Repräsentationskultur

Die Vergegenwärtigung und Repräsentation von Geschichte gehört zu den erprobten Methoden der kollektiven Identitätsbildung. Mit Hilfe von Jubiläen, Gedenktagen und materiellen Erinnerungszeichen wie Denkmälern oder Bauwerken wird die Vergangenheit inszeniert, um bestehende institutionelle Ordnungssysteme zu stabilisieren und Zukunftsfähigkeit zu suggerieren.

Der Bürgermeister blickt staatstragend von Plakaten, Bauwerke und einige Farbstriche suggerieren Modernität und ein offenes kulturelles Image.
Der damit einhergehende Personenkult dieser Darstellungen erinnert doch sehr an vergangene
Zeiten in denen Herrscher von Palästen der Republik lächelten.

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Avantgarde

Die Bezeichnung Avantgarde, ein ursprünglich militärischer Begriff, stammt aus dem Französischen und bedeutet ‘Vorhut’. Avantgardistische Schriftsteller traten mit einem progressiven Programm und mit ihren Werken inhaltlich und formal in Opposition zu bestehenden literarischen Strömungen. Als avantgardistische Bewegungen verstanden sich der Futurismus, der Dadaismus und der Surrealismus. Die Künstler der Avantgarde streben in ihrem Werk nach größerer Autonomie der Darstellungsformen. Dies führt oft zu abstrakter Kunst ohne erkennbare Gegenstände, aber mit einem in Manifesten festgelegten theoretischen
Inhalt. Typisch für die Avantgarde ist der Bruch mit der Vergangenheit und den herrschenden Ideen in der Kunst ihrer Zeit sowie die kämpferische Art, mit der sie ihre Kunst als einzige „Wahrheit“ propagieren. Originalität ist besonders wichtig.
Der Dadaismus entstand 1916 in Zürich als Synthese aus futuristischen und expressionistischen Elementen. Mit dem Begriff Dada, das einem kindlichen Ausdruck gleicht, wollte man sich gegen alles abgrenzen, wie z.B. geschlossene Werke, Bürgerlichkeit und klassische Weltbilder. Dada sollte Ausdruck einer Antikunst und Protesthaltung sein. Fast jede Bewegung der Moderne und Postmoderne gehörte in ihrer Zeit zur Avantgarde, so Naturalismus, Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus, Nouveau Roman, konkrete Poesie,
absurdes Theater und Computerliteratur.

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Volkskultur

Volkskultur, um die Wende zum 20. Jahrhundert zur Abgrenzung von der „Hochkultur“ entstandener Begriff zur Bezeichnung einer regional verankerten, sozial vor allem an die Mittel- und Unterschicht gebundenen, vorindustriellen, vorwiegend bäuerlichen und handwerklichen Kulturform, die besonders in der symbolgeladenen Festtagskultur ihren Ausdruck findet: vielfältige Formen ursprünglich barocker Frömmigkeit und Wallfahrt, landschaftsgebundene Trachten, regionale Hofformen, der spezifische Gebrauch bestimmter Nahrungsmittel, überliefertes Wissen aus der Volksmedizin, weiters künstlerische Richtungen (Volkskunst, Bauernmöbel, Hinterglasmalerei), mündlich tradierte Kommunikations- und Geselligkeitsformen (Märchen, Sagen, Volksmusik, Volkslied, Volkstanz) sowie Bräuche, die im Leben und im Jahreslauf ihren Platz haben.
Früher wurden germanische Ursprünge angenommen, neuere Studien zeigten den starken Einfluss von Kirchen und Klöstern des Barock sowie die Bedeutung obrigkeitlicher Reglementierung (Kleider- und Bauordnung). Weiters führten der Buchdruck, der Vertrieb von Druckwerken und städtische Vorbilder zu Neuerungen in der ländlichen Volkskultur (zum Beispiel Christbaum), seit dem 19. Jahrhundert beeinflusst der Fremdenverkehr die Volkskultur. Die bürgerliche Ansicht, das städtisch-industrielle Leben führe zum Untergang der Volkskultur, brachte ab der Wende zum 20. Jahrhundert eine verstärkte Pflege der Volkskultur, die Volkskunde entstand. Heute versteht man Volkskultur auch als Teil der städtischen Alltagskultur.
Die Förderung der Volkskultur ist in Österreich Angelegenheit der Bundesländer. Auf nationaler Ebene werden die Anliegen der organisierten Volkskultur von dem 1984 gegründeten „Forum Volkskultur“ vertreten, das 9 Bundesverbände zusammenfasst: Bund der Österreichischen Trachten- und Heimatverbände, Bundesarbeitsgemeinschaft „Österreichischer Volkstanz“, Österreichischer Arbeiter-Sängerbund, Österreichischer Blasmusikverband, Österreichischer Bundesverband für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater, Österreichischer Sängerbund, Österreichisches Volksliedwerk, Verband der Arbeiter-Musikvereine Österreichs, Verband Österreichischer Bildungswerke. In den Bundesländern ersetzen Volkskulturinstitutionen zunehmend die traditionelle Heimatpflege: in Oberösterreich wurde 1991 ein „Institut für Volkskultur“, in Salzburg 1993 ein „Referat Salzburger Volkskultur“, in Tirol mit Unterstützung des Landes 1993 ein „Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung“ gegründet. Daneben existieren mehrere Initiativen
auch in den Städten.

