Gender

Gender ist eine der sozialen Instanzen, die Menschen in einer Gesellschaft bestimmt und festsetzt. Der Begriff Gender wurde als Kategorie eingeführt um soziokulturelle Funktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit im Unterschied zu den biologischen (sex) Geschlechtsmerkmalen zu unterscheiden. Gender ist demnach nicht begründet mit dem biologischen Geschlecht verknüpft, sondern stellt eine kulturelle Interpretation des Körpers dar, über die ein Individuum über eine bestimmte Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle einen bestimmten Platz in der Gesellschaft zugewiesen bekommt. Mittlerweile hat sich auch in meinem Denken die Ansicht durchgesetzt, das auch das „biologische“ Geschlecht nicht als eine „natürliche“ und konstante Voraussetzung für das soziale Geschlecht fungiert. Sondern „Natur“ und „Sex“ bereits als historische Konzepte gesehen werden müssen, denn was zu bestimmten Zeiten als „natürlich“ gilt ist bereits in Kulturräumen bestimmter Gesellschaften festgeschrieben. (vgl. J. Butler, 1991, 1995). Gender bezeichnet also Bilder von Bedeutungen die bestimmten sexuellen Unterschieden zugeordnet werden. Es ist immer wieder zu Fragen, was als Geschlechtsunterschied wahrgenommen wird. Geschlecht (und Geschlechtsunterschied) besteht aus kulturell verfügbaren Bildern (rein, sensibel, stark, ehrgeizig, – daraus symbolische Figuren von Helden und Heldinnen). Diese Bilder werden durch „normative Konzepte“, die verschiedenen Geschlechtsidentitäten zugeordnet werden eingeschränkt. Diese Normen werden über soziale Institutionen weitergegeben, wiederholt und so gefestigt (Schule, Familie, Staat). Also die jeweils „individuelle Identität“ als Mann oder Frau ist Ergebnis von gesellschaftlichen Praktiken (Vergesellschaftung). Bestimmte Regeln der Wiederholung verfestigen also bestimmte Konzepte von Geschlecht als Resultat gesellschaftlicher Praktiken. Diese Ereignisse werden zwar über diese Regeln bestimmt können aber auch umgekehrt Regelverändernd wirken. Bsp.: Begriff „queer“ der sich von einem Schipfwort zu einem wissenschaftlichen Theorie entwickelte – vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum. Für den eingedeutschten Begriff trifft dies nur mangelhaft zu, da queer als Begriff hier nie dieselbe Bedeutung hatte. (siehe auch Performancetheorie / Bibliographie)

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Gender

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“ (‘On ne naît pas femme, on le devient.’) – dieser berühmte Satz von Simone de Beauvoir hat erstmals das Konzept von Gender aufgeworfen. Gender ist die Bezeichnung für das soziale oder zugeschriebene Geschlecht, das über verschiedene Codes vermittelt wird und im Gegensatz zum biologischen Geschlecht steht. Gender ist das, was jenseits von Männlich und Weiblich sowie der jahrhundertelangen Tradition einer Einteilung der Welt in diese beiden Pole existiert.
„Die Kategorie des Geschlechts ist eine politische Kategorie, die die Gesellschaft als heterosexuell begründet.“ (Monique Wittig)
Geschlechterrollen, die auf bestimmten Körpern und deren zugewiesenen Attributen basieren, sind ein soziales Konstrukt, das in vielen Gesellschaften als normatives Werkzeug funktioniert. Die Gender-Debatte fordert eine Überwindung dieser Geschlechtszuweisungen (von der trans- oder intersexuelle Menschen ohnehin ausgeklammert werden) und die Begründung von Identitäten aufgrund anderer Merkmale.

