Migration

Wanderung, Bewegung. Die Menschengeschichte begleitende und Durchsetzende Praxis von Menschen, Gesellschaften und Kulturen. Völkerwanderung, die großen Wanderungsbewegungen ziehende, wandernde Völker, Sippen und Kulturen. Migration steht seit jeher im Widerspruch zu Territorialansprüchen im Widerspruch zu exklusivem Besitz und Inanspruchnahme von Orten.
Migration ist aber nicht erst heute sehr oft Flucht vor nicht ertragbaren unsicheren, schlechetn Lebensbedingungen und imaginierte bessere Bedingungen anderswo. Migration als Terminus kennt Begriffe wie Push und Pullfaktoren, Faktoren, die vertreiben und welche die anziehen, Attraktiv wirken. Migration widerspricht auch homogenitäts Ideen und Fabtasien und arbeiten gegen kulturelle Eindimensionalität. Nationalstaaten sehen und sahen Migration fast immer als bedrohung, die globalisierte Totalökonomie hebt Migration in den Rang einer gewünschten Mobilität, aber in diesem Sinne ist immer nur die gewünschte Migration, also die Mobilität derer, die lokale Wettbewerbsvorteile versprechen.

Migration hängt aber auch schon seit langem mit Vertreibung, Ergebnis aktiven, sozialen Vertreibens zusammen. Flüchtlinge stellen daher eine spezielle „Kategorie“ von MigrantInnen dar. Wer Flüchtling ist und wer „nur“ WirtschaftsmigrantIn ergibt sich aus Definitionen die aus der Genfer Flüchtlingskonvention stammen. Wer wegen „Rasse“, Ethnizität oder ethnischer bzw, ethnisch maskierter oder argumentierter Verfolgung, wegen Verfolgung aufgrund von Glauben, Geschlecht….. Stichworte: Binnenmigration – Wanderungsbewegungen innerhalb von Regionen oder Ländern / Staaten – , Emigration – Auswanderung, Landflucht, Staatflucht…, Imigration – Einwanderung, Zuwanderung….
Migrationshintergrund – Menschen, die selbst migriert sind oder deren Familien migriert sind….Migrationspolitik, Einwanderungspolitik, Einbürgerung…..
Migrationsforschung: Unter räumlicher Mobilität verstehen Geographen, Ökonomen, Geschichtsund Sozialwissenschaftler jede Positionsveränderung eines Individuums zwischen verschiedenen Einheiten eines räumlichen Systems. Räumliche Mobilität ist unabhängig von der Reichweite der Bewegung (große oder geringe Distanzen) und ihrer Frequenz (einmalig oder regelmäßig, selten oder häufig) definiert.Von einem Wanderungsvorgang oder einer Migration (von lat.: migratio = Wanderung) spricht man erst dann, wenn die Wohnsitzverlegung eines Individuums über eine administrative Grenze hinweg und dauerhaft, jedoch zumindest für einen längeren Zeitraumangelegt ist.*

* http://de.wikipedia.org/wiki/Migrationsforschung

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Medien / Medienkultur / Massenmedien

Ein Medium (lat.: medium = Mitte, Mittelpunkt) ist etwas in der Mitte Befindliches, dazwischen Liegendes; der Plural ist Medien, selten Media*
Medien ein Begriff, der im Singular, Medium schon sehr vielgestaltig ist. Medium ist etwa der Boden, als Nährmedium, als Substanz oder Substrat, das das Leben vermittelt. Medium war auch eine Person, die (ver)mittelt. Medien sind Dinge, die vermitteln, übermitteln transportieren usw. Massenmedien, Zeitungen, Radio, TV, Internet etc… oder das erste Massenmedium Flugblatt / Flugzettel, waren und sind Mittel, die als Werkzeug, denen, die sie aktiv nutzend und verbreitend anwenden dienen. Massenmedien, vermitteln, gesellschaftliche Zugehörigkeit, vermitteln Anteil zu haben am Geschehen an Gesellschaft, vermitteln das Gefühl informiert zu sein….
Massenmedien sind selbst Kultur und schaffen Medienkultur, sowohl im Sinne medial vermittelter Kultur und im Sinne kultivierter Medien mit speziellen Formaten und Ästhetiken. Medienkultur verweist aber auch Kulturarbeit und Kulturformen, und Praxen im Umgang mit Medien. Medien, Fotos, Bilder, Zeitungen, TV, Radio, Bücher………Flugblätter

Medienkultur beschäftigt sich unter anderem mit den Kulturen der Mediennutzung und auch damit,
wie Medien Kultur ändern und beeinflussen. Medien sind Bestandteil von Kulturen, Medien sind
Medien sind Medien – abgekupfert von das von der Text ist der Text ist der Text. Medium / Medien.
Massenmedien – Mittel um Massen an Menschen zu erreichen. Information vermitteln, Vermitteln
im Sinne von Individuen mit den Entscheidungshintergründen auszustatten, die ihnen helfen sich
politisch handelnd zu artikulieren und aktiv zu werden. Massenmedien sind Mittel der
Gelichschaltung und gleichzeitig Mittel zur Widerständigkeit und HüterInnen der Meinungsvielfalt
und gesellschaftlicher Diversität. Zugang zu Medien, Informationen, Möglichkeiten der
Menungsäusserung, auch über Massenmedien sind somit zentrale Bestandteile der fundamentalen
Freiheits- und Menschenrechte.
Medienkult, Medienkultur, Massenmedien sind aber auch Märkte, Marktorientiert und Gegenstand ökonomisch-politischer hegemonialer Interessen. Medien brauchen Medienkultur und Medienkompetenz, bzw. Medialiteracy. Also knowhow, woher, von wem usw… Informationen stammen, welche Teile und Details ausgespart und abgetrennt sind usw… Verknüpfungen zu Informationsgesellschaft, Informationstechnologien, Wissensgesellschatf…..