Anmerkung:
Kürzlich war ich eher unfreiwillig beim „Maibaumaufstellen“ in einem kleinen Dorf dabei, mit Unterstützung des frenetisch jubelnden Publikums und reichlich fließendem Alkohol, rammten die Jünglinge der Dorfgemeinschaft den Pfahl innerhalb von eineinhalb Stunden in Mutter Erde.

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Migration und Fußball

Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt verlassen ihre Heimat, um ihren Lebensmittelpunkt an einen anderen Ort zu verlegen. Mehr als 150 Millionen Menschen weltweit leben als Migranten in einem Staat, der nicht ihre ursprüngliche Heimat ist. Dies entspricht etwa der doppelten Bevölkerungszahl der Bundesrepublik. Internationale Migration geht aus von Menschen, die ihre Familien zusammenbringen möchten, von hoch ebenso wie niedrig qualifizierten Arbeitsmigranten sowie von Asylbewerbern und anderen Flüchtlingen. Einige wollen nur für kurze Zeit an einem fremden Ort bleiben, andere für mehrere Jahre oder gar den Rest ihres Lebens. Staaten haben immer wieder versucht, Migration durch Gesetze zu steuern.
Anlässlich der Fussball-Europameisterschaft die heuer in der Schweiz und Österreich stattfand habe ich mich etwas näher mit der Thematik Migration und Fußball auseinandergesetzt.
Fußball und Migration sind nicht zu trennen. Das Spiel wurde von den Briten in die ganze Welt getragen, bzw. von Menschen die nach England gegangen und dann wieder nach Hause zurückgekehrt sind.
Migranten werden im Sport martialisch Legionäre genannt. Seit Jahrzehnten prägen sie den österreichischen Fußball mit, genauso wie österreichische Kicker im Ausland Karriere gemacht haben, hier seien nur Krankl, Prohaska oder Polster erwähnt. Seit 1945 haben über 1100 Spieler nicht-österreichischer Herkunft in der höchsten österreichischen Spielklasse gekickt.
Insgesamt sind die Forscher auf über 1.100 Spieler nicht-österreichischer Herkunft gestoßen, die seit 1945 auf den Plätzen der heimischen Bundesliga (früher auch Staatsliga oder Nationalliga genannt)spielten.
Der Anteil der Legionäre entsprach lange Zeit ungefähr dem Prozentsatz von Migranten in der Gesamtbevölkerung, ehe er sich durch liberalere Zugangsregeln zum Arbeitsmarkt („Bosman- Urteil“) noch erhöhte.
Und auch Ausländerfeindlichkeit ist auf den Rängen der Stadien leider noch immer ein Thema, besonders die hartgesottenen Fans, die „Ultras“ fallen immer wieder durch rassistische Äußerungen auf. Zwar sind die Zeiten als z.B. der ehemalige LASK-Star Carlos Lima alias Chico, das brasilianische Fußballwunder, der 1963 zum LASK kam,1965 mit den Schwarzweißen Meister wurde, ganz offen auch in den Medien als Murli oder Negerl bezeichnet wurden vorbei, aber gerade bei Niederlagen werden Fußballmigranten gerne als Sündenböcke hingestellt. Gerade die Leistungen der großen europäischen Clubmannschaften wären heute ohne Fußballlegionäre undenkbar.