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Gender

„soziales Geschlecht“… quasinatürliche Zuschreibungen von Verhaltensnormen anhand des biologischen Geschlechts, Sexus…
Genderrollen, Rollenzuschreibungen von Weiblichkeit und Männlichkeit… rosa/hellbalau…. wird sozial vermittelt, hängt von Erziehung ab.. Verhältnisse zu Transsexualität, und Transgender…klassisch traditionell dualistisch angelegt, heute multitudinaler…viele Geschlechter (Genders)

Gender Ergebnis von Performance….“doing Gender“ (Judith Butler)
Gender <-> Qualifizierung…
Den Frauenrechtsbewegeungen und dem Feminismus ist auch die Genderdebatte, und die Dekonstruktion des Genderbegriffs zu verdanken. Gender als so genanntes soziales Geschlecht, wie die irreführende Übersetzung im deutschen lautet, besser Gender Roles, also Zuschreibungen, und Zudenkungen, basieren auf dem Sexus und den herrschenden, gesellschaftlichen Erwartungshaltungen und Vorstellungen zu Frauen und Männern. Die Zuschreibungen sind aber Kultur, willkürlich und Macht erhaltende, und Gesellschaft strukturierend. Spezielle, unteschiedliche Behandlung erzeugt die Unterschiedlichen Handlungen und Interessen und zeigen die Normative Macht sowohl der Rollen, als auch der Rolleneinübung.
Weiblichkeit und Männlichkeit sind aber bei weitem nicht einander Ergänzende Fähigkeiten, wenn Sie auf Männer und Frauen verteilt werden, sondern gesellschaftliche Funktionen und normative Identitätsstrukturen. Wenn sie ergänzende Fähigeiten sein sollten, so können sie das nur sein, wenn sie jeweils in einer Person zusammenfinden und dann macht es keinen Sinn sie als männlcih oder weiblich zu bezeichnen.
Judith Butler folgend, machen wir Gender, bzw. wird Gender gemacht, Gender ist Ergebnis performativen Handelns. Butler folgt dabei Michel Foucault und dessen Körperpoltik bzw. dessen Wahrnehmung des Körpers, als Gegenstand, Ort und Instrument von und für Disziplinierung bzw. für Politik.
Aber auch der Sexus, das natürliche / biologische Geschlecht, ist, wie sich zeigt, bzw. wie Menschen zeigen, nicht dual angelegt, sondern vielfältiger, was sich speziell im Bereich von Transsexualität, Transgender und Hermaphroditen zeigt, bzw. bei der schon seit langem vorhandenen Praxis, dass möglichst bald nach der Geburt ein Geschlecht zugewiesen wird. Wie mit Hermaphroditen umgegangen wird, ist aber wiederum eine Frage der Kultur. Bipolar organisierte Kulturen, mit klar ausgeprägten Vorstellungen von Gut und Böse und hohem Grad an Heteronormativität, können Abweichungen nicht akzeptieren, und üben Normierenden Druck aus. Und die ganze Geschichte der Zuschreibungen, Dichtungen und des Herbeischreibens von Geschlechtermerkmalen sind eine bis heute nicht endende Tradition von Machterhaltungsversuchen, speziell, wenn Männer diese Werke vollbringen oder vollbracht haben. Spannend ist dabei, dass immer mit der Natur argumentiert wird, obwohl auf anderen Ebenen, die Natur als Feindin gesehen wird und verändert, bezwungen, in Grenzen gehalten etc… werden muss.