* http://de.wikipedia.org/wiki/Medium

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Identität(en) – Identifikation

Identität oft verstanden als Eindeutigkeit, Identität auch mit Person und persönlichem Nachweis der Identität von einem/einer Selbst mit der Aktenkundig notierten und gespeicherten Person. Identitätsnachweis. Identität ist immer auch das Ergebnis von Identifikation, von gleichsetzen mit oder auch Ergebnis von Identifizierung. Identifizierung ist das Ergebnis von identifizieren. Identität bedeutet aber auch sich identifizieren mit etwas, etwa mit kultureller Identiät, mit Ethnizität. Identitätsstiftend taucht auch in diesem Begriffsreigen auf, kultur, ethische Herkunft, Religionen usw…. viele kulturelle Konzepte werden als Identitätsstiftend angesehen. Identifikation ist für mich eher der Prozess, mittels dem sich Individuen ident etwa mit Ansichten von Persönlichkeit setzen oder einordnen.
Identitätskonzepte und Identität verweisen für mich aber auch auf das Kulturwesen Mensch und auf die Sozietät des Menschen hin. Identität kann aber auch als versuch angesehen werden mit sich selbst eins sein zu wollen, als Versuch Beständigkeit in den empfundenen steten Wandel zu bringen.  Ganz persönlich geschrieben, habe ich Probleme mit dem Begriff Identität und vor allem mit dem Konzept Identität. Im Plural ginge das schon eher, Identitäten, also Varianten persönlicher Rollen und sozialer Handlungsweisen, die performativ immer wieder wiederholt werden, also Selbstähnlichkeit in Situationen und sozialen Rahmen(bedingungen). Identität als Konzept und speziell Identifikation, etwa mit einem übergeordneten Sozialwesen, gar einer Gemeinschaft oder Volksgemeinschaft, erinnert mich immer an Klone, an klonartiges Sein, an Mensch als Gattungswesen und Antiindividuum.

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Öffentlichkeit

Öffentlichkeit bezeichnet etwa im Griechenland des Aristoteles die Agora, den öffentlich zugänglichen Platz, an dem die Dinge betreffend der Polis, der Stadt (Stadtstaat), der Gemeinschaft der Freien Bürger – Frauen galten bestenfalls als Freie minderen Ranges und waren an der Beratung der Dinge der Polis ausgeschlossen – beraten und verhandelt wurden. Auf der Agora, bestimmten die Freien einen aus ihrer Mitte, der mit der Führung der öffentlichen Geschäfte betraut wurde, ein „Erster unter Gleichen“1
Frei waren aber nur all jene, die frei davon waren sich um den Haushalt, den Oikos, also die Hauswirtschaft, also ums materielle Überleben kümmer zu müssen. Das bedeutete auch, das Delegieren der Verwaltung etwa der Landgüter und des Haushaltes an andere.
Öffentlichkeit <> Haushalt (oikos) waren getrennte unterschiedliche Bereiche. Die Dinge der Öffentlichkeit, die Agenden der Polis hörten im Haushalt auf Wirksamkeit zu haben. Im Haushalt, waren die Besitzer die uneingeschränkten Herrschenden, über die SklavInnen und Arbeitenden. Der Dualismus Öffentlichkeit / Haushalt, zieht sich durch die Rechtsgeschichte bis in die Moderne.