Quelle: Legionäre am Ball, Barbara Liegl und Georg Spitaler, Braumüller – Verlag 2008

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Massenmedien

Sammelbezeichnung für alle Kommunikationsprozesse, die sich öffentlich und allgemein zugänglich über technische Übertragungsmittel meist einseitig an ein weit verstreutes anonymes Publikum richten.
Zu den Massenmedien zählen neben Printmedien (z. B. Zeitung, Zeitschrift, Buch), auditiven Medien (z. B. Radio, CD) und audiovisuellen Medien (z. B. Fernsehen, Videokassette, DVD) auch die multimedialen und interaktiven Medien (vor allem Internet). In modernen Gesellschaften gehören Massenmedien zum Alltagsleben, sie sind Hauptquelle für politische und gesellschaftliche Informationen, haben neben Bildungs- vor allem Unterhaltungsfunktion. Massenmedien können zur Manipulation und Propaganda missbraucht werden. Der technische Fortschritt im Bereich der Massenmedien veränderte ab Mitte des 20. Jahrhunderts das Freizeitverhalten der Menschen, das bis heute besonders durch das Fernsehen bestimmt wird. Daneben haben aber Hörfunk, Zeitung und Buch immer noch einen hohen Stellenwert

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Arbeit

Arbeit ist zielgerichtete, planmäßige und bewusste menschliche Tätigkeit, die unter Einsatz
physischer, psychischer und mentaler (geistiger) Fähigkeiten und Fertigkeiten erfolgt.*

*Klaus Lankenau: Arbeit. In: Bernhard Schäfers (Hrsg.), Grundbegriffe der Soziologie. S. 24-28. Opladen: Leske

+ Budrich 1986
Hier eine kleine Spielerei mit dem Wort „Arbeit“:

arbeiten, Arbeiter, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Arbeitsablauf, arbeitsam, Arbeitsamt, Arbeitsangebot, Arbeitsantritt, Arbeitsanweisung, Arbeitsanzug, Arbeitsatmosphäre, Arbeitsauffassung, Arbeitsauftrag, Arbeitsaufwand, Arbeitsausfall, Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastung, Arbeitsbereich, Arbeitsbeschaffung, Arbeitsbescheinigung, Arbeitsbesuch, Arbeitsbewertung, Arbeitsbiene, Arbeitsblatt, Arbeitsbühne, Arbeitsdienst, Arbeitsdisziplin, Arbeitseifer, Arbeitseinkommen, Arbeitseinsparung, Arbeitseinstellung, Arbeitsemigrant, Arbeitsentfremdung, Arbeitserlaubnis, Arbeitserleichterung, Arbeitsersparnis, Arbeitsessen,
Arbeitsethos, arbeitsfähig, Arbeitsfeld, Arbeitsfieber, Arbeitsfläche, arbeitsfrei, Arbeitsfrieden, Arbeitsgang, Arbeitsgebiet, Arbeitsgedächtnis, Arbeitsgemeinschaft, Arbeitsgenehmigung, Arbeitsgerät, Arbeitsgericht, Arbeitsgesetz, Arbeitsgrundlage, Arbeitsgruppe, Arbeitsheft, Arbeitshilfe, Arbeitshose, Arbeitshygiene, Arbeitshypothese, Arbeitsimmigrant, arbeitsintensiv, Arbeitskampf, Arbeitskittel, Arbeitskleidung, Arbeitsklima, Arbeitskluft, Arbeitskollege, Arbeitskosten, Arbeitskraft, Arbeitskreis, Arbeitslager, Arbeitsleben, Arbeitsleistung, Arbeitslohn, arbeitslos, Arbeitslose, Arbeitsloser, Arbeitsmangel, Arbeitsmarkt, Arbeitsmaschine, Arbeitsmaterial, Arbeitsmedizin, Arbeitsminister, Arbeitsmodell, Arbeitsmöglichkeit, Arbeitsmoral, Arbeitsmotivation, Arbeitsnachweis, Arbeitsniederlegung, Arbeitsnorm, Arbeitsordnung, Arbeitspapier, Arbeitspause, Arbeitspensum, Arbeitspferd, Arbeitsplan, Arbeitsplatte, Arbeitsplatz,
Arbeitsprobe, Arbeitsprogramm, Arbeitsprozess, Arbeitspsychologe, Arbeitsraum, Arbeitsrecht, arbeitsreich, Arbeitsreserve, arbeitsscheu, Arbeitsscheu, Arbeitsschutz, Arbeitssieg, Arbeitssitzung, Arbeitssklave, arbeitssparend, Arbeitsspeicher, Arbeitsstab, Arbeitsstätte, Arbeitsstelle, Arbeitsstreit, Arbeitsstudie, Arbeitsstunden, Arbeitssuche, Arbeitssucht, Arbeitssüchtig, Arbeitstag, Arbeitstakt, arbeitsteilig, Arbeitsteilung, Arbeitstherapie, Arbeitstier, Arbeitstitel, arbeitsunfähig, Arbeitsunfall, arbeitsunwillig, Arbeitsurlaub, Arbeitsverfahren, Arbeitsverhältnis, Arbeitsverlust, Arbeitsvermittler, Arbeitsvermittlung, Arbeitsvertrag, Arbeitsverweigerung, Arbeitsvorgang, Arbeitsvorlage, Arbeitsweise, Arbeitswelt arbeitswillig, Arbeitswissenschaft, Arbeitswoche, Arbeitswochenende, Arbeitswut, arbeitswütig, Arbeitszeit, Arbeitszeug, Arbeitszeugnis, Arbeitszimmer, Arbeitszufriedenheit

