Ironie: Die Differenz zwischen Gesagtem und Gemeinten -man sagt das eine und meint
das Gegenteil davon. Ironie ist im gesprochenen Wort oftmals leichter zu erkennen als im geschriebenen. Die Doppeldeutigkeit einer Aussage kann durch die Betonung bzw. Mimik unterstrichenwerden. Für schriftliche Mitteilungen gilt besonders, dass Ironie nur verstanden wird, wenn der Empfänger kritisch mitdenkt und die Umstände (auch die Denkweise des Schreibenden)
hinlänglich kennt.
Im Gegensatz zu Sarkasmus ist die Ironie weniger harsch. Sarkasmus bedeutet beißender Spott, der verletzen will, ist bitterer Ausdruck von starker Missbilligung.
Sarkasmus ist (im Unterschied zum Zynismus) oft eine Reaktion auf eine Verletzungdurch andere, auf eigenes Unglück, auf einen Angriff oder Ausdruck von Genervtheit und Unlust. Es ist dann ein Mittel, sich zu wehren, eine besonders beißende Form der Ironie. Zynismus ist dagegen eher ein Mittel, seine Macht bzw. Stärke zu zeigen. Sarkasmus ist die bösartige Variante des Spottes, Ironie die nette, meist unter Freunden angewandte Variante und Zynismus ist die Steigerung des Sarkasmus.
Die Comics der Kampagne der KUPF – „Kulturarbeit ist Arbeit“ wären wohl unter ironisch einzustufen, wobei aber vor allem ein Bild („Leute, die Jahressubvention der Gemeinde ist da!“) schon näher beim Sarkasmus liegt – verständliche Reaktion auf die herrschende Verteilungspolitik. Zynisch wäre es im übrigen, wenn der zuständige Politiker hinzufügen würde: „Aber nicht alles auf einmal ausgeben!“ KulturarbeiterInnen bleiben dennoch immer freundlich, selbst Frau Berger gegenüber. ;o)