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Gender

Wieder ein Begriff aus dem Englischen: das Geschlecht, wobei hier aber nicht das biologische Geschlecht (= engl. sex), sondern das gesellschaftliche, das soziale oder das psychologische Geschlecht gemeint ist. Der ursprüngliche Gebrauchsort des Wortes befindet sich im Bereich der Wissenschaft und Forschung.
Aus seinem biologischen Geschlecht kann der Mensch nicht ausbrechen, man wird als Mann oder Frau geboren, und wenn man den Körper nicht dank der modernen Medizin durch Operationen und Hormontherapien bei einer Geschlechtumwandlung verändert, stirbt man auch als Mann oder Frau.
Gender aber bezeichnet das soziale Geschlecht, also das, was eine Gesellschaft als die Rolle von Mann oder Frau innerhalb dieser definiert. So ist die Rolle der Frau als Hüterin der Familie, als Hausfrau oder Erzieherin der Kinder die soziale Geschlechterrolle innerhalb vieler Gesellschaften. Gender wird jedoch in patriachalischen Gesellschaften anders wahrgenommen als in matriachalischen Gesellschaften. Die Rolle der Frau oder des Mannes wird eben ganz anders tradiert und angesehen.
Die Gender Studies beschäftigen sich mit der Frage des konstruierten Geschlechts und bestreiten einen natürlichen Zusammenhang zwischen biologischen und sozialem Geschlecht.
Beim sogenannten Gender Mainstreaming handelt es sich um eine Strategie, die sozialen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu eliminieren, also eine Chancengleichheit von Mann und Frau (oder weiter gedacht: aller sozial benachteiligter Gruppen) zu erlangen.
Eine  winzig kleine Maßnahme im Zusammenhang des Gender Mainstreaming, die im den Alltag bereits weitestgehend Einzug gefunden hat, wäre die Verwendung des Anhängsels „Innen“ an traditionell nur in männlicher Form verwendeter Begriffe.

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Gender

gender: Genus, Geschlecht. (Langscheidts Schulwörterbuch S.134)

Der Begriff Gender meint das soziale Geschlecht eines Menschen d.h. die gesellschaftlichen Geschlechterrollen, die ein Mensch einnimmt und die Vorstellungen und  Erwartungen, wie Männer und Frauen sein sollen. Dabei werden alle Geschlechter in den Mittelpunkt gerückt, weil „Gleichstellung“ nicht nur ein Frauenproblem ist, sondern Männer und Frauen gleichermaßen betrifft und angeht. Genderaktivismus vertritt die Ansicht, dass nicht  die  Frauen sich anpassen müssen, sondern die Strukturen angepasst werden sollen, damit eine Gleichstellung überhaupt erreicht werden kann. Genderpolitik stellt Männer- und Frauenrollen in Frage, wodurch sich nicht nur für Frauen etwas ändert, sondern auch für Männer – sie werden zu Akteuren und selbst zu einer Zielgruppe. Gender richtet den Blick auf geschlechtsspezifische Strukturen, die so genannten Rollenmuster, in der Gesellschaft und zielt auf die Veränderung der Rahmenbedingungen und Strukturen – die Benachteiligungen hervorbringen. Gender versucht in allen Maßnahmen eine gleichstellungsorientierte Perspektive zu integrieren.
Ein interessantes Phänomen für Genderstrategien ist bei den Inuit zu beobachten: wenn bei einem Verband, zu wenig Männer für die Gewährleistung der Sicherheit und der Ernährung der Gruppe, zur Verfügung stehen. Wechseln heufig ältere Frau in die Rolle des Jägers und Erhalters einer Familie. Sie wohnen mit einer jüngeren Frau zusammen und versorgen sie und die Kinder mit Nahrung um das Bestehen der Gruppe zu sichern.

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Gender

soziokulturelle Merkmale von Männlichkeit und Weiblichkeit im Unterschied zu biologischen Geschlechtsmerkmalen (sex).
Grundannahme der Gender Studies ist, dass gender nicht kausal mit dem biologischen Geschlecht verknüpft, sondern eine kulturelle Interpretation ist, die einem Individuum eine bestimmte Rolle in der Gesellschaft zuweist.

Ich habe mich im Zuge meines Germanistikstudiums mit geschlechtsspezifischer Sozialisation im Elternhaus beschäftigt. Faszinierend war für mich auf wie vielen Ebenen die Festlegung aufs Geschlecht ab dem ersten Tag eines Lebens beginnt. Auszüge aus den Ergebnissen verschiedener Studien:

