Feminismus

(lat. femina = Frau). Feminismus begründet sich geschichtlich in der Identifizierung von Frauen als dem männlichen Geschlecht untergeordnete Gruppe. Als kleinste gemeinsame Definition kann das Aufbegehren von Frauen gegen ihre Unterdrückung, Marginalisierung, (soziale) Diskriminierung, (wirtschaftliche bzw. sexuelle) Ausbeutung gelten und ihr Bestreben nach einer Gleichstellung der Geschlechter in allen sozialen und kulturellen Bereichen.
Der Begriff hat sich in den 1890 Jahren entwickelt und wurde als Synonym von Frauenemanzipation verwendet.
Die beiden ersten Frauenbewegungen des 19. und frühen 20. Jhdt. werden auch als First Wave Feminism (Frauenwahlrechte) bezeichnet, die neuen Frauenbewegungen aus den USA, England (Wommen’s Libaration Movement) und der sich formierende akademische Feminismus werden als Second Wave Feminism bezeichnet. Die Institutionalisierung der Feminismus wurde seit Mitte der 1970er Jahre von wissenschaftlichen Zeitschriften wie Signs (USA, 1976), Questions Féministes (Frankreich, 1977), m/f (England, 1979) und Feministischen Studien (Deutschland, 1982) und unabhängigen feministischen Verlagen begleitet. Oft wurden die Women’s Liberation-Bewegung und der sich formierende akademische Feminismus mit dem radikalen Feminismus gleichgesetzt, der den Second Wave Feminism prägte.
Das Radikale im Feminismus kann auf zwei Arten interpretiert werden: Einerseits als eine Bewegung, die nach dem Ursprung (lat. radix: Wurzel) der Unterdrückung der Frauen sucht, andererseits bezieht sich die Radikalität auch darauf, das fundamentale Veränderungen in der Gesellschaft angestrebt werden, und auch Geschlechterrollen an sich als Ursache und Zusammensatzung der Unterdrückung der Frauen angesehen werden.
Zwei Grundlegende Positionen können weiters ausgemacht werden: die erste geht von einer grundsätzlichen Gleichheit von Mann und Frau aus, die zweite von einer Differenz zwischen den zwei [sic] Geschlechtern.
In Anlehnung an Simone de Beauvoir „Man kommt nicht als Frau zur Welt man wird es“ (Das andere Geschlecht, 1951) wurde Anfang der 1970er Jahre mit der Trennung von sex und gender diese Differenz nicht als eine biologische, sondern als eine soziale und kulturelle Differenz beschrieben.
Der dekonstruktive Feminismus (ab Mitte der 1980er Jahre) stellt den Gegensatz von sex als biologischem Geschlecht und gender als kulturellem Geschlecht in Frage und verweist auf die kulturelle Konstruktion des biologischen Geschlechts (Butler, 1991). Die Kritiken des dekonstruktiven Feminismus an der Positionalität und der Partialität (Teil) stützen sich auf Interventionen des lesbischen Feminismus, der Women of Color und der Working Class Women. Es werden Differenzen der einzelnen Homogenisiert die letztlich auf einen „Imterialismus“ der „weißen Mittelklasse-Frauen“ hinausläuft. Der Annahme der Unterdrückung der Frauen als Vorannahme im radikalen Feminismus, die Geschlecht als entscheidende Kategorie setzt, kann mit der Kritik eines jeden autonomen, handlungsmächtigen Subjekt in Frage gestellt werden. Dazu muss es allerdings autonome und handlungsmächtige Identitäten = Subjekte geben.
Wichtig in diesem Sinne ist, die „Einmaligkeit“ jeder Erfahrung zu betonen aber auch eine Gemeinsamkeit von Frau-en als politischen Ausgangspunkt herzustellen, von dem aus frau/man oder der Feminismus Geschlecht, Geschlechterrollen und Geschlechterverhältnisse in Frage stellt/stellen kann.

