Subversion

Subverte heißt umstülpen, das Unterste nach oben kehren.
Heute wird Subversion im Sinne von Unterwanderung oder Zersetzen verwendet.
Das Konzept der Subversion schließt allerdings Siege aus.

Subversion sei „nach wie vor eine gesellschaftliche Notwendigkeit gegen den Zeitgeist“ Johannes AGNOLI

Bestimmung des Begriffes Karl MARX 1844 „kategorischer Imperativ“
…. alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, verächtliches Wesen ist.

Es geht der Subversion also, wie KANT gesagt hat um die menschliche Würde schlechthin.

Diedrich Diderichsen definiert Subversion viel allgemeiner, als einen „Unterbegriff einen Fall oder ein Element von DISSIDENZ (anders denkend), nicht identische mit dem Ganzen.

Folgende Motive sind in der reklamierenden, künstlerischen Praxis durchgängig.

1. Auflösung oder Zersetzung
2. Abweisung d dialogischen Struktur der Kritik oder des Protests zugunsten der Scheinaffirmation oder d Affirmation
3. Kommunikationsverweigerung
4. Das Zerreissen von vorgegebenen Formen, (sollen erkennbar bleiben)
5. Eine Geheimdienstmetaphorik
6.METAPHORIK d B-Ebene, das freiwillige Beziehen eine Unten in einer hierarchischen Macht-TOPIK

Als politische Subversion bezeichnet man eine Tätigkeit im Verborgenen, deren Ziel der Umsturz einer bestehenden Ordnung durch Unterwanderung und Untergrabung ist.
In poststrukturalistischen Theorien (z. B. bei Michel Foucault) wird der Begriff explizit positiv verwendet.
In den südamerikanischen Militärdiktaturen der 1970er und 1980er Jahre wurde der Begriff „Subversive“ praktisch unterschiedslos als Oberbegriff für alle politischen Gegner gebraucht.

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Subkultur

Der Begriff der Subkultur („Unterkultur“) ist ein seit den 1940er Jahren in der Soziologie verwendeter Terminus, mit dem eine bestimmte Untergruppe der sozialen Akteure einer Kultur beschrieben wird, die sich im Hinblick auf zentrale Normen deutlich von der „herrschenden“ Kultur abgrenzen. Seit den Protestbewegungen der 1960er Jahre häufig als „Gegenkultur“ bezeichnet.

Subkultur, Gegenkultur, Alternativkultur
schaffen von Gegen- Momenten, Mobilisierungs- Bewegungen
Nonkonformismus, unangepasst sein,
dem gegenüber Bürger, Hegemonie, Macht
freie Kulturarbeit
1970er die Theorie der Subkultur:
„Subkultur ist Hervorbringung produktiv bringender Minderheiten“
Kompaktmajorität, Subkulturgefühl , WIR Gefühl
Identitätskonstruktion , klare Abgrenzung über Kleidung,
Weiterentwicklung vom marxistischen Klassensystem

Ende 80er Jarhe (90er) aufgehoben,
KRISE d. Subkulturen, Erstarrung,
Anerkennung tragischer Mythos,
es wurde nicht reflektiert, was passierte, nämlich
kulturindustrielle Vereinnahmung der Subkulturen,
nicht mehr Rebellen der Pop Kultur,
das Massenprodukt ist gefragt, Codes, ….. abgesaugt
Majorlabels kauften unabhängige kleine Labels auf
„Wir generieren gegen Öffentlichkeiten,“
Subkultur hätte eigentlich den Auftrag sich selbst zu produzieren,
die Sachen die angeboten werden zu hinterfragen.

Punk ist Mainstream Punk u funktioniert über Majorlabels.
Hip Hop ist der Mainstream Kult
Über das endgültige Ende des Pop-Undergrounds“ Günther Jakob
Über diese Mainstreamisierung ist der Inhalt verloren gegangen,
subkulturelle Erstarrung

„Subculur is a registered trademark of VIVA & Popkorn“

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Queer Theorie

Idee der Auflösung von biologischem und sozialem Geschlecht
Queer: aus dem amerikanischen, eigentlich ein Schimpfwort
schräg komisch pervers
Begriff wurde von Lesben und Schwulen übernommen

Strategischer Essentialismus
Der Essentialismus (von lat. essentia: Wesen, Washeit, Sosein), auch Wesenslehre, ist die Auffassung, dass es ein Wesen oder eine wahre Natur einer Sache gibt, das bestimmt, definiert, erklärt und begründet, was dieses der Art nach ist, und warum es sich notwendigerweise so verhält, wie es sich verhält.