auf sprachlicher Ebene:
Bereits im Säuglingsalter spezifische Interaktionsmuster: tonisch-emotionaler Dialog derMutter (den Kontakt haltend und emotionsbezogen) und phasisch-motorischer Dialogdes Vaters (auf Phasen beschränkt und bewegungsbetont, Grimassen schneiden,akustische und visuelle Stimulation)
Mütter zeigen gegenüber ihren Töchtern eine vermehrte Verwendung von Negationen.In Hinblick auf Modalverben setzen sie bei Töchtern überzufällig häufig sollen, beiSöhnen wollen. Man kann nun so argumentieren, dass Mütter mit ihren Töchternzusammen sich einer außenstehenden bestimmenden Struktur unterordnen, wogegensie ihren Söhnen eher die Möglichkeit zur Eigenbestimmung einräumen. Hinsichtlich derVerwendung von Personalpronomina sind sich Väter und Mütter einig. GegenüberSöhnen wird vermehrt du, gegenüber Töchtern wir eingesetzt. Zu den Söhnen wird einegewisse Distanz gehalten, ihnen wird damit mehr Selbständigkeit zugesprochen als denTöchtern, denen gegenüber Gemeinsamkeit und sogar Abhängigkeit signalisiert wird.

auf spielerischer Ebene:
Väter bevorzugen körperbetonte Aktivitäten, Mütter tendieren zu intellektuell fördernden Spielen und Körperpflege. Väter verbringen mehr Zeit mit ihren Kindern beim Spiel als bei pflegerischen Aufgaben. Kleinkinder bevorzugen Väter als Spielpartner, Schutz suchen sie eher bei Müttern. Väter reagieren negativer als Mütter, wenn ihre Söhne mitPuppen spielen, Eltern reagieren negativer ihren Töchtern gegenüber, wenn sie rennen,springen oder klettern. Väter üben speziell auf Söhne Druck aus, sich geschlechtstypisch zu verhalten. Mädchen, die als Wildfang gelten sind weitaus weniger Druck ausgesetzt ihr Verhalten zu ändern als Jungen, die als Heulsuse gelten.

Gestaltung der Umgebung des Kindes:
Kleidung: Mädchen tragen alle Farben vor allem aber Pastellfarben besonders rosa, Jungs kräftige Farben und hellblau, rosa ist total verpönt.
Kinderzimmer: Jungen: Raumschiffe, Superhelden, Autos, kräftige Farben
Mädchen: freundliche Tiere, Blumen, Pastellfarben
Spielsachen: wünschen sich Kinder geschlechtsuntypische Spielsachen ist es weniger wahrscheinlich, dass sie sie erhalten.

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Gender

Der Begriff Gender konstituiert sich in Abgrenzung von und aufbauend auf die biologische Kategorie Geschlecht, die ab Mitte des 18. Jahrhunderts von der anthropologischen und medizinischen Wissenschaft verwendet wurde, um soziale Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern neu zu begründen und als naturgegeben festzuschreiben. Auch in feministischen Theorien wird Geschlecht als zentrale Strukturkategorie gesellschaftlicher Machtverhältnisse identifiziert, ohne die Natürlichkeit sozialer Ungleichheiten anzuerkennen. Der Gender-Begriff spiegelt diesen Wandel wider, indem er die soziale und historische Bedingtheit der gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse in den Vordergrund rückt und damit auch die emanzipatorische Forderung nach Chancengleichheit. In Zeiten fragmentarischer Identitätskonstruktionen wird der zentrale Stellenwert von Geschlecht, auch im Sinne von Gender, als zu stark vereinfachendes Erklärungsmodell gesellschaftlicher Wirklichkeiten problematisch, wenn andere zentrale biografische Aspekte unberücksichtigt bleiben. Neuere Ansätze der Identitätsforschung gehen in Richtung selbstreflektiver, temporärer Identitäten und erkennen die Differenz innerhalb von Identitäten an, ohne sich von Konzept der Identität und den implizierten gesellschaftspolitischen Forderungen gänzlich verabschieden zu müssen.