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Feminismus

Der Feminismus ist eine soziale Bewegung, die die Gleichberechtigung der Frauen in einer patriarchal geprägten Gesellschaft fordert. Die erste Welle der Frauenemanzipation begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der Forderung von grundsätzlichen Menschenrechten, die Frauen zuvor verwehrt waren: das Wahlrecht,
Zugang zu Universitäten und das Recht auf Erwerbstätigkeit. Konkret wird Feminismus meist als eine politische Bewegung verstanden, die sich in den 1960er-Jahren formiert hat und aus der sich im Laufe der Jahre verschiedenste Strömungen entwickelt haben, die alle die Überwindung von Geschlechterhierarchien zum Ziel haben – auf mehr (zB. Valerie Solanas, die in ihrem Manifest ‘S.C.U.M.’ zur Tötung aller Männer aufgerufen hat) oder weniger radikale Art und Weise (zB. Esoterischer Feminismus, der sich an okkulten Hexentraditionen bedient).
Grundsätzlich sollte eine Selbstbestimmung über den eigenen Körper gegeben sein, wobei sich dieser nicht ausschliesslich über das biologische Geschlecht definieren lässt (nicht alle Frauen sind gleich oder in einem gemeinsamen Interesse verbunden, nur weil sie Frauen sind). Die Gender-Debatte hat die Dekonstruktion von Feminismus und Geschlechterrollen (geprägt von Judith Butler) zur Folge gehabt und es ist nun eine Entwicklung zum Universalismus als grundsätzliche Gleichheit zu bemerken, der allgemein soziale Gerechtigkeit im kapitalistischen System anstrebt und den Kampf der Geschlechter überwinden will (zB. Gender Mainstreaming).

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Feminismus

Bündel, unteschiedlichster, differenter Strategien und Ansätze, die sich gesellschaftskritisch, kulturpolitisch gegen patriarchalische Strukturen, Deutungen und Systeme richten. Ein historischer Ausgagngspunkt ist sicher die Wahlrechtsbewegung und das Aufbegehren von Frauen gegen die Gender-Rollen, die androzentrische Definition von Weiblichkeit und die auf diese gestützten Ungleichbehandlungen von Frauen.
Historisch stark in England und Frankreich verankert, beginnend in der Wahlrechtsbewegung… Heute eine multiudinale Landschaft unterschiedlichster Ansätze… Achsen der Differenz… Genderdekonstruktion….Wissenschaftskritik….
Heute ist der Begriff Feminismus einer breiten Varietät von Feminismen gewichen, was sich aus der Poststrukturalistischen, Postmodernen und Postkolonialitschen Perspektive ergab. Unter Achsen der Differenz etwa, wird verstanden, das Feminismen unterschiedliche Ansätze für unterschiedliche Einbettungen Gender und Sexus basierter Ungleichbehandlung in unterschiedliche andere Ungleichheiten fördernde und bedingende Systeme, wie Rassismus, Klassenungerechtigkeit etc. bieten und bieten müssen. Was neben den Achsen der Differenz* aber bestehen bleibt, ist, dass Frauen aufstehen und ihre gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Rollen etc in die Hände nehmen, und, dass es keine Universalansätze gibt, die global wirksam sein können. Feminismus, Gender- und Sexuskritik haben auch in alle Wissenschafts – und Kulturbereiche Einzug gefunden. All diese Bereiche sind nach wie vor wegen der nach wie vor borhandenen Genderbasierten und Sexusbasierten Ungleichbehandlungen Orte, Bühnen und Arenen der hegemonialen Kämpfe bezogen auf Gender und Sexus bzw. deren Bedeutungen und Ankäpfen gegen Hetereonormativität und Biploares Gender und Sexusdenken.