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Grundeinkommen

Ich möchte hier gar nicht auf das österreichische Modell der Grundsicherung eingehen, das mit einem Grundeinkommen gar nichts gemein hat, sondern nur eine anderer Name für die gute, alte Sozialhilfe ist.
Näher auseinandersetzen möchte ich mich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Es ist ein sozialökonomisches Modell, in dem jeder Bürger vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden Bürger gleiche finanzielle Zuwendung (Transferleistung) erhält, deren Höhe zur Existenzsicherung ausreicht und für die keine Gegenleistung erbracht werden muss. Von verschiedenen Modellen möchte ich jenes von Götz Werner*, dem Gründer der Drogeriemarktkette „dm“ näher erläutern.
Die grundsätzliche Idee geht davon aus, dass letztlich ein Käufer (Konsument) die Kosten für das Produkt bezahlt. Deshalb schlägt Götz Werner vor, die heute bestehenden Steuern in einer Konsumsteuer zusammenzulegen und einen Teil daraus zur Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommen zu verwenden.
Arbeit ließe sich damit komplett von der Einkommensteuer befreien und als Netto-Betrag auszahlen, zuzüglich eines Grundeinkommens durch den Staat. Waren und Dienstleistungen (die wenig bis keine Betriebskosten verursachen), würden sich nicht verteuern, weil die bisherigen Steuern in einer einzigen Steuer aufgingen. Außerdem ändere sich auch nichts an den Unternehmensgewinnen. Götz Werner geht davon aus, dass sich durch die Rationalisierung und Automatisierung in den Produktionsprozessen nie wieder Vollbeschäftigung erreichen lässt. Neben realer Arbeitslosigkeit sei wegen des Beschäftigungszwangs zudem „virtuelle“ Arbeit üblich geworden. Das paradoxe Ergebnis sei die Vergrößerung der Armut durch Arbeitslosigkeit bei gleichzeitig immer größer werdender Produktivität und einer ungleichen Verteilung des insgesamt steigenden Reichtums. Das eigentliche ökonomische Problem sei also keine Wirtschafts-, sondern eine „Verteilungskrise“.
Als Lösung wird die Einführung eines Grundeinkommens, zunächst in Höhe von 200 bis 400 EUR, vorgeschlagen, das jeder Bürger bedingungslos erhalten soll. Später (in einem Verlauf von 15–20 Jahren) soll das Einkommen auf 1.300 bis 1.500 EUR gesteigert werden. Es soll über eine ca. 48%ige Mehrwertsteuer (bzw. von Werner „Konsumsteuer“ genannt) finanziert werden bei Abschaffung aller anderen Steuern aus Einkommen (Lohnsteuer, Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer, evtl. Vermögensteuer).
Der Vorteil sei ein umfangreicher Abbau staatlicher Bürokratie sowie nur noch eine transparente wettbewerbsneutrale und wertschöpfungsneutrale Steuer. Nicht Leistung, sondern Konsum würde so besteuert – und Importe wären durch die einheitliche Konsumsteuer ebenso belastet wie die inländischen Produkte. Gleichzeitig wäre der Export entlastet von Steuern sowie teilweise von Lohnkosten gerade im unteren Lohnbereich.
Entfallen würden weiter Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Sozialhilfe. Tarifrecht und Kündigungsschutz wird überflüssig. Allerdings müsste der Bürger seine Kranken- und Pflegeversicherung dann selbst aufbringen. Ausländische Unternehmer würden wegen der hohen Produktivität mehr in Deutschland produzieren.

Die Menschen hätten statt bloßer „Einkommensplätze“ nur noch Freude an effektiver und stressfreier Arbeit. Ihre Angst entfällt, Einkommen sichern zu müssen. Darauf gäbe es, statt auf Arbeit, ein Recht – und einen großen Impuls für Kulturarbeit, Bildungs- und Pflegearbeit sowie für Wissenschaft und Forschung. Das Ehrenamt würde gestärkt. Das Grundeinkommen soll je nach Lebensalter zwischen 800 und 1.500 Euro zu heutigen Preisen liegen. Verhältnis zwischen Grundeinkommen und Erwerbseinkommen.
Grundsätzlich soll das bedingungslose Grundeinkommen substitutiv zum Erwerbseinkommen wirken. Dies betrifft aber im Wesentlichen den heutigen Anteil von Steuern und Lohnnebenkosten; dieser fällt vollständig weg, wodurch als Lohnkosten für den Arbeitgeber lediglich die heutigen Nettolöhne der Arbeitnehmer aufzubringen bleiben. Letztendlich bedeutet dies, dass die Frage, wann jemand eine Beschäftigung ausübt, frei zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhandelt wird. Für den Arbeitgeber bedeutet dies, dass er noch bis genau zu der Höhe bereit ist, für den Beschäftigten einen Lohn zu bezahlen, wie er dabei noch einen Gewinn macht, und der Arbeitnehmer ist genau bis zu dem niedrigen Lohn bereit noch seine Arbeit zu machen, wie er dabei einen Vorteil für sich sieht, ob dieser nun aus der Freude an der Arbeit oder deren finanzielle Kompensation (Lohn) oder einer Mischung aus beidem besteht. Sofern gut verhandelt wird, dürfte dies im Durchschnitt dazu führen, dass heutige Nettolöhne zuzüglich zukünftiger Steigerungen weiter gezahlt werden wahrscheinlich dahingehend, dass unangenehme Arbeit besser und angenehme Arbeit schlechter bezahlt wird als heute.
In seinen Grundzügen sieht das Konzept ein gesetzlich festgelegtes Grundeinkommen für jeden Bürger vor. Finanziert werden soll der Betrag, indem die bisherigen direkten und indirekten Sozialausgaben in Höhe von gegenwärtig 720 Milliarden Euro umgeleitet werden. Bei geschätzten 82 Millionen Empfängern käme für jeden rein rechnerisch ein Betrag von 731 Euro pro Monat zusammen. Der Vorschlag Werners und Hardorps geht aber noch weiter: Alle direkten Steuern für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen entfallen. Der Staat soll sich stattdessen durch höhere Verbrauchssteuern wie die Mehrwertsteuer finanzieren und sämtliche bisherigen Subventionen streichen. „Jeder Kostenfaktor eines Produktes oder einer Dienstleistung fließt heute in den Kaufpreis ein. Und da die Kosten durch Grundeinkommen und Steuerbefreiung sinken, würde auch der Preis fallen und einen Spielraum für Steuererhöhungen auf Produkte und Dienstleistungen schaffen“, sagt Werner. Mit einem solchen Grundeinkommen würden die Bürger unseres Landes enorme
Freiraumzuwächse für von ihnen selbst gewählte Tätigkeiten erhalten. Mit der ergänzenden Umstellung des Steuersystems – von der Einkommens- und Ertragsbesteuerung hin zur Konsumbesteuerung – würden Leistungsentfaltung und Arbeit nicht mehr belastet. Wären dann nicht gesellschaftliche Wohlfahrtsgewinne durch freigesetzte Initiative zu erwarten?

*Götz Wolfgang Werner (geb. 5. Februar 1944 in Heidelberg) ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von dm-drogerie markt mit der Firmenzentrale in Karlsruhe, Professor der Universität Karlsruhe, Aufsichtsratmitglied der GLS Gemeinschaftsbank, Vorsitzender der Initiative Unternimm die Zukunft und Präsident des EHI Retail Institute e.V. (EHI).

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Öffentlichkeit

Jürgen Habermas hat 1962 in „Strukturwandel der Öffentlichkeit“, seiner Habiliationsschrift, Öffentlichkeit als eine zentrale Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft, wie sie im Zuge der Aufklärung entstanden war, beschrieben. Die Entwicklung, wie sie durch die elektronischen Massenmedien angestoßen wurde, hatte Habermas ja bekanntlich als einen eigentlichen Zerfallsprozess dieser bürgerlichen Öffentlichkeit beschrieben. Ausgehend vom Begriff der repräsentativen Öffentlichkeit beschreibt Habermas die Geschichte und den Wandlungsprozess jener, hin zu einer räsonierenden bürgerlichen Öffentlichkeit, welche als das grundlegende Strukturelement einer jeden neuzeitlichen demokratischen Staatsform angesehen werden muss. So streitbar ein Begriff von Öffentlichkeit in der zeitgenössischen Diskussion auch ist, der Strukturwandel der Öffentlichkeit ist und bleibt das grundlegende Werk zum Verständnis eben dieser.
Nun hat sich Habermas wieder zu Wort gemeldet und seine Überlegungen auf das Internet und das Web 2.0 weiterentwickelt: „Das World Wide Web scheint freilich mit der Internetkommunikation die Schwächen des anonymen und asymmetrischen Charakters der Massenkommunikation auszugleichen, indem es den Wiedereinzug interaktiver und deliberativer Elemente in einen unreglementierten Austausch zwischen Partner zulässt, die virtuell, aber auf gleicher Augenhöhe miteinander kommunizieren.“
Habermas betont auch den grundsätzlichen Wandel, den das Internet ausgelöst hat: „Tatsächlich hat ja das Internet nicht nur neugierige Surfer hervorgebracht, sondern auch die historisch versunkene Gestalt eine egalitären Publikums von schreibenden und lesenden Konversationsteilnehmern und Briefpartnern wiederbelebt. Andererseits kann die computergestützte Kommunikation unzweideutige demokratische Verdienste nur für einen speziellen Kontext beanspruchen: Sie unterminiert die Zensur autoritärer Regime, die versuchen, spontane öffentliche Meinungen zu kontrollieren und zu unterdrücken. Im Kontext liberaler Regime überwiegt jedoch eine andere Tendenz. Hier fördert die Entstehung von Millionen von weltweit zerstreuten chat rooms und weltweit vernetzten issue publics eher die Fragmentierung jenes großen, in politischen Öffentlichkeiten jedoch gleichzeitig auf gleiche Fragestellungen zentrierten Massenpublikums. Dieses Publikum zerfällt im virtuellen Raum in eine riesige Anzahl von zersplitterten, durch Spezialinteressen zusammengehaltenen Zufallsgruppen. Auf diese Weise scheinen die bestehenden nationalen Öffentlichkeiten eher unterminiert zu werden.“
Schliesslich bringt Habermas die Sache mit den Öffentlichkeiten und dem Web 2.0 sehr schön auf den Punkt: „Das Web liefert die Hardware für die Enträumlichung einer verdichteten und beschleunigten Kommunikation, aber von sich aus kann es der zentrifugalen Tendenz nichts entgegensetzen. Vorerst fehlen im virtuellen Raum die funktionalen Äquivalente für die Öffentlichkeitsstrukturen, die die dezentralisierten Botschaften wieder auffangen, selegieren und in redigierter Form synthetisieren.“
Habermas, Jürgen: Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI, Frankfurt am Main 2008

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Partizipation

Der Begriff Partizipation bezeichnet die Teilnahme einer Person oder Gruppe an Entscheidungsprozessen oder an Handlungsabläufen, die in übergeordneten Strukturen oder Organisationen stattfinden. Die Teilnahme kann mehr oder minder anerkannt, berechtigt und erwünscht sein. Je nachdem ist Partizipation ein vorgesehenes Instrument zur Legitimierung von Entscheidungen bzw. Aktionen durch die Betroffenen oder sie bleibt Forderung.
In der politischen Theorie werden direkte (z.B. Abstimmungen) und indirekte (z.B. Parlamentswahlen), konventionelle (etwa ein Leserbrief) und unkonventionelle (etwa ein Plakat am Fabrikschlot) Formen der Partizipation unterschieden. Seit der Studenten-, der Ökologie- und der Frauenbewegung der 1960er- und 70er-Jahre werden zunehmend auch innovative, ja teilweise auch illegale Beteiligungsaktionen (z.B. Bürgerinitiativen, ziviler Ungehorsam) als Formen der Partizipation anerkannt und analysiert. Partizipation wird damit zusätzlich zu einem Weg der Erweiterung der Demokratie und auch zu einem Kriterium der Transparenz und der Gerechtigkeit von Machtsystemen.

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Gender

Der Begriff „Gender“ ist die englischsprachige Bezeichnung für das „soziale“ oder „psychologische“ Geschlecht einer Person, im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (engl. sex).
Gender umfasst die unterschiedlichen Rollen, Normen und Verhaltensweisen, die Frauen und Männern in unserer Gesellschaft zugewiesen werden. Sie sind – im Gegensatz zum biologischen Geschlecht – erlernt und nicht angeboren, damit auch veränderbar.

USB Gender Changer: A Stecker an B Buchse
Adapter von USB A Stecker auf USB B Buchse

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Feminismus

Der Feminismus ist eine politische Bewegung mit dem Ziel, die Gleichwertigkeit, Menschenwürde und Entscheidungsfreiheit von Frauen, die Selbstbestimmung über deren Leben und ihren Körper zu erreichen. Er zielt auf eine Veränderung der Gesellschaft ab, in der die vom Feminismus analysierte geschlechtshierarchische Unterdrückung von Frauen nicht mehr vorkommt und die gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse durch Ebenbürtigkeiten geprägt sind. Der Feminismus sieht die in der bisherigen Geschichte vorherrschenden Gesellschaftsordnungen als androzentrisch an und interpretiert diesen Umstand als Männerherrschaft (Patriarchat). Er interpretiert Ungerechtigkeiten als patriarchal verursacht und bezieht daraus seine Existenzberechtigung. Auf dieser Grundlage haben sich zahlreiche Strömungen und Ausprägungen entwickelt, die sich teilweise ergänzen, aber auch widersprechen. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt dem Abbau der Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern, jedoch auch dem Abbau der Vernachlässigung von als eher weiblich geltenden Denkweisen, Werten und Lebensentwürfen. Feministische Wissenschaftskritik und feministische Forschung in vielen Fachbereichen macht es sich zur Aufgabe, bisherige Ausblendungen weiblicher Geschichte und den Leistungen von Frauen sichtbar zu machen und auf diesen Gebieten nachzuarbeiten.

Ausgerechnet ÖVP-Wirtschaftsminister Bartenstein erklärte kurz nach Regierungsantritt: „Wir brauchen einen neuen Feminismus“ und forderte mehr ganztägige Betreuungsplätze für Kinder. Passiert ist in Österreich noch nicht viel, von einer hochqualitativen flächendeckenden Kinderbetreuung, wie sie in Frankreich oder den skandinavischen Ländern gang und gäbe ist, ist Österreich noch weit entfernt. Und die Väterkarenz wird kaum angenommen.

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Politische Kulturarbeit

Ach, was waren das für Zeiten, bis zum Zerplatzen motiviert, mit Brechstange und Vorschlaghammer gingen wir zu Werke. Was sollte es werden, ein Jugendzentrum, ein Kulturhaus, auf jeden Fall irgendetwas für die Jungen, für uns Junge, obwohl einige damals, mich eingerechnet, auch schon etwas älter waren. Lustig war´s, und engagiert waren wir, und politisch wollten wir sein, so was von politisch.
Natürlich ist der Blick zurück verklärt, nostalgisch verklärt, aber trotzdem, es war schon was. Und es hatte ja auch funktioniert, wir waren schnell die Feindbilder im Dorf, und das tat gut. Aber das ist lange her, vieles hat sich verändert, nicht zuletzt die Mitwirkenden von damals.
Viele haben den Gang durch die Institutionen eingeschlagen, und sind erfolgreich damit. Andere haben sich gänzlich von damaligen Idealen verabschiedet, und einige wenige machen weiter, vielleicht nicht mehr mit Brechstange und Vorschlaghammer, aber immerhin!

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Kulturpolitik

Kulturpolitik, bezeichnet die Tätigkeit des Staates, der Länder, Gemeinden, aber auch von Kirchen, der öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Parteien, sowie auch internationaler Instanzen mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung von Kultur. Im Zentrum der Kulturpolitik stehen das Erziehungs- und Bildungswesen, die Bereiche Wissenschaft, Kunst, Natur- und Landschaftsschutz sowie Denkmalpflege und Sport.
In einem weiteren Verständnis umfasst Kulturpolitik jegliche Form gesellschaftlicher Beziehungen.
In dem Maße, in dem der das Selbstverständnis des Staates sich wandelt, verändert sich zugleich auch sein Verständnis von Kultur, ihren Trägern und ihrer Finanzierung. Die Situation der öffentlichen Haushalte führt auch in diesem Bereich zur Verringerung von Zuwendungen.
Angesichts begrenzter materieller Ressourcen und einer begründeten Skepsis vor zu viel staatlicher Zuständigkeit geht die Kulturpolitik offenbar andere Wege. Es gibt einen Hang zur Refeudalisierung des Kulturlebens. Die einstige Anspruch, wonach Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik wesentlich zur gesellschaftlichen Demokratisierung beitragen sollte, wird damit ad absurdum geführt.