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Gender

Es gilt „Sex“ (=“biologisches“) und „Gender“ (=“gesellschaftliches“) Geschlecht zu trennen. im gesellschaftliche Alltag und von Medien werden Verhaltensmuster, auftreten, etc. dem „Sex“ als Stereotype zugesprochen , sprich als „natürlich“ angesehen -a la Frau ist, Mann ist oder nicht. Interessant dabei ist, dass darauf nicht Rücksicht genommen wird, dass selbst „von Natur aus“ rund 2% der Menschen nicht dem Dualismus männlich/weiblich entsprechen -sprich nicht kategorisierbar sind. (dass dies aus medizinischer Sicht oftmals als „korrektierbarer“ Geburtenfehler betrachtet wird, ist eine brutale Konsequenz). Lange Zeit blieb Mensch dabei zu sagen: es sei alles genetisch determiniert, also vorherbestimmt wie sich Frau und Mann zu verhalten haben. Heute weiß Mensch, dass dies bei weitem gefehlt ist denn die dualistische Argumentation in Frau/Mann hält insofern nicht, als dass die unterschiede teilweise innerhalb eines Geschlechtes größer sind, als jene zwischen den Geschlechtern.

Die Geschichte ist ein offenes Buch, wenn es darum geht genau die Gender -Rollen im Zeitverlauf zu beobachten. Erstaunt war Mensch, als sich feststellte, dass während des 15. -16 Jhd. alle Texte im deutschsprachigen Raum „gegendered“ wurden und dass beispielsweise die „fürsorgliche Mutter“ erst seit der bürgerlichen Gesellschaft im 18 Jhd. entstand. (vorher kümmerte sich die „Hausgemeinschaft“ gleichberechtigt um die Erziehung der Kinder) daraus folgt: „Gender“ als Sozialisationsprozess prägt grundsätzlich jenes Bild von den Geschlechtern wie es allgemein angesehen wird, mit all seinen Sexismen, Cliches, Rollen usw. Und da es sich hierbei um Strukturen handelt, lassen sich diese erkennen und aktiv ändern. Das Problem dabei: durch die Sozialisation wurde die eigene Rolle so verinnerlicht, dass sie als „normal“ und weniger als Problem angesehen wird.

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Gender

Der Begriff Gender wurde in den 50er-Jahren von dem amerikanischen Forscher John Money eingeführt, im Zuge der Einführung von Gender Mainstreaming ist er auch in unseren Breiten zu einem gängigen Begriff geworden. Der aus dem Englischen stammende Begriff wurde übernommen, um auch im Deutschen den Unterschied zwischen sozialem (gender) und biologischem (sex) Geschlecht benennen zu können. Ursprünglich nur auf das grammatische Geschlecht der Substantive bezogen, verweist der Begriff darauf, dass Geschlechtsidentität nicht angeboren, sondern sozio-kulturell durch diskursive Zuschreibung erworben wird (Gender, Metzler Lexikon, Gender Studies/Geschlechterforschung, 2002). Mit Gender sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen wie Frauen und Männer sind bzw. sein sollen. Die Geschlechterrollen können sich im Laufe der Zeit ändern und sind innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich.

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Gender Studies

Der Begriff Gender [ˈdʒɛndɚ] bezeichnet das „soziale“ oder „psychologische“ Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht (engl. sex).