* Interessantes kleines Buch herausgegeben von Gudrun Axeli Knapp und Angelika Wetterer

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Feminismus

Der Feminismus ist eine politische Bewegung, die sich ab dem späten 19. Jhdt. entwickelte. Ihr Ziel ist es, die soziale Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. Dafür ist eine Veränderung der ganzen abendländischen, patriarchalischen Gesellschaft unbedingt notwendig. Feministische Theorien in Wissenschaft und Forschung (vor allem in den Gesellschaftswissenschaften) verfolgen die Aufgabe, die Rolle und die Leistungen weiblicher ProtagonistInnen von ihrer bisherigen Ausblendung zu befreien. Der Feminismus hat sich im Laufe der Zeit in unterschiedlichste Strömungen und Paradigmen aufgegliedert wie Radikalfeminismus (Gleichheitsfeminismus), Dekonstruktivistischer Feminismus / Postfeminismus, Psychoanalytisch orientierter Feminismus, Marxistischer Feminismus und Freudomarxistischer Feminismus, Materialistischer Feminismus, Autonome Feministinnen, Anarchistischer Feminismus, Differenzfeminismus (wieder gesplittet in Gynozentrischer Feminismus, Kultureller Feminismus, Magischer (esoterischer) Feminismus), Individualfeminismus, Militanter Feminismus.
Der Feminismus hat viele Kontroversen und Kritik aufgeworfen (Eurozentrismus, Verlust der Weiblichkeit, Orientierung und Reproduktion patriarchaler Strukturen).

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Feminismus

Femina (lat.) Frau (Stowasser S.205)

Feminismus kämpft um die Gleichberechtigung der Frauen in allen Bereichen des Lebens und um die Aufhebung von Diskriminierung. Der Feminismus hat keinesfalls zum Ziel, sich der männlich geprägten und normierten Welt unterzuordenen – mit dem zweifelhaften Erfolg eventuell die „besseren Männer“ werden zu können – sondern erhofft durch ein bewußtes, parteiisches Eintreten für Frauen eine Gesellschaft jenseits des Patriarchats zu schaffen.  Die feministische Bewegung unterteilt sich im Groben zwischen a) dem Gleichheitsparadigma, d.h. dass Menschen als vernunftbegabte Wesen unterschiedslose Rechte und Zugangschancen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens  haben sollen; b) dem Differenzansatz, der zum Ziel hat, die spezifischen positiven Merkmale von Weiblichkeit hervorzuheben und zur Norm zu machen, um so eine gesellschaftliche Transformation zu erreichen die sich nicht mehr an männlichen Werten orientiert; und  c) dem Dekonstruktivismus, der besagt, daß das Geschlechtersystem ein kulturelles Produkt und eine Konstruktion ist, die durch ständige Interaktion und durch gesellschaftliche Strukturen hergestellt wird.

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Feminismus

Das Danubia Volkslexikon von 1948 definiert Feminismus auf zwei Arten:
1. Verstärkter Einfluss der Frau auf das allgemeine Leben
2. weibische Art bei Männern; feminin = weibisch

was insofern schon sehr fortschrittlich ist, weil der Neue Brockhaus von 1974 die ersteDefinition gar nicht kennnt, sondern einzig diese: „weibliche Züge bei Männern.“

In Beckmanns Neuem Welt-Lexikon von 1958 kommt Feminismus gar nicht vor.

Das Duden Herkunftswörterbuch -Etyomologie der dt. Sprache, 1989:
Die (Wort)Bildung „Feminismus“ ist eine Richtung der Frauenbewegung die ein neues Selbstverständnis der Frau und di e Aufhebung der traditionellen Rollenverteilunganstrebt. Die Wortbildung Feminismus ist erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgekommen.

Der Brockhaus von 1997 beschreibt den Feminismus als radikalere Richtung innerhalbder Frauenbewegung, da die Forderung nach der Gleichstellung der Frau bis heute nichtgelungen ist: organisiertes Eintreten der Frauen für ihre Interessen, gegenBenachteiligung auf ökonomischem, sozialen, politischem und kulturellem Gebiet.Entstand im Zusammenhang mit der sozialen und erzieherischen Reformbewegung seit dem Ende des 18 Jh.

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Feminismus

Feminismus ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von gesellschaftskritischen Theorien und Protestbewegungen, die mit der untergeordneten Rolle der Frauen in der bestehenden Gesellschaft unzufrieden sind. Die konkreten Kritikpunkte und Zielvorstellungen fallen entsprechend den dahinter liegenden ideologisch-politischen Weltbildern sehr weit auseinander, sodass es nicht zulässig ist von nur einer feministischen Theorie respektive Praxis zu sprechen. Einflussreiche Strömungen sind der Gleichheitsfeminismus, der eine Gleichstellung von Frauen und Männern anstrebt, der Differenzfeminismus, der die Unterschiede zwischen den Geschlechtern betont und umwertet und der dekonstruktive Feminismus, der die dichotome Kategorie Geschlecht als die Wirklichkeit verkürzendes Konstrukt ablehnt.

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Feminismus

Der Feminismus ist eine politische Bewegung mit dem Ziel die andronzentristische, patriarchale Gesellschaftsordnung zu überwinden.

Strömungen innerhalb des Feminismus (lt. Wikipedia):

• Radikalfeminismus (Gleichheitsfeminismus)
• Dekonstruktivistischer Feminismus / Postfeminismus
• Psychoanalytisch orientierter Feminismus
• Marxistischer Feminismus und Freudomarxistischer Feminismus
• Materialistischer Feminismus
• Autonome Feministinnen
• Anarchistischer Feminismus
• Differenzfeminismus
• Gynozentrischer Feminismus
• Kultureller Feminismus
• Magischer (esoterischer) Feminismus
• Individualfeminismus
• Militanter Feminismus

Feminismus gilt vielen unserer MinisterInnen als klarer „Handlungsauftrag und Handlungsanleitung“, wie Frauenministerin Doris Bures und Sozialminister Erwin Buchinger ausführten. Feminismus als Konzept für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben hat viele Frauen, aber auch Männer angesprochen -und ruft dazu auf, „Frauen als gleichberechtigte und gleichwertige Partner in allen Lebenssituationen“ zu sehen und anzuerkennen, so Außenministerin Ursula Plassnik. „Gleichstellung“ sieht auch Umweltminister Josef Pröll im Mittelpunkt, somit auch „die Ansprüche von Frauen und ihre Karrierechancen besonders im Auge zu behalten und dabei auch Vereinbarkeit von Kinder und Beruf bestmöglich zu gewährleisten“.

Wie man hier sieht ist der Feminismus bei den österreichischen PolitikerInnen angekommen. Würde mir jedoch wünschen dass auch Taten folgen.

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Feminismus

Der Feminismus ist eine Theorie, die alle Bereiche des Menschlichen betrifft und den patriarchalen Gehalt aller kulturellen Hervorbringungen des Mannes bloßlegt und kritisiert. Luise Pusch, aus: Inspektion der Herrenkultur

Feministische Theorie ist keine einheitliche Theorie, in ihr finden sich vielmehr eine ganze Bandbreite politischer Richtungen und Ziele wieder.

Eine kurze Annäherung an die drei bekanntesten Strömungen:

Gleichheitsparadigma
Das Gleichheitsparadigma ist die erste und somit älteste Strömung innerhalb des Feminismus. Grundannahme ist, dass beide Geschlechter dieselben Rechte und Zugangschancen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben sollen. Zentral ist die These, dass wir nicht als Frauen geboren werden sondern durch die Gesellschaft dazu gemacht werden.
Kritik: starke Orientierung am männlichen Wertekatalog

Differenzparadigma
Ab Anfang der 70er wird das Gleichheitsparadigma stark kritisiert – es gehe nicht um Gleichheit innerhalb des bestehenden Geschlechtersystems, sondern um spezifische positive Merkmale von Weiblichkeit die zur Norm werden sollen – so soll eine gesellschaftliche Transformation erreicht werden, die sich nicht mehr an männlichen Normen und Werten orientiert. Wie im Gleichheitsansatz findet auch hier eine starre Verankerung des „Männlich-Weiblich-Gegensatzes“ statt.

Dekonstruktivismus – „Doing Gender“
Der dekonstruktive Feminismus geht davon aus, dass die Kategorie Geschlecht nicht existiert. Wir haben kein Geschlecht, wir können es maximal TUN.

Die Kritik am Dekonstruktivismus bezieht sich hauptsächlich darauf, dass die Dekonstruktion von Gender zwar grundsätzlich möglich ist, in der Realität aber schwierig umzusetzen ist, da Personen im Alltagshandeln ständig nach Geschlecht kategorisiert und beurteilt werden.

Unsere Welt ist in zwei Normen- und Wertekataloge geteilt. Für mich sind Feministinnen Frauen, die sich dessen bewusst sind und durch ihr Handeln diese Normen thematisieren und aufbrechen. Ziel des Feminismus kann nicht sein, all jenen Personen Vorteile zu verschaffen, die zufällig weiblichen Geschlechts sind, sondern die gesellschaftliche Behandlung des Frauseins zu verbessern, unter der einzelne Frauen heute als Frauen leiden.

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Feminismus

übt Kritik an Androzentrismus und Patriarchat, analysiert  Machtverhältnisse, gesellschaftliche Hierarchien, Denkverhältnisse und Wahrnehmungsweisen
Ziel: Verbesserung der rechtlichen, ökonomischen und  politischen Situation von Frauen, Wissenschaftskritik

Unter Androzentrismus wird eine Sichtweise verstanden, die Männer als Zentrum, respektive als Maßstab und Norm versteht. Androzentrismus kann also als eine gesellschaftliche Fixierung auf den Mann oder das „Männliche“ verstanden werden. Ein androzentristisches Weltbild versteht den Mann als die Norm, die Frau als Abweichung von dieser Norm

Feministische Forderungen und Themen

  • Feministisches Einwirken auf politische und wissenschaftliche Praxis
  • Gleichstellung/-berechtigung in Politik, Beruf, Gesellschaft und Familie
  • Gegen strukturelle und individuelle Gewalt
  • Sprachliche Sichtbarmachungvon Frauen
  • Sexuelle und kulturelle Selbstbestimmung
  • Etablierung von Frauenrechten als Menschenrechte
  • soziale Bewegung Frauenbewegung und politische Theorie feministische Theorie

Die Frauenbewegung ist eine internationale soziale Bewegung, die sich für die Rechte der Frauen in der Gesellschaft einsetzt.

Sie wird in 3 Phasen oder Wellen unterteilt.

1. Welle der modernen Frauenrechtsbewegung
Mitte d 19. Jhd bis Anfang des 20. Jhd´s kämpfte für die grundsätzlichen politischen und bürgerlichen Rechte der Frauen wie z. B. das Frauenwahlrecht, das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung und eine Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage. Suffragetten (suffrage – engl. Wahlrecht)

2. Welle ab 1960er Jahren Frauenforschung, Zusammenhang mit Studentenbewegung, feministischer Aktionismus und feministische Theorie der (autonomen) Frauenbewegung (seit den 1960er Jahren) entstand im Rahmen der Neuen Linken, als Kritik an den auch dort massiven Diskriminierungen von Frauen, besonders Müttern.
Mehr unabhängigkeit im Zuge der Sexuelle Revolution, Antibabypille.
alternativ Gleichheit oder Differenz
Übergang d Genderforschung
über Geschlecht wird oft gesprochen implizit
2 Richtungen d Frauenbewegung d 70er Jahre
- Verfechter d Gleichberechtigung, Gleichheit
- Differenz, theoretische Ansätze, autonome Forschung v Weiblichkeit

80er Jahre feministische Diskursanalyse
Geschlechter sind gleich und anders
“Neubestimmung d Verhältnisses von Gleichheit und Differenz”
Vordenkerinnen der 3. Welle

FRENCH FEMINISM, 3 frz.Theoretikerinnen
Hélèn Cixous , Luce Irigaray Julia Kristeva
Differnzfeministinnen weibliche Taktik
Text d herrschenden männlichen Kulturen, werden imitiert u parodiert.
keinen Sinn nach Wesenheit im Geschlecht zu fragen
Herausarbeitung neue Normen Diskurse Emanzipationsdiskurs
Neubedeutung von Weiblichkeit und Männlichkeit,
Überwindung d herkömmlichen Zuordnung
Judy BUTLER “Theorie der Parodie” „Das Unbehagen der Geschlechter
repräsentiert Umbruch in d Sichtweise auf Geschlecht
Butlers spezifisch feministische Theorie, welche die normierende Wirkung des zweigeschlechtlichen Denkens aufzeigt und in der Geschlechterforschung verankert

3. Welle “third wave” 1990er Jahre

Kritik an Eurozentrismus und Heteronormativität,

Heteronormativität beschreibt ein binäres („zweiteiliges“) Geschlechtssystem, in welchem lediglich genau zwei Geschlechter akzeptiert sind, und das Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle und sexueller Orientierung gleichsetzt

Riotgrrrls
Der Slogan der Bewegung lautete Revolution Girl Style Now!
Riot girl / Riot Grrl (von engl. „riot“ = Aufruhr und „girl“ = Mädchen) bezeichnet eine Anfang der 1990er Jahre in der US-amerikanischen Hardcore-Punk-Szene, ursprünglich vor allem in Olympia (Washington), entstandene feministische subkulturelle Bewegung. Einerseits wurde auf die starke Überzahl männlicher Musiker und deren Dominanz in der Musikszene, andererseits auch als typisch männlich empfundene Bestandteile von Bühnenshows reagiert.

Neue Aspekte sind vor allem eine globalere, weniger ethnozentristische Sichtweise, die Betonung der Notwendigkeit, dass auch Männlichkeit ein nach Zeiten und Regionen unterschiedliches Konstrukt ist, das kritisch hinterfragt werden muss.
Unter dem Begriff des Gender Mainstreaming verabredeten 1995 auf der 4. UN-Weltfrauenkonferenz die dort versammelten Regierungen inkl. des Vatikan, den kleinsten Reformkompromiß auf den sie sich einigen konnten,
als eine „top down“ Strategie, die Frauen-, aber auch Lesben- und Schwulenbewegungen unterstützen soll.

gender mainstreaming die deutsche Übersetzung „Integration der Gleichstellungsperspektive“ oder „durchgängige Gleichstellungsorientierung“ Bei den Behörden der Europäischen Union werden für die Übersetzungen folgende Formulierungen verwendet: „geschlechtersensible Folgenabschätzung“, „gleichstellungsorientierte Politik“ oder „Gleichstellungspolitik“.

„Men have always been afraid that women could get along without them.“
Margaret Mead

Veröffentlicht in Elisabeth_M-R. Schlagworte: . 1 Kommentar »

Feminismus

Der F. ist eine politische Strömung, die schon im 19.Jh. entstanden ist und nach einer Gleichbehandlung aller Menschen, unabhängig vom Geschlecht, in der Gesellschaft strebt. Ausgehend von einem androzentrischen Weltbild setzt er sich zum Ziel den Frauen gleiche Rechte in Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit zu verschaffen, als auch deren Ansehen/ Menschenwürde auf eine Ebene der Gleichwertigkeit mit Männern anzuheben. Vor allem geht es um Sichtbarmachung der Ungleichbehandlung in der Gesellschaft.
Der Feminismus ist keine Massenbewegung oder Forderung gewesen, sondern gliedert sich vielmehr in unterschiedliche Strömungen und/oder „Theoretische Weiterentwicklungen“:
Eine der ersten Ansätze war der Gleichheitsansatz, in dem Frauen um eine absolute Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft plädierten. Daraus gliederte sich der Differenzansatz, der die Unterschiede zwischen Frauen und Männer hervorhebt und in ihnen ein Potential der Veränderung sieht, wobei es ihnen nicht um eine absolute Gleichstellung geht, sondern um die Gleichwertigkeit der Verschiedenheiten. Mit Simone de Beauvoir wurde erstmals eine Unterscheidung zwischen kulturell/sozial geprägtem Geschlecht und dem biologischen gemacht. Womit die Strömung der Dekonstruktion eingeleitet wurde. Sie geht davon aus, dass das biologische Geschlecht nicht zwangsläufig auf „eine“ spezifische Rolle verweist, vielmehr jede Person das Recht auf individuelle Entwicklung hat, unabhängig von den von der Gesellschaft angebotenen Rollen von Mann und Frau. Hier werden auch um die Rechte eigener Geschlechterkonstruktionen gekämpft.

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Feminismus

Feminismus ist die Bezeichnung für die Theorie der Frauenbewegung und für die gesellschaftliche Dominanz der Männer gerichtete Bewegung, für die Gleichberechtigung der Frauen. Zu einer breiten, gesellschaftlichen Bewegung wurde der Feminismus Ende der sechziger Jahre. Unter Feminismus im weiteren Sinne werden Freiheits- und Gleichheitsbestrebungen von Frauen, das Vertreten ihrer Interessen und Recht, verstanden.
Der Ausdruck wurde bis in die 70er Jahre hinein in deutschen Wörterbüchern nur in der Bedeutung von „Verweichlichung“ oder „Verweiblichung des Mannes“ geführt.

Veröffentlicht in Elisabeth_E. Schlagworte: . 1 Kommentar »

Feminismus

Der Feminismus ist eine politische Bewegung mit dem Ziel, die Gleichwertigkeit, Menschenwürde und Entscheidungsfreiheit von Frauen, die Selbstbestimmung über deren Leben und ihren Körper zu erreichen. Er zielt auf eine Veränderung der Gesellschaft ab, in der die vom Feminismus analysierte geschlechtshierarchische Unterdrückung von Frauen nicht mehr vorkommt und die gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse durch Ebenbürtigkeiten geprägt sind. Der Feminismus sieht die in der bisherigen Geschichte vorherrschenden Gesellschaftsordnungen als androzentrisch an und interpretiert diesen Umstand als Männerherrschaft (Patriarchat). Er interpretiert Ungerechtigkeiten als patriarchal verursacht und bezieht daraus seine Existenzberechtigung. Auf dieser Grundlage haben sich zahlreiche Strömungen und Ausprägungen entwickelt, die sich teilweise ergänzen, aber auch widersprechen. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt dem Abbau der Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern, jedoch auch dem Abbau der Vernachlässigung von als eher weiblich geltenden Denkweisen, Werten und Lebensentwürfen. Feministische Wissenschaftskritik und feministische Forschung in vielen Fachbereichen macht es sich zur Aufgabe, bisherige Ausblendungen weiblicher Geschichte und den Leistungen von Frauen sichtbar zu machen und auf diesen Gebieten nachzuarbeiten.

Ausgerechnet ÖVP-Wirtschaftsminister Bartenstein erklärte kurz nach Regierungsantritt: „Wir brauchen einen neuen Feminismus“ und forderte mehr ganztägige Betreuungsplätze für Kinder. Passiert ist in Österreich noch nicht viel, von einer hochqualitativen flächendeckenden Kinderbetreuung, wie sie in Frankreich oder den skandinavischen Ländern gang und gäbe ist, ist Österreich noch weit entfernt. Und die Väterkarenz wird kaum angenommen.

Veröffentlicht in Leo_S. Schlagworte: . 1 Kommentar »