Eurozentrismus

Eurozentrismus bezeichnet ganz allgemein die Bezogenheit von unterschiedlichen Dingen (wie zB Wissen, Forschung) auf Europa – ohne Beachtung der Entwicklungen im selben Gebiet auf anderen Kontinenten (höchstens noch in Nordamerika). Außereuropäische Kulturkreise werden beruhend auf europäischen Werten und Normen beurteilt – der Eurozentrismus ist die Idee und Praxis der Höherwertigkeit europäischer bzw. westlicher Wertvorstellungen. Es steht also außer Frage, dass sie in rassistischen Überzeugungen wurzelt und die Legitimation zur Unterdrückung und Ausbeutung von nicht europäischen bzw. nicht-westlichen Kulturen und Gesellschaften darstellt. Diese Einstellung findet sich nach wie vor unhinterfragt in vielen Diskursen, Forschungsgebieten etc., zB dem „weißen“ Feminismus. Postkoloniale Debatten kritisieren den Eurozentrismus als Dominanzkultur.

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