Gender bezeichnet zum einen die soziale Geschlechtsrolle (gender role) beziehungsweise die sozialen Geschlechtsmerkmale. Es bezeichnet also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird (zum Beispiel Kleidung, Beruf und so weiter); es verweist nicht unmittelbar auf die körperlichen Geschlechtsmerkmale (Sex).
Der Begriff gender wurde in dieser Bedeutung 1955 von dem US-amerikanischen Forscher John Money eingeführt, um das Fühlen und Verhalten von intersexuellen Menschen zu beschreiben, bei denen das körperliche Geschlecht uneindeutig war, die jedoch eine eindeutige Geschlechtsidentität oder eine eindeutige Geschlechtsrollenpräsentation aufwiesen.
Die Gender Studies entwickelten sich aus den Women’s Studies, die ca. 1970 in einige US-amerikanische Universitäten entstanden. Die Women’s Studies beschäftigten sich allein mit der wissenschaftlichen Betrachtung von Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft (vgl. „Weiblichkeit“) – dies allerdings zum ersten Mal aus feministischer Sicht.
Wichtige Themen sind
soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern (systematische
Benachteiligung im Beruf und in Sozialpolitik usw. wegen des Geschlechts)
soziale Stellung der Geschlechter innerhalb der Gesellschaft
(Patriarchat, Matriarchat, Frauenwahlrecht)
vergeschlechtlichte Arbeitsteilung als Gesellschaftsstruktur (etwa durch die kapitalistische Unterscheidung von Produktion und Reproduktion)
Praxen der Erzeugung der Geschlechterdifferenz („doing gender“)
Mediale Präsentationen und Repräsentationen von Geschlecht, z. B. in Film, Literatur, Kunst, Werbung usw.
Verschränkung der Differenzachsen Geschlecht, Klasse (oder Schicht, Milieu usw.), Ethnizität/Race, Sexualität
Queer-Theorie

Die Notwendigkeit von historischer Tiefenschärfe für das
- Sichtbarmachen von Widersprüchlichkeiten und Ungleichzeitigkeiten
in Vergangenheit und Gegenwart – auch für das Themenfeld
„Wissen und Geschlecht“.
- die vielfältigen Formen von „Geschlechter-Wissen“, von einem alltagsweltlichen bis hin zu einem wissenschaftlichen Wissen über/von „Geschlecht“;
- die geschlechtlichen Codierungen unterschiedlichster Wissensformationen

•GenderStudies als innovative und kritische
Forschungsperspektive
•Aufdecken impliziter Vorannahmen, Transparenz
•statt Schein-Objektivität die sozio-kulturelle
Einbettung der Wissenschaft
•Verweis auf Auslassungen und blinde Flecken

Gender Studies stehen für ein bestimmtes Setting von Fragestellungen, die praktisch-politisch durch den sog. „Feminismus“ angestoßen worden sind und zur Ausbildung einer wissenschaftlichen Fragerichtung und Perspektive geführt haben. Ausgangspunkt ist die durch strukturelle Ungerechtigkeiten gekennzeichnete Qualifizierung der gesellschaftlichen Realität des Geschlechterverhältnisses mit der Absicht, die theoretischen Grundlagen für ein geschlechtergerechtes Zusammenleben zu formulieren.

In addition to age, gender is one of the universal dimensions on which status differences are based. Unlike sex, which is a biological concept, gender is a social construct specifying the socially and culturally prescribed roles that men and women are to follow. According to Gerda Lerner in The Creation of Patriarchy

, gender is the „costume, a mask, a straitjacket in which men and women dance their unequal dance“

straitjacket – Zwangsjacke

Veröffentlicht in Elisabeth_M-R. Schlagworte: . Kommentar schreiben »

Gender

Gender wurde aus dem Englischen übernommen, heißt Geschlecht und wird heute in der westlichen Kultur als kulturelles Geschlecht, im Gegensatz zum biologischen /anatomischen Geschlecht/-stmerkmal (sex) definiert. Gender äußert sich im Habitus, in tertiären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, zum Beispiel in der Körperhaltung, Kleidung, etc. – meint damit ein Hinweisen auf die binär festgesetzten Geschlechterrollen von Mann und Frau (was nicht zwangsläufig mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmen muss!). (Das kulturell geprägte Geschlecht hängt immer von den in der Gesellschaft geforderten oder festgelegten Merkmalen ab, somit können Andernorts nicht nur ganz andere Anzeichen für Mann/Frau gesehen werden, sondern auch mehrere Geschlechterrollen gelebt werden.)
Der Begriff wurde 1955 von dem amerikanischen Forscher John Money eingeführt.

Das Zehn-Fragen-Gender-Spiel:
Ich will im Folgenden zu einem Spiel einladen, dass für mich ein lustiger Exkurs ist, sich darüber bewusst zu werden, was alles -in „unserer“1 Kultur- zur sozialen Konstruktion von Gender gehört oder gehören kann, in diesem Fall zu männlich und weiblich2.
Die Spielregeln habe ich von Kessler/McKenna übernommen.
Anleitung: Es sollten sich mindestens zwei Teilnehmer_innen bereit finden an diesem Spiel teilzunehmen. Teilnehmer_in A überlegt sich eine Phantasieperson im Kopf und Teilnehmer_in B muss erraten, ob es sich um eine männliche oder weibliche Person handelt. Es werden mindestens zehn Fragen gestellt. Es darf jede Frage gestellt werden, die mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten ist, außer: „Ist diese Person männlich/weiblich?“. Nach jeder Antwort, die Teilnehmer_in A gibt muss Teilnehmer_in B eine geschlechtliche Einordnung vornehmen und diese begründen.
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Zusatzwissen nur für Teilnehmer_in A: Es gibt gar keine überlegte Phantasieperson. Die Antworten setzen sich aus einem vorher festgelegten Ja-Nein-Muster zusammen, wichtig ist hierbei nur, dass sich am Beginn „Ja“ und „Nein“ abwechseln, so dass es, sollte jemand sofort nach den Genitalien fragen, Sinn für den Fragenden ergibt.

„Jede Geschlechtsdarstellung kann als Illusion bezeichnet werden, nicht nur die, die angeblich nicht mit dem Körper übereinstimmt. Der Unterschied ist nur, dass bei den „herkömmlichen“ Darstellungen fast alle mitspielen.“(Beger, 2002, 57)

1 …der konstruierten westlichen Sozialisation unterliegenden Welt.
2 „männlich/weiblich“ als die kulturelle Konstruktion Gender im Gegensatz zu Mann/Frau die hier mit dem biologischen Geschlecht Sex begründet werden.

Veröffentlicht in Nicole_H. Schlagworte: . 1 Kommentar »

Gender

Na toll, ich hab diese ersten paar Worte geschrieben und das Wort das mein Computer gleich nicht kennt und ROT unterwellt ist: Gender. Ich kann’s ihm nicht verübeln. Hat ihm auch keiner beigebracht.
Also hier ein kurzer kleiner durchwegs aus Wiki und Metzler übernommener Erklärungsversuch: Das Wort hat im Deutschen kein direktes Äquivalent und könnte annähernd mit sozialem Geschlecht übersetzt werden. Ein weiterer Definitionsversuch wäre, dass damit die gesellschaftlichen, kulturellen, und sozial geprägten Geschlechterrollen vom Frauen und Männern bezeichnet werden. Dem zu folge sind diese – anders als das biologische Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar.
Nun, mein Computer hat’s kapiert. Ich probier jetzt ob ich das meinem Ehemann auch beibringen kann!?! Wird schwieriger. Gender oder Gender Mainsstreaming ist hier (Aigenfließen – gleich nach dem dritten Miststock links) nicht sehr gebräuchlich. Eine Genderanalyse für einen Betrieb? Ach du liebe Zeit für was braucht man das denn?
Gleichstellungsorientierte Politik oder Gleichstellungspolitik braucht man(n) auch nicht. Es opasst ja eh alles so wie es ist!?!
Wahrnehmungen sind verschieden und – zum Glück auch veränderbar! Ich werds versuchen!

Veröffentlicht in Elisabeth_E. Schlagworte: . 1 Kommentar »

Gender

Der Begriff „Gender“ ist die englischsprachige Bezeichnung für das „soziale“ oder „psychologische“ Geschlecht einer Person, im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (engl. sex).
Gender umfasst die unterschiedlichen Rollen, Normen und Verhaltensweisen, die Frauen und Männern in unserer Gesellschaft zugewiesen werden. Sie sind – im Gegensatz zum biologischen Geschlecht – erlernt und nicht angeboren, damit auch veränderbar.

USB Gender Changer: A Stecker an B Buchse
Adapter von USB A Stecker auf USB B Buchse

Veröffentlicht in Leo_S. Schlagworte: . 1 Kommentar »