Reibefläche zwischen Queer, Feminismus und Postkolonialismus

Dekonstruktion der Konstruktion
Auflösung, Dekonstruktion der identitären Fragen,

Strategisch sozusagen, ein muss, um politisch handeln zu können

Alle Menschen sind gleich!
doch manche auf Grund von Konstruktion, Identität nicht!
Wer ist gleicher, weniger gleich?

Die Queer-Theorie (engl. queer theory) ist eine Kulturtheorie, die sich Anfang der 1990er Jahre in den USA entwickelte und den Zusammenhang von biologischem Geschlecht (engl. sex), sozialen Geschlechterrollen (engl. gender) und sexuellem Begehren (engl. desire) kritisch untersucht. Methoden und Erkenntnisse von Dekonstruktion, Poststrukturalismus, Diskursanalyse und Gender Studies
versucht die Queer-Theorie, sexuelle Identitäten, Machtformen und Normen zu analysieren und zu dekonstruieren.

Als wichtige Theoretiker und Vordenker gelten u. a. Michel Foucault,
Judith BUTLER „Unbehagen der Geschlechter“
Identität als Norm und als Parodie
Fundamentaler Paradigmenwechsel, hat bisherige Gedankenformen auf den Haufen geworfen
Butler demontiert das “sex gender” System diskursanalytisch.
Sie will die Prämisse, dass “sex” etwas Ursprünglicheres als Gender sei, dekonstruieren.

Die neuere Queer-Theorie beschäftigt sich nicht nur mit der Dekonstruktion von Sexualität, sondern mit allen Aspekten der Kultur, wobei immer wieder ein Bezug zu Geschlechtern und Geschlechterrollen hergestellt wird, vor allem aber Ausbeutungsverhältnisse kritisiert werden. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei die radikale Offenheit des Begriffes queer. Das bedeutet, immer wiederkehrende Reinterpretation des Begriffes – selbst nur eine Definition von queer ist, die selbst verändert werden kann, (z. B. queer, als Synonym für LesBiSchwul und transgender Menschen usw.) sowie von apolitischen Gruppierungen als „Spaßbezeichnung“ verwendet werden zu können.
Eines der zentralen Themen der Queer-Theorie ist die Sprachphilosophie bzw. Sprechakttheorie, die schon bei der Bezeichnung „Queer-Theorie“ eine Rolle spielen, nämlich in der Wiederaneignung und Rekontextualisierung der ursprünglich abwertenden Bezeichnung queer.

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Politische Kulturarbeit

Charakterisiert sich durch das Engagement für eine gleichberechtigte und sozio-kulturell diversifizierte Gesellschaft.

Politischer Antirassismus:
davon betroffen Menschen, die aufgrund ihrer ethnischen, sozialen oder religiösen Zugehörigkeit oder ihrer sexuellen Orientierung Diskriminierung erfahren, wie MigrantInnen, Flüchtlinge, Frauen, Lesben, Schwule, Transgender sowie Menschen mit Behinderung.

Selbstbestimmter Empowerment- Prozess von politisch handelnden Subjekten, die nicht als Opfer gesehen werden wollen.

Politische Kulturarbeit ist grenzüberschreitend,
durchdringt alle Bereiche der Gesellschaft und entwickelt Gegenmodelle zu bestehenden Geschlechter-konstruktionen, nationalstaatlichen Modellen und sozialen Hierarchien.