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Event- und Spektakelkultur

„Wenn das Fest zur ganzen Wirklichkeit wird und die ganze Wirklichkeit zum Fest werden soll – zum einen einzigen Alleinfest: zu jenem absoluten Moratorium des Alltags, das weder den Alltag noch andere Feste neben sich duldet und nur noch Ausnahmezustand ist –, geht es nicht gut. Es kann daraus nichts menschlich Aushaltbares werden, denn wer – und das wäre ja die Intention dieses absoluten Festes – die Erde zum Himmel machen will, macht sie zuverlässig zur Hölle. Es gibt in unserer Welt diesen Hang zum totalen Moratorium des Alltags, zum totalen Fest; und weil es ihn gibt, darum muss man sich ihm widersetzen.“*
Charakteristisch für die Event- und Spektakelkultur ist, das es sich hier um eine Breitenkultur handelt, das heißt um eine Kultur, die sich nicht auf Eliten beschränkt, sondern die viele Menschen – die Massen – erreicht.
Der primäre Zweck dieser Kultur besteht darin zu unterhalten und Spaß zu machen. Es handelt sich um eine Kultur, die aus einmaligen – bzw. aus einmal inszenierten – Ereignissen, oder aus periodisch wiederkehrenden bzw. stetig konsumierbaren Erlebnisangeboten besteht – im Mittelpunkt steht das Erlebnis, und damit etwas Vergängliches, Kurzzeitiges.
Es ist ein kommerzialisierte Kultur, die jeweiligen Ereignisse oder Erlebnisangebote sind nach den Gesetzen des Marktes orientiert, sie sind auf optimale ökonomische Verwertbarkeit ausgerichtet – sie sind Waren, mit denen ein möglichst großer Profit erwirtschaftet werden soll.
Die Eventkultur markiert ihren Beginn in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Jahrzehnt in dem viele Formen von Event- und Spektakelkultur entstanden sind oder sich durchsetzten: Talkshows, Erlebnisgastronomie, Erlebnistourismus, Love Parade, Fitness- Welle, Fun-Sport, Wellness-Boom, Reality-TV, Video-Clips, Chat-Rooms, Börsen-Hype und vieles mehr.

*Odo Marquard, Moratorium des Alltags. Eine kleine Philosophie des Festes (1987), in: Ders., Skepsis und
Zustimmung, Stuttgart 1994, S. 66.

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Initiative Kulturarbeit

Ist es initiative Kulturarbeit, wenn wir beim Linzer Frühling eine Lesung mit großen Namen machen? Wenn wir Kehlmann, Menasse, Geiger, Strerruwitz einladen, deren Honorare wir uns kaum leisten können.
Oder ist es Initiative Kulturarbeit wenn wir Offene Lesewerkstätten und ähnliches veranstalten, bei denen es dann Texte zu hören gibt, die über ein verkrampftes, anbiederndes Schreiben nicht hinausgehen?
Oder ist es doch das?
Regionale und kommunale Kultur ist neben Familie, Ausbildung und Arbeit das, was den Bürgern die Umgebung zur Heimat werden lässt. Dabei ist Heimat nicht nur das, was vor Ort mit diesem Begriff verbunden wird, sondern auch das, was aus der Ferne mit ihr in Verbindung gebracht wird. Kulturarbeit reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen, begleitet sie und beeinflusst sie. Kulturarbeit schafft Kenntnis von der eigenen kulturellen Herkunft und Respekt vor anderen Kulturen.

Kulturarbeit wirkt integrierend. Alle gesellschaftlichen Gruppen erhalten die Möglichkeit zur kulturellen Emanzipation. Die Kulturverwaltung achtet auf die Vernetzung aller Aktivitäten.Kulturarbeit wirkt bildend, sowohl im Erwachsenen- als auch im Kinder- und Jugendbereich.
Sie schließt alle Bereiche kultureller Bildung, Betätigung und künstlerischer Äußerung ein: Musik, Literatur, Sprache, Kunst- und Kulturgeschichte, künstlerisches Gestalten, Theaterarbeit, Geschichte, Städtebau und Architektur, Brauchtum und Feste.
Gesellschaftspolitisches Ziel ist die Förderung von sozialer Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit sowie die Förderung einer funktionierenden Bürgergesellschaft.
Kulturelle Jugendbildung ist Teil der Erziehung zum mündigen und engagierten Bürger.
Kulturarbeit fördert das selbstständige Engagement der Bürger und wirkt reiner Konsumorientierung entgegen. Kulturarbeit sorgt dafür, dass sich die Bürgerschaft selber als verantwortlich
für die Gestaltung ihrer Lebenswelten begreift. Die Bürgerschaft soll animiert werden, eigene kulturelle Initiativen zu entwickeln, neue Ideen zu präsentieren und zu verwirklichen. Kulturarbeit ist eine grundlegende Aufgabe der Kommunen. Über ihre Kultur definiert sich
die Stadt wesentlich nach innen und nach außen. Kulturarbeit ist einer der ganz wichtigen weichen Standortfaktoren. Durch Verknüpfung der Kulturarbeit mit den Nachbargemeinden ist eine regionale Identität zu unterstützen. Kultur ist in ihrer Vielfalt eine umfassende Bedingung für Identität, Lebensqualität, Bildungsniveau, sozialen Frieden, Kreativität, Experiment und Innovation.

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