Aber der Begriff Öffentlichkeit hat sich im laufe der Zeit gewandelt.
Schon das römische Forum ist eine andere Öffentlichkeit, als die Griechische Agora, die Reichweite der öffentlichen Dinge, Entscheidungen und Wirkungen war aber ebenso verschieden. Die Agora war Ort der öffentlichen Anliegen der Polis, des Stadtstaates, der Senat und das Forum Romanum, waren die Orte an denen Belange die das gesamte Imperium betrafen verhandelt und beschlossen wurden. Das Forum war schon viel mehr Ort der Repräsentation der Macht und Ort der einseitigen Kommunikation, Direktiven, Verlautbarungen und ähnliches wurden auf dem Forum veröffentlicht. Kontakt mit dem Senat gab es für die BürgerInnen von Rom hingegen nur im Rahmen öffentlicher Audienzen im Senat.
Später ändert sich das Verhältnis zwischen Öffentlichkeit <> Privatheit besonders im Zuge der „bürgerlichen Revolution“ und wahrscheinlich noch stärker mit der Industrialisierung.
Mit der sich entwickelnden bürgerlichen Schicht, und mit dem Aufkommen des positiven Rechts, erfährt die Öffentlichkeit verschiedene, gleichzeitige Veränderungen. Mit dem abgehen vom System des Gewohnheitsrechts und dem enstehen positiver, allgemeiner Rechtssysteme, mit der Schwindenden Macht der absolut Herrschenden Monarchen, entstehen, zwar geschlossene, aber gleichzeitig öffentliche, Zirkel und Clubs, so genannte Gesellschaften, in denen öffentlich Diskutiert wurde und die Anliegen der „Allgemeinheit“ debattiert wurden. Diese bürgerlichen Gesellschaften sind die Grundsteine der bürgerlichen Gesellschaft und deren dualen Denkens von Privatheit und Öffentlichkeit. Die Privatheit erfährt, die Besonderheit dadurch, dass sie die geraubte2, persönliche Sphäre ist, in der der Leviathan3, Staat, das öffentliche, gesellschaftliche Konstrukt und Rechtssystem Staat kaum bis keinen Einfluß hat. Im Privaten gelten die Vorstellungen der Bürger(Innen) das bürgerliche Recht regelt die Handlungen zwischen den Privatpersonen und das öffentliche recht, die Begegnung zwischen Staat und Privatperson.
Zeitgleich kristallisieren sich politische Gesellschaften, Clubs und Parteien heraus, die Privat organisiert, das öffentliche Diskutieren. Schon lange davor hat die Öffentlichkeit, eine starke Veränderung durch den Buchdruck erfahren, der öffentliche Raum wurde ausgedehnt, weil die Verbreitung von Schriften und Verordnungen einfacher wurde, aber auch, weil die Publikation, das Veröffentlichen von Ideen, Gedanken, Thesen etc… durch die technologische Reproduktion vereinfacht worden ist.
Medien haben Öffentlichkeit(en) verändert und geschaffen.
Im Zuge der Industrialisierung ändert sich das Verhältnis zwischen Privat und Öffentlichkeit(en) ein weiteres mal auf dramatische Weise. War zu Beginn des Aufstiegs des Bürgertums, die Produktion von Gütern und Werten nicht alleine in der Öffentlichkeit verortet, so tritt die Privatheit, gegenüber der Öffentlichkeit in den Hintergrund, weil gleichzeitig die Geldwirtschaft mit dem Kapitalismus stark an Bedeutung gewann und die Hauswirtschaft, als Sphäre des häuslich Privaten, in Bezug auf ihren Beitrag zum Auskommen der Menschen ins Hintertreffen geriet. Die Hauswirtschaft wurde zur Subsitenzwirtschaft, und abgewertet, gleichzeitig wurden damit auch die Frauen, die seit Generationen für die Hauswirtschaft zuständig waren, mit abgewertet, während, gleichzeitig die bürgerliche Privatheit zum warmen, kuschelweichen Ort, zur Zuflucht abseits des öffentlichen Jungels stilisiert wurde.
Frauen wurden in die Privatheit gedrängt, in ihr verortet und blieben damit von den öffentlichen

Beratungen über die Politik, über die allgemeinen Anliegen ausgeschlossen. Sowohl über den Weg, dass nur wer Geld verdienete und Steuerzahlende wahlberechtigt waren, als auch darüber, dass Ihr Fehlen in der Öffentlichkeit die Grundlage des Ausschlusses aus der politische Sphäre analog der im alten Griechenland darstellte. Das Fehlen wurde auch als fehlendes Interesse gedeutet und begründete des Ausschluss über die Bedingung von Interesse und Wissen für das Partizipieren an den öffentlichen Entscheidungen.

Stichworte:
Gesellschaften – politische zirkel – Öffentlichkeit(en), obwohl eigentlich private Clubs — bürgerliche Befreiung von Adel und Absolutismus der Monarchien…
Mit Industrialisierung Öffentlichkeit wieder versus Privatheit-..
Zusammenhang mit Gender und Feminismus / Determinismus. Mann öffentliche Sphäre, Geldwirtschaft / Frau privat, häuslich hauswirtschaftliche Sphäre – Subsitenztwirtschaft… versammelte private Leute bilden Publikum Öffentlichkeit Haberermas: Netz- Publikum – Public – Volk…“ res publica“ , Republik öffentliche Politik .. Medien….Staat – Sache der Öffentlichkeit – öffentliche Güter…öffentliche Meinung…. Konstrukt eines „Volkswillens“… Medienkontrolle.. Politik machen..

Öffentlichkeit <–> Zivilgeselschaft:
Hegemonialkämpfe, Verteidigung von Freiheiten, Vergesellschaftungen von Diskursen.. von unten nach oben – „grass roots organisations“ – Selbstorganisation, ziviler Widerstand zweite Regierung… Demokratie außerhalb dem Parlament..

1 Vgl. Hannah Arendt, „Vita Activa“ oder Vom tätigen Leben, S77f, Verlag Piper, München 1981
2 privare = rauben
3 Vgl Thomas Hobbes „Leviathan“ als omnipotenter, alles regelnder Staat, als absoultes Machtmonopol, als genereller Friedenserzeuger, durch absolute Entmachtung der privaten Individuen

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Partizipation

Partizipation (v. lat.: particeps = an etwas teilnehmend; zugehöriges Verb: partizipieren) heißt übersetzt ‘Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung’.* Teilnahme, aktiv, in Soziologie oft Einbindung in Entscheidungs und Willensbildungsprozesse… Teilhaben, Teilnehmen Teilgeben. Aktivität, handelnd, sich einbringen miteinander agieren, Anteil nehmen an Entscheidungen, Verbindung soziales kapital… Habitus.. bringe ich nicht selbstverständlich ein oder nicht – stimme haben…
Ausverhandeln gemeinsam, von für die sie bestimmenden Regeln… Gruppenorganisation… Partizipation <-> Macht.. Macht teilen, Macht geteilt haben…
Verknüpfte Begriffe: politische Partizipation, partizipative Organisationen, partizipative Demokratie, BürgerInnenbeteiligung, Partizipative Pädagogik…
Ein Problem bei der Partizipation ist, dass speziell in den ober genannten Begriffen und deren Ausformulierungen oft auf die Einladung zur Partizipation fokusiert wird, wodurch diejenigen die Partizipieren sollen, erst wieder passive sind, weil eingeladen und weil nicht Sie entscheiden ob Sie partizipieren dürfen, sondern nur ob Sie wollen. Partizipieren wollen aber führt nicht zum Partizipieren können und Partizipieren kennt auch unterschiedliche Bereiche – siehe etwa Begriffe wie Beirat, usw, die schon in der Wortschöpfung offenlegen, dass die Partizipation eingeschränkt ist und nichte mit egalitärer Teilhabe an Entscheidungen zu tun hat…

* http://de.wikipedia.org/wiki/Partizipation

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Gender

„soziales Geschlecht“… quasinatürliche Zuschreibungen von Verhaltensnormen anhand des biologischen Geschlechts, Sexus…
Genderrollen, Rollenzuschreibungen von Weiblichkeit und Männlichkeit… rosa/hellbalau…. wird sozial vermittelt, hängt von Erziehung ab.. Verhältnisse zu Transsexualität, und Transgender…klassisch traditionell dualistisch angelegt, heute multitudinaler…viele Geschlechter (Genders)

Gender Ergebnis von Performance….“doing Gender“ (Judith Butler)
Gender <-> Qualifizierung…
Den Frauenrechtsbewegeungen und dem Feminismus ist auch die Genderdebatte, und die Dekonstruktion des Genderbegriffs zu verdanken. Gender als so genanntes soziales Geschlecht, wie die irreführende Übersetzung im deutschen lautet, besser Gender Roles, also Zuschreibungen, und Zudenkungen, basieren auf dem Sexus und den herrschenden, gesellschaftlichen Erwartungshaltungen und Vorstellungen zu Frauen und Männern. Die Zuschreibungen sind aber Kultur, willkürlich und Macht erhaltende, und Gesellschaft strukturierend. Spezielle, unteschiedliche Behandlung erzeugt die Unterschiedlichen Handlungen und Interessen und zeigen die Normative Macht sowohl der Rollen, als auch der Rolleneinübung.
Weiblichkeit und Männlichkeit sind aber bei weitem nicht einander Ergänzende Fähigkeiten, wenn Sie auf Männer und Frauen verteilt werden, sondern gesellschaftliche Funktionen und normative Identitätsstrukturen. Wenn sie ergänzende Fähigeiten sein sollten, so können sie das nur sein, wenn sie jeweils in einer Person zusammenfinden und dann macht es keinen Sinn sie als männlcih oder weiblich zu bezeichnen.
Judith Butler folgend, machen wir Gender, bzw. wird Gender gemacht, Gender ist Ergebnis performativen Handelns. Butler folgt dabei Michel Foucault und dessen Körperpoltik bzw. dessen Wahrnehmung des Körpers, als Gegenstand, Ort und Instrument von und für Disziplinierung bzw. für Politik.
Aber auch der Sexus, das natürliche / biologische Geschlecht, ist, wie sich zeigt, bzw. wie Menschen zeigen, nicht dual angelegt, sondern vielfältiger, was sich speziell im Bereich von Transsexualität, Transgender und Hermaphroditen zeigt, bzw. bei der schon seit langem vorhandenen Praxis, dass möglichst bald nach der Geburt ein Geschlecht zugewiesen wird. Wie mit Hermaphroditen umgegangen wird, ist aber wiederum eine Frage der Kultur. Bipolar organisierte Kulturen, mit klar ausgeprägten Vorstellungen von Gut und Böse und hohem Grad an Heteronormativität, können Abweichungen nicht akzeptieren, und üben Normierenden Druck aus. Und die ganze Geschichte der Zuschreibungen, Dichtungen und des Herbeischreibens von Geschlechtermerkmalen sind eine bis heute nicht endende Tradition von Machterhaltungsversuchen, speziell, wenn Männer diese Werke vollbringen oder vollbracht haben. Spannend ist dabei, dass immer mit der Natur argumentiert wird, obwohl auf anderen Ebenen, die Natur als Feindin gesehen wird und verändert, bezwungen, in Grenzen gehalten etc… werden muss.

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Feminismus

Bündel, unteschiedlichster, differenter Strategien und Ansätze, die sich gesellschaftskritisch, kulturpolitisch gegen patriarchalische Strukturen, Deutungen und Systeme richten. Ein historischer Ausgagngspunkt ist sicher die Wahlrechtsbewegung und das Aufbegehren von Frauen gegen die Gender-Rollen, die androzentrische Definition von Weiblichkeit und die auf diese gestützten Ungleichbehandlungen von Frauen.
Historisch stark in England und Frankreich verankert, beginnend in der Wahlrechtsbewegung… Heute eine multiudinale Landschaft unterschiedlichster Ansätze… Achsen der Differenz… Genderdekonstruktion….Wissenschaftskritik….
Heute ist der Begriff Feminismus einer breiten Varietät von Feminismen gewichen, was sich aus der Poststrukturalistischen, Postmodernen und Postkolonialitschen Perspektive ergab. Unter Achsen der Differenz etwa, wird verstanden, das Feminismen unterschiedliche Ansätze für unterschiedliche Einbettungen Gender und Sexus basierter Ungleichbehandlung in unterschiedliche andere Ungleichheiten fördernde und bedingende Systeme, wie Rassismus, Klassenungerechtigkeit etc. bieten und bieten müssen. Was neben den Achsen der Differenz* aber bestehen bleibt, ist, dass Frauen aufstehen und ihre gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Rollen etc in die Hände nehmen, und, dass es keine Universalansätze gibt, die global wirksam sein können. Feminismus, Gender- und Sexuskritik haben auch in alle Wissenschafts – und Kulturbereiche Einzug gefunden. All diese Bereiche sind nach wie vor wegen der nach wie vor borhandenen Genderbasierten und Sexusbasierten Ungleichbehandlungen Orte, Bühnen und Arenen der hegemonialen Kämpfe bezogen auf Gender und Sexus bzw. deren Bedeutungen und Ankäpfen gegen Hetereonormativität und Biploares Gender und Sexusdenken.

* Interessantes kleines Buch herausgegeben von Gudrun Axeli Knapp und Angelika Wetterer

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Politische Kulturarbeit

Alles ist politisch, also ist jede Kulturarbeit, egal ob intendiert oder nicht, gleichzeitig politische Kulturarbeit. Kulturarbeit betrifft die Öffentlichkeit, also das Politische und somit kann Kulturarbeit nicht unpolitisch sein. Kulturarbeit ist nicht Kunst, kann zwar Kunst sein, Kunst praktizieren ist aber nicht mit Kulturarbeit ident. Kulturarbeit, die gesellschaftskritische Ansätze, Kulturkritik, Kritik an Machtausübung, Machtsystemen, Machtverteilung transportiert, zivilgesellschaftlich aktiv wird und gesellschaftliche Änderungen anstrebt, provoziert ist politische Kulturarbeit. Politische Kulturarbeit ist nicht a priori Gut! Kultur ist das auch nicht! Kulturarbeit ist Arbeit im Sinne des Herstellens des Sozialen, ist Arbeit, weil Kultur nicht ist, sondern entsteht, aus Handlungen, Performance bzw. performativer Wiederholung von sozialen ud symbolischen Akten, bzw. Aktivitäten. Beeinhaltet auch Medienarbeit, Medienkompetenz, freie Medien schaffen, werbefreie Medien schaffen…. Räume besetzen und definieren, Reclaiming the Streets, unischbare Grenzen und Normen durch performative Interventionen sichtbar machen bzw. vorher selbst spüren…

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Kulturpolitik

:Eine Konnotation davon ist für mich Handeln des Staates im Bereich der Kunst das aber hängt mit den theoretischen Konzepten von Politik und Kultur zusammen, was KP ist. Bildung, Kunst/Kultur, Religion, Medien, rechtliche Rahmensetzungen für Kulturbetrieb, Brauchtum, histor-trad Kultur.. Schaffen einer ideologisch-nationalen Klammer…Aufrechterhaltung dieser Klammer, Tourismuswerbung, Machterhalt. Salzburger Nockerl, Linzer Torte, Fiaker, Mozartismus, Anlassgesetgebungen á la Fahnen auf Autos während der Fussball EM…. – Ein echter Wiener geht nicht unter….
Moraksche Kulturpolitik, Kultur zum Gegenstand von Managment machen, Sponsoring, Linz 09, nette Projekte, Intendanten, Initiative Kulturarbeit setzt auch auf dieser Ebene an und setzt sich für größeren weitergehenden Pluralismus und Vielfalt ein. Ist an gesellschaftlicher Weiterentwicklung interessiert, fasst Kultur und Kulturpolitik weiter auf, denn als Kulturverwaltung und Bewahrung von vorhandenem. Kulturpolitik bezeichnet in einem engeren Verständnis alles Handeln eines Staates im Bereich der Kunst (bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik, Literatur). In einem weiteren Verständnis umfasst Kulturpolitik jegliche Form gesellschaftlicher Beziehungen.Eine exakte Definition der Kulturpolitik hängt von den jeweils zugrundliegenden theoretischen Konzepten von Kultur und Politik ab.*

* Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturpolitik

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Repräsentationskultur

Vortäuschung, Vorgeben, Präsentation von nicht direkt wahrnehmbaren, von Komplexem, von nicht existierendem, Konstruktion von Identität, von etwas woran Mensch Teil haben kann soll, Mittel zur kulturell existenziellen Überhöhung von Individuen, Strukturen, Institutionen, Konstruktionen…. Architektur, Herrschaftsarchitektur, politische Systeme, parlamentarische / indirekte / repräsentative
Demokratie, Delegation….
Simulation Simulakrum*, Täuschung Gleichschaltung, Beherrschung, Machtausübung, Ordnung Platz zu/anweisen….
Konstruktion überindividueller Identitäten, Schaffung dessen womit ich/du/er/sie sich ident setzen kann / soll / tut. Nationale, Ethnische Regionale….. Identitäten kollektivierende Systeme.
Vorspiegelung überindividueller, meist nicht wählbarer Ordnungs und Sammlungssysteme, die zu, den politischen HaupakteurInnen zählen bzw. sich aufschwingen und stilisieren.
Im positiven aber auch denkbar als diskursiv aus Praxen der Auseinandersetzung hervorgehende – reflektiert angewendete Selbstinszenierungen als folge konkreter praktischer initiativer Kulturarbeit.
Etwa repräsentatives ausdrücken von Andersheit durch konsequente Anwendung gemeinsam / kollektiv gewonnener Herangehensweisen – Organisation von Euromayday oder G8 Kritik….. Die Mähr vom Repräsentiert sein in der Mächtigkeit des Ganzen, des Staates, der Gemeinschaft etc. ist auch Legitimationsversuch bzw. legitimierendes Argument für die Ausgaben und Verschwendungen für Repräsenationsbauten, usw.

* Angelehnt an Baudrillard – vgl. Z.B.: Agonie des Realen

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Spektakelkultur / Eventkultur

Brot und Spiele – Give the People what they think they want – Organisiertes Chaos/Pseudoanarchie à la Fasching/Fasnacht/Karneval – Liturgie – Kulte religiöser/nationaler/ethnischer Ausrichtung und Zielsetzung, ……
Werbung, Marketing, Festivals Großveranstaltungen…Hype… Inszenierung… Spektakel -Spektakulär, es zahlt sich aus hinzuschauen hinzugucken einen Blick zu riskieren. Es zieht Blicke auf sich…ist laut, aufdringlich.
Inszenierung, Intention, multifunktional….
Spitzensport – Popnarkotic – top10 – „Stadl“ – Fernsehen – Kronefest / Festspiele…Brot und Spiele, Herstellung eines Scheins, einer scheineinigkeit, einer Scheingemeinschaft….
Meine Theoretischen Hintergründe dazu: Michel Foucault, Pierre Bourdieu, Gui Debord, Situationisten…Thureau Dangin

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Initiative Kulturarbeit – Vier in einem!!

1.1Initiative:
Aktiv: Ergebnis von initiieren1, Initiative setzen – neues aktiv angehen, etwas anstoßen – Initiative – Menschen die gemeinsam etwas angehen, umsetzen, etc.. wollen . Etwa Kulturinitiative, …. Etwas hineinbringen etwas einführen, abstoßen…. wie in Initiationsritus. Passiv, initiiert werden, eingeführt, aufgenommen werden, das geschieht mit den Adepten, mit den Neuen, die Initiative geht dann von anderen aus.2 Einbringen von etwas, etwas starten, siehe Initiativantrag

1.2. Kultur:
Deutungshintergrund, Ergebnis von menschlichen Handlungen, Kultur als Rahmen menschlichen Handelns, Interpretationsrahmen etc… und gleichzeitig Ergebnis von Handlungen und Interpretationen etc…Kultur umgibt uns Kultur schaffen wir immer und überall. Kultur ist und wird gemacht, darin einzugreifen ist Arbeit. Kultur – als Boden (vgl Bodenkultur – Kultur als Ergebnis von Kultivieren, – Arbeit des Kultivierens, – pflegen, nähren, hegen auswählen, verarbeiten, beeinflussen von Pflanzen etc..).
Kultur ist auch oft als Bindestrichwort zu finden, Alltagskultur, Esskultur, Hochkultur, Subkultur, Landeskultur, Leitkultur, Unkultur… Kulturformen, Kulturtechniken, Kulturarbeit, Kulturbanause, Kulturpolitik,….Kulturförderung….Bakterienkultur, Joghurtkultur,….
Kultur als Gegensatz zur Natur, Kultur als das Menschen gemachte Natur das vorhandene,
gegebene…etc.
Es gibt aber auch Deutungen des Begriffs Kultur, wie etwa die von Max Weber, der u.a. auch Clifford Geertz anhängt: Kultur sind die von Menschen gemachten Sinngewebe, die den Handlungen Sinn geben, diese deutbar machen und Verstehen erst ermöglichen. In diesen immer schon vorhandenen Sinngeweben handeln wir, orientieren wir uns und verändern dies gleichzeitig und immer wieder. Kultur ist somit immer im Wandel und gleichzeitig Raster und Landkarte. Kultur, Kultivieren und Kulturarbeit sind aber in diesem Sinne, Natur des Menschen, im Sinne sie gehören zum Mensch sein dazu.3
Kultur in einem unreflektierten Sinne und in krassem Gegensatz zur Natur gesehen, ist aber auch eine Unterscheidungsmarke, weil Identifikationsmittel. Die Wir-Kultur versus die Sie-Kultur, dieses Paar durchzieht die Geschichte(n) mit dem Ergebnis von Identitäten, die sich wechselseitig durch gegenseitige Abwertung und Selbstaufwertung stützen und viele Kriege wenn nicht hervorgerufen, so doch plausibilisiert haben. Siehe Versklavung, Holocaust,….
Meine Theoretischen Hintergründe dazu: Max Weber, Clifford Geertz, Steven Hoggart, Pierre Bourdieu, Gui Debord, Situationisten … Thureau Dangin, Bob Black, …..

1.3. Arbeit:
Hat Zusammenhang mit Tätig sein. Arbeit etwa im Sinne von Hannah Arendt4 ist unausweichlich, fixer Bestandteil menschlicher Existenz, Arbeit ist Stoffwechsel und bedingt sich aus der Notwendigkeit Stoffe zu wechseln / wandeln um menschlichen Körper und menschliches Leben zu schaffen und zu erhalten. Arbeit ist somit Natur des Menschen, Arbeit ist Mühsal und zugleich das wonach Körperlichkeit strebt.
Arbeit ist „vorgesellschaftlich“ gedacht, der Zwang der von der Natur im Sinne der Umwelt und vom Körper und dessen Bedürfnissen ausgeht. Arbeit gesellschaftlich betrachtet ist immer Festlegung wieviel an welcher Arbeit von wem getan wird / werden soll bzw. muss.
Arbeit ist Zwangsarbeit, oder wie es im Englischen heißt forced labour oder wie es sich im franz. Travaille ausdrückt aufgezwungen Arbeit bzw. Strafe. Die Strafe der Arbeit drückt sich besonders bei den Monotheistische Religionen aus, Arbeit ist die Strafe für die Verweigerung des absoluten
Gehorsams und für die Neugier.
Arbeit bleibt Strafe, wenn die Verteilung der geschaffenen Güter und des produzierten (Mehr) Wertes ungleich und raubend von statten geht. Das aber durchzieht die Geschichte von der Sklavenhaltergesellschaft, bis heute, die Argumentationen und Systeme der Ausbeutung haben sich gewandelt, nicht aber das Prinzip der ungleichen Abschöpfung.
Die gedankliche Verdammung der Arbeit, die Fantasie der Arbeitslosen Gesellschaft, hängt mit der Verknüpfung von nicht arbeiten müssen, frei von Arbeit sein und Macht haben, an gesellschaftlichen Entscheidungen Teil zu haben, zusammen. In Griechenland waren diejenigen Frei, die frei waren von der Notwendigkeit selbst arbeiten zu müssen, weil Sie die Arbeit anderen aufzwingen konnten.
Diese waren unfrei und jeglicher Partizipation an der Öffentlichkeit ausgeschlossen. Auch wenn sich das bis heute in Schritten geändert hat, wenn heute die Arbeitenden nicht mehr per Definition ausgeschlossen sind, so hindert doch die Schwierigkeit, die Vita Aktiva5 neben dem Animal Laborans6 zu entwickeln die Arbeitenden nach wie vor an der Partizipation am Öffentlichen. Meine Theoretischen Hintergründe dazu: Michel Foucault, Pierre Bourdieu, Hannah Arendt, Bob Black, Thureau Dangin, Charles Fourier, Adam Smith, Karl Marx…..

1.4. intiative Kulturarbeit:
Aktive, reflektierte bewusste Handlungen, die auf Veränderung, Schaffung und Beeinflussung von Kultur hinarbeiten. Arbeit deshalb, weil damit dem Genius, und auch der bürgerlichen Dualität von schöpferischem Geist versus (be)arbeitender Hand entgegengewirkt wird. Abgrenzung zu Kulturmanagment Abgrenzung zu Kultur als autopoietischem selbst entstehenden Etwas.

Initiative Kulturarbeit persönlicher reflektiert:
darunter stelle ich mir Arbeit verschiedenster Art vor, die bestehende, wahrgenommene, theoretisierte, gefühlte, empfundene, kosntruierte Kultur beeinflussen, verändern, herausfordern, eingrenzen, u.ä. will.

Aber auch Arbeit, an neuen Kulturformen, die sich nicht vordergründig aus reflexiver Arbeit oder gegen etwas begründet und erfüllt, sondern Ausdruck von Lebensweisen, Lebensideen, Ausdruck gemeinsamen Seins und sein wollens ist. Klar ist auch das weil eben in Kultur / Kulturräume, Kultur als netz von Beziehungen, Deutungsmustern etc eingewoben nie nonreflexiv. Kulturarbeit besonders Initiative Kulturarbeit würde aich aber auch an der Schnittstelle zwischen vorgefundener, imaginierter, aufgesetzter, tradierter zelebrierter Kultur und dem was daran nicht gefällt, was abgeht (Mangel) was einschränkt etc. sehen.
Initiative Kulturarbeit bedeutet für mich nicht von vorneherein Innovation, eher Reflexion bei gleichzeitiger Imagination von Möglichen Versionen von Zukunft.
Initiative Kulturarbeit steht für mich immer in einem Spannungsfeld mit anderen Begriffen die Kultur als Wortteil verwenden und wndet bzw. wirkt als gegenmittel gegen die folgenden – Kulturen. Z.B.: Spektakelkultur, Eventkultur Repräsentationskultur, Hochkultur, Volkskultur, Landeskultur,
traditioneller Kultur, Nationalkultur….Wirtschaftskultur
Initiative Kulturarbeit bedeutet für mich aber auch aktiv Teil nehmen am Kampf um Deutungsmacht, sich einbringen in Produktion des jetzt, alltäglich, widersprechend, kreativ schaffend sein, Raum greifen, sich einbringen, Platz greifen / schaffen….
Initiative Kulturarbeit ist aber in diesem Sinne auch Arbeit weil den/Körper in der Gesamtheit mit allen Organen nutzend und verbrauchend Stoffe wandelnd, sowohl immaterielle Stoffe als auch materielle. Initiative Kulturarbeit ist für mich somit die „eigentliche“ Kulturarbeit, weil ich mir rein theoretisierende Kulturarbeit nicht einmal als Konstrukt vorstellen kann, bestenfalls als Bild im Kopf, was dann etwa im Arendtschen Sinne eben keine Arbeit wäre, weil nicht stofflich. . Blablkabla – ja so ist das mit dem Hirn, das vor sich hin brabbeltz und das auch noch schneller als die Fingerchen, die fleissigen ArbeiterInnen dem nachkönnen.
Initiative Kulturarbeit ist also auch immer Kritik an den Überbauten, an den ausgrenzenden Burgen und Verschanzungen intellektueller, habitueller Macht / Ort / Bedeutung zuweisenden Strukturen,
die dann selbst wieder als Kultur bezeichnet werden. Kulturarbeit spezielle initiative bedeutet für mich auch Kultur als etwas ewig plastisches, formbares anzusehen und somit auch beleiben zu lassen.
Gleichzeitig stellt für mich die Wortschöpfung auch eine Abgrenzung dar, die einen Deutungs- Identifikations- und Orientierungsraum dar- und zur Verfügung stellt.
Kulturarbeit ist dann ein bewusst, Strukturen und Machtkonstellationen bedenkendes, gegen diese Angehendes handeln mit noch nicht näher definierten Mitteln und Wegen. Initiative Kulturarbeit würde für mich bedeuten, politisches, künstlerisches, allgemein soziales, alltägliches Handeln in Reflexion wahrgenommener Bindestrichkulturen zu setzen. Anders gesagt, initiative Kulturarbeit ist dann politisches Handeln, das sich nicht in den seitens politischer Kultur und politischer Wissenschaft zur Verfügung gestellten Mitteln und Ausdrucksformen erschöpft. Eventkultur, Spektakelkultur: sind Begriffe, die zum einen nach Neusprech klingen und andererseits kulturelle Strategien darstellen, die schon seit langem der kulturellen Inszenierung von Macht, Zugehörigkeit, Identitätsgense und Vergemeinschaftung dienen. Beide haben Zielsetzung und Strategien die die Erreichung der Zielsetzungen garantieren sollen. Sie sind für mich Teile der Repräsentationskultur, wenn auch nicht ident mit dieser. Repräsentatiosnkultur, nutzt beides aber auch noch viele andere Kulturtechniken und Inszenierungstechniken und Instrumente. Repräsentationskultur inszeniert auch die Repräsentation der so genannten einfachen, kleinen Leute,  die sich selbst aufwerten im Sinne dass sie anteilig an der Größe der übergeordneten, Gemeinschaft, Volksgemeinschaft etc.. und gleichzeitig (Re)präsentiert und reproduziert sich mit verschiedensten Formen der Repräsentation die Macht derer, die sie Inszenieren. Die „Große Männer“ Fantasie, Monarchien, Reiche, haben große Teile der Produktion und der Produktivleistungen und Produktivkräfte in die Inszenierung ihrer Großmächtigkeit und in sublimierten, kühlen Krieg um Superiorität der Nation, des Landes usw. verschwendet. Ringstraße, Burgen, Schlösser künden davon genauso, wie jüngere und heutige Kubikmeterbeton – Architektur, Prestigeprojekte etc, Symbolische Gesten der „großen“ Art, Linz 09, Kulturhauptstädte Europas….

1 Als Initiative (von lat. initium, Anfang) bezeichnet man den Anstoß zu einer Handlung oder den ersten Schritt zu eben dieser Handlung. Man kann in diesem Sinne die Initiative ergreifen oder aber die Initiative jemand anderem überlassen. Weiter gefasst wird der Begriff Initiative auch benutzt, um die Fähigkeit einer Person, aus eigenem Antrieb zu handeln, Entscheidungen zu fällen oder Unternehmungsgeist an den Tag zu legen, zu bezeichnen. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Initiative
2 Initiation bezeichnet die Einführung eines Außenstehenden (eines Anwärters) in eine Gemeinschaft oder seinen Aufstieg in einen anderen persönlichen Seinszustand, z. B. vom Kind zum Mann, vom Novizen zum Priester oder vom Laien zum Schamanen. Der Hauptfall der Initiation ist die Pubertäts- und Stammesinitiation der Stammesgesellschaft und die daraus hervorgegangene Initiation der antiken Mysterienkulte. Sie gehört also im Wesentlichen zu einer archaischen Vergangenheit. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Initiation
3 Clifford Geertz, “Dichte Beschreibung – Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme”, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M.,4. Aufl. 1995, S 9
4 Hannah Arendt, „Vita Activa“ oder Vom tätigen Leben, S77f, S 333, Verlag Piper, München 1981
5 Vita Activa, das aktive, Leben des Tätig seins, selbstbestimmt und auf Lust bzw Gesellschaft… bezogen – Vgl. Hannah Arendt – Vita Activa
6 Animal Laborans, die von Natur aus Notwendige Arbeit, die der Körper samt Stoffwechsel dem Menschen aufzwingt, Ernähren, Ausscheiden… Vgl. Hannah Arendt, „Vita Activa“ oder Vom tätigen Leben, S77f, Verlag Piper, München 1981