Nancy FRASER „Politik der Anerkennung“
Chantal MOUFFLE Radikale Demokratie, gewissen Aktivierung
Kontenpunkte (Äquivalenzkette) der Macht, um handlungsfähig zu sein
Die Entwicklung der Gegenhegemonie muss verstrickt sein.
Vielzahl von lokalen regionalen globalen Ebenen, globales Netzwerk
Gegen De- Territorialisierung Gegen neuen Nomadismus
Wichtige Machtgeographien der Politischen Organe zu identifizieren.
GRAMSCI Weiterentwicklung „Ökonomie der Determinate“
Klassenverhältnisse wird es immer geben,
Zusammenhang von Ökonomie und kulturelle Revolutionen, Machterhalt oder Wechsel nicht ohne kulturelle Hegemonie.
Hegemonie: Vormachtstellung und die damit verbundene Vorherrschaft

Explizite Form der Kulturarbeit, Kunstwerk, Öffenlichkeit mit Inhalten zu konfrontieren, to attack
initiative volxstanz Soundsysteme auf Lastwägen
tanzen gegen die Regierung
österreiche Variante von reclaim the streets/ angemeldet, genehmigt,

implizite Form der Kulturarbeit
Grundstock, formieren kl. Zellen, aus verhandeln von Bedingungen
Rolf Schwender (oest. Schriftsteller)
Reflektionsarbeit leisten in der Gesellschaft….
Ausverhandlung von Gegensätzen, sich bewusst werden

Partizipation

(v. lat.: particeps = an etwas teilnehmend; zugehöriges Verb: partizipieren)

heißt übersetzt ‘Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung’.

In der Soziologie bedeutet Partizipation die Einbindung von Individuen und Organisationen (sogenannte Stakeholder) in Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen. Aus emanzipatorischen, legitimatorischen oder auch aus Gründen gesteigerter Effektivität gilt Partizipation häufig als wünschenswert. Partizipation kann die unterschiedlichsten Beteiligungsformen annehmen (z. B. Bürgerbeteiligung, Interessenverband, Politische Partei). Partizipation gilt als gesellschaftlich relevant, weil sie zum Aufbau von sozialem Kapital führen kann und dann soziales Vertrauen verstärkt.

Aus einer Unterhaltung zwischen 3 Maiz Mitarbeiterinnen
no integration participation ¡
Marissa: Die Ausschließung von politischer Partizipation u das System des Neoliberalismus stehen fest.
Cristina: Es geht um einen Kampf gegen die Hegemonie.
Hegemonie Macht- Verherrschaft, Gegensatz Subalternität
Galia: Die Arbeit im Kulturbereich von maiz ist eine Affirmation, dass Partizipation möglich ist. Die wird in die Öffentlichkeit projiziert als Forderung nach Partizipation auf allen Ebenen. Ich gebe mich nicht zufrieden mit der Partizipation innerhalb des Kulturbereiches.
Marissa: Glaubst du, dass die Mehrheit, so lange sie die Privilegien hat , uns Partizipation ermöglicht wird? NEIN! Denn Partizipation ist Kommunikation und Kommunikation ist Alternität. Die Macht zu teilen fällt niemandem leicht.
Christina: warum ich hier arbeite, maiz macht eine Arbeit des Widerstandes: Strategien entwickeln, um gesellschaftliche Veränderungen zu provozieren.

Selbstbeschränkung auf kulturelle Kritik ist eine Handlung, die auf Machtpartizipation hinausläuft, auf Macht in der Kulturindustrie.

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Kulturpolitik

Kulturpolitik aus Wikipedia
Kulturpolitik bezeichnet in einem engeren Verständnis alles Handeln eines Staates im Bereich der Kunst (bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik, Literatur). In einem weiteren Verständnis umfasst Kulturpolitik jegliche Form gesellschaftlicher Beziehungen.
Eine exakte Definition der Kulturpolitik hängt vom jeweils zugrundliegenden theoretischen Konzept von Kultur und Politik ab.

Kulturpolitik lässt sich in fünf Hauptbereiche gliedern, die teilweise selbst wieder als eigenständige Politikfelder definiert werden:
Bildung einschließlich der Schulen und der Erwachsenenbildung.
Wissenschaft einschließlich des Hochschulwesens und der Forschung.
Kunst einschließlich des Schutzes und der Pflege von Kulturgütern.
Religionspolitik einschließlich des Verhältnisses von Staat und Kirche.
Medienpolitik einschließlich der Regelung von Presse und Rundfunk.
Rechtliche Rahmensetzung für den gesamten Kulturbetrieb
Kulturförderung & Schaffung von Rahmenbedingungen

Eine Hauptaufgabe der Kulturpolitik ist die Kulturförderung. Im traditionellen Verständnis der Kulturpolitik gehört hierzu die direkte Finanzierung öffentlicher Institutionen (z. B. Theater, Museen, Bibliotheken) und privater Kulturschaffender (z. B. Filmförderung, Kunstvereine). Die finanzielle Variante der Kulturförderung umfasst zudem die Vergabe von Preisen und Stipendien. Eine Förderung der Kultur findet weiterhin durch die Schaffung rechtlicher und sozialer Rahmenbedingungen (z. B. Steuerrecht, Medienrecht, Sozialpolitik) statt. Dadurch wird auch eine private Kulturförderung ermöglicht. Auf der Ebene des Bundes sind die Auswirkungen auf die Kulturarbeit durch die Gesetzgebungsaktivitäten größer als die Akzenten, die die direkte Kulturförderung setzt.

Mir stellt sich die Frage, grundsätzlich und überhaupt, wo bleibt in diesem reichen, privilegierten Land, die Förderung, Unterstütztung der KÜNSTLER, MUSIKER….
Derer, die eigentlich die Kunst machen. Ohne Ihnen gäbe es keine Kunst und Kultur
Und diese leben unter absolut prekären Bedingungen, ohne Sicherheiten, ohne sozialen Absicherungen. Ein Skandal

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Kulturindustrie

das immer Gleiche in ihrer vielfältigen Ausführung, gaukelt quasi Vielfalt vor (dies ist die reale Welt), Produkte sind plastischer und bunter als das reale Leben selbst.

Im Gegensatz dazu die KUNST Abgrenzung zum Alltäglichen
die AURA authentische Kunstwerk
Begriff von natürlichem Gegenstand einmaliges Erscheinen.
„Ideen zur Kunst“ WALTER BENJAMIN

Der Begriff Kulturindustrie bezeichnet die industrialisierte Produktion von Kultur, also von „Kulturgütern“.
Der Begriff der Kulturindustrie tritt zum ersten Mal in der Veröffentlichung „Dialektik der Aufklärung“ 1948 auf: (Max Horkheimer, Theodor W. Adorno)

Alle Kultur wird zur Ware; Kunst definiert sich über ihren ökonomischen Wert, nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten, die für die Analyse des autonomen Kunstwerk der bürgerlichen Gesellschaft eine Rolle spielen.

Adorno erhoffte, aus den Thesen zur Kulturindustrie eine Antwort auf die Frage zu finden, weshalb die antagonistische, aus kulturmarxistischer Sicht in sich widersprüchliche, kapitalistische Gesellschaft, stabil ist. Dieser soziale Kitt, wie ihn Erich Fromm nannte, sollte die Kulturindustrie sein, welche als Mittel von Herrschaft und Integration agiert. Diese Integration durch die Kulturindustrie beruht auch auf der Feststellung, dass die Produktion immer auch den Konsum reguliert. Dies sieht er im Geistigen wie im Materiellen, zumal die Kulturindustrie an sich schon starke materielle Tendenzen aufzeigt.

Es gibt keine kulturelle Opposition zur Kulturindustrie, die nicht selbst Teil der Kulturindustrie wäre.
Wer die Kulturindustrie kritisiert, muss deshalb an ihr zugleich teilhaben und nicht teilhaben.
Selbstbeschränkung auf kulturelle Kritik ist eine Handlung, die auf Machtpartizipation hinausläuft, auf Macht in der Kulturindustrie

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Gender Studies

Der Begriff Gender [ˈdʒɛndɚ] bezeichnet das „soziale“ oder „psychologische“ Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht (engl. sex).

Gender bezeichnet zum einen die soziale Geschlechtsrolle (gender role) beziehungsweise die sozialen Geschlechtsmerkmale. Es bezeichnet also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird (zum Beispiel Kleidung, Beruf und so weiter); es verweist nicht unmittelbar auf die körperlichen Geschlechtsmerkmale (Sex).
Der Begriff gender wurde in dieser Bedeutung 1955 von dem US-amerikanischen Forscher John Money eingeführt, um das Fühlen und Verhalten von intersexuellen Menschen zu beschreiben, bei denen das körperliche Geschlecht uneindeutig war, die jedoch eine eindeutige Geschlechtsidentität oder eine eindeutige Geschlechtsrollenpräsentation aufwiesen.
Die Gender Studies entwickelten sich aus den Women’s Studies, die ca. 1970 in einige US-amerikanische Universitäten entstanden. Die Women’s Studies beschäftigten sich allein mit der wissenschaftlichen Betrachtung von Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft (vgl. „Weiblichkeit“) – dies allerdings zum ersten Mal aus feministischer Sicht.
Wichtige Themen sind
soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern (systematische
Benachteiligung im Beruf und in Sozialpolitik usw. wegen des Geschlechts)
soziale Stellung der Geschlechter innerhalb der Gesellschaft
(Patriarchat, Matriarchat, Frauenwahlrecht)
vergeschlechtlichte Arbeitsteilung als Gesellschaftsstruktur (etwa durch die kapitalistische Unterscheidung von Produktion und Reproduktion)
Praxen der Erzeugung der Geschlechterdifferenz („doing gender“)
Mediale Präsentationen und Repräsentationen von Geschlecht, z. B. in Film, Literatur, Kunst, Werbung usw.
Verschränkung der Differenzachsen Geschlecht, Klasse (oder Schicht, Milieu usw.), Ethnizität/Race, Sexualität
Queer-Theorie

Die Notwendigkeit von historischer Tiefenschärfe für das
- Sichtbarmachen von Widersprüchlichkeiten und Ungleichzeitigkeiten
in Vergangenheit und Gegenwart – auch für das Themenfeld
„Wissen und Geschlecht“.
- die vielfältigen Formen von „Geschlechter-Wissen“, von einem alltagsweltlichen bis hin zu einem wissenschaftlichen Wissen über/von „Geschlecht“;
- die geschlechtlichen Codierungen unterschiedlichster Wissensformationen

•GenderStudies als innovative und kritische
Forschungsperspektive
•Aufdecken impliziter Vorannahmen, Transparenz
•statt Schein-Objektivität die sozio-kulturelle
Einbettung der Wissenschaft
•Verweis auf Auslassungen und blinde Flecken

Gender Studies stehen für ein bestimmtes Setting von Fragestellungen, die praktisch-politisch durch den sog. „Feminismus“ angestoßen worden sind und zur Ausbildung einer wissenschaftlichen Fragerichtung und Perspektive geführt haben. Ausgangspunkt ist die durch strukturelle Ungerechtigkeiten gekennzeichnete Qualifizierung der gesellschaftlichen Realität des Geschlechterverhältnisses mit der Absicht, die theoretischen Grundlagen für ein geschlechtergerechtes Zusammenleben zu formulieren.

In addition to age, gender is one of the universal dimensions on which status differences are based. Unlike sex, which is a biological concept, gender is a social construct specifying the socially and culturally prescribed roles that men and women are to follow. According to Gerda Lerner in The Creation of Patriarchy

, gender is the „costume, a mask, a straitjacket in which men and women dance their unequal dance“

straitjacket – Zwangsjacke

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Gegenöffentlichkeit

„Freiheit, ist die Freiheit der anders Denkenden“    Rosa Luxemburg

Walter BENJAMIN „Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit“
Kritik an herrschender etablierter Öffentlichkeit

Gegenöffentlichkeit (1960/1970)
Oppositionell zur herrschenden Öffentlichkeit
- um sagbar zu machen, was dort nicht sagbar ist
- Regeln überschreiten, Regeln brechen
- Alternative Öffentlichkeit
- Soziale Praxis mit emanzipatorische Zielen
- Kultureller Aktivismus
- Menschenbild geht von der Gleichheit der Menschen aus
- Dekonstruktion, Demaskierung, Delegimitierung

historisch gesehen
Griechen, POLIS     Öffentlichkeiten sind dem freien Bürger vorbehalten.
Der arbeitende Mensch war nicht frei, daher auch keine Teilnahme am öffentlichen Leben.

vorindustrielle Gesellschaft, parