemokratische Entscheidungsprozesse von professionellem Management abgelöst werden und den Programmschienen nicht mehr anzusehen ist, ob sie vom Museum moderner Kunst oder vom WUK konzipiert wurden, dann ist in Frage zu stellen, ob der Übertitel „politische Kulturarbeit“ per se bereits einen gegenhegemonialen Anspruch begründet. Elisabeth Mayerhofer und Monika Mokre, Wie politisch ist politische Kulturarbeit?, FOKUS 2004/01

Veröffentlicht in Birgit_P. Schlagworte: . Kommentar schreiben »

Politische Kulturarbeit

Charakterisiert sich durch das Engagement für eine gleichberechtigte und sozio-kulturell diversifizierte Gesellschaft.

Politischer Antirassismus:
davon betroffen Menschen, die aufgrund ihrer ethnischen, sozialen oder religiösen Zugehörigkeit oder ihrer sexuellen Orientierung Diskriminierung erfahren, wie MigrantInnen, Flüchtlinge, Frauen, Lesben, Schwule, Transgender sowie Menschen mit Behinderung.

Selbstbestimmter Empowerment- Prozess von politisch handelnden Subjekten, die nicht als Opfer gesehen werden wollen.

Politische Kulturarbeit ist grenzüberschreitend,
durchdringt alle Bereiche der Gesellschaft und entwickelt Gegenmodelle zu bestehenden Geschlechter-konstruktionen, nationalstaatlichen Modellen und sozialen Hierarchien.

Nancy FRASER „Politik der Anerkennung“
Chantal MOUFFLE Radikale Demokratie, gewissen Aktivierung
Kontenpunkte (Äquivalenzkette) der Macht, um handlungsfähig zu sein
Die Entwicklung der Gegenhegemonie muss verstrickt sein.
Vielzahl von lokalen regionalen globalen Ebenen, globales Netzwerk
Gegen De- Territorialisierung Gegen neuen Nomadismus
Wichtige Machtgeographien der Politischen Organe zu identifizieren.
GRAMSCI Weiterentwicklung „Ökonomie der Determinate“
Klassenverhältnisse wird es immer geben,
Zusammenhang von Ökonomie und kulturelle Revolutionen, Machterhalt oder Wechsel nicht ohne kulturelle Hegemonie.
Hegemonie: Vormachtstellung und die damit verbundene Vorherrschaft

Explizite Form der Kulturarbeit, Kunstwerk, Öffenlichkeit mit Inhalten zu konfrontieren, to attack
initiative volxstanz Soundsysteme auf Lastwägen
tanzen gegen die Regierung
österreiche Variante von reclaim the streets/ angemeldet, genehmigt,

implizite Form der Kulturarbeit
Grundstock, formieren kl. Zellen, aus verhandeln von Bedingungen
Rolf Schwender (oest. Schriftsteller)
Reflektionsarbeit leisten in der Gesellschaft….
Ausverhandlung von Gegensätzen, sich bewusst werden

Politische Kulturarbeit

Politische Kulturarbeit ist eine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit und im Feld der Kultur. Sie agiert aufklärend, systemkritisch/oppositionell und kann auf zwei unterschiedlich sich bedingenden Ebenen stattfinden: auf der impliziten und der expliziten. Bei der impliziten geht es darum die möglichen Handlungsfelder/Nischen einer Gesellschaft zu formieren und die Bedingungen auszuhandeln unter welchen politische Kulturarbeit stattfinden kann. Die explizite Ebene bezieht sich/findet statt hauptsächlich in der Kunst und sieht und benutzt den öffentlichen Raum als Bühne. Jene Veranstaltungen greifen aktuelle, brisante, oftmals undurchsichtige oder mit wenig Information transportierte Themen unterschiedlichster Art auf, und versuchen mit gezielten Informationen ein neues Bewusstsein zu schaffen. Politische Kulturarbeit ist eine Form von selbstbestimmter, partizipativer politischer Lobbyarbeit und stellt an sich den Anspruch gesellschaftsverändernd zu wirken.

Veröffentlicht in Nicole_H. Schlagworte: . Kommentar schreiben »

Politische Kulturarbeit

Hab ich doch gestern erst bei der Vorstandssitzung gehört: „…und wir müssen wieder kulturpolitisch aktiver werden!“ Eben. Nicht leicht aber unverzichtbar. Immer mit nicht lauter werdender Stimme zur Auseinandersetzung mit Kultur, mit sozialen Themen aufrufen. Raum geben für Diskussion, und oder Reflexionsarbeit in und mit der Gesellschaft leisten. (implizierte polit. Kulturarbeit).
Explizite Politische Kulturarbeit umreißt künstlerische Methoden, die den öffentlichen Raum als Bühne besetzen. Reclaim the Streets! (Rainer von Vielen: Sheila tanz deine Revolution!!). Der Hedonistische Gedanke steht ganz vorne. In Österreich wird’s dies wohl immer in abgeschwächteren Formen geben: Ösi-Varianten als angemeldete Veranstaltungen!!

Politische Kulturarbeit

Ach, was waren das für Zeiten, bis zum Zerplatzen motiviert, mit Brechstange und Vorschlaghammer gingen wir zu Werke. Was sollte es werden, ein Jugendzentrum, ein Kulturhaus, auf jeden Fall irgendetwas für die Jungen, für uns Junge, obwohl einige damals, mich eingerechnet, auch schon etwas älter waren. Lustig war´s, und engagiert waren wir, und politisch wollten wir sein, so was von politisch.
Natürlich ist der Blick zurück verklärt, nostalgisch verklärt, aber trotzdem, es war schon was. Und es hatte ja auch funktioniert, wir waren schnell die Feindbilder im Dorf, und das tat gut. Aber das ist lange her, vieles hat sich verändert, nicht zuletzt die Mitwirkenden von damals.
Viele haben den Gang durch die Institutionen eingeschlagen, und sind erfolgreich damit. Andere haben sich gänzlich von damaligen Idealen verabschiedet, und einige wenige machen weiter, vielleicht nicht mehr mit Brechstange und Vorschlaghammer, aber immerhin!

Veröffentlicht in Leo_S. Schlagworte: . Kommentar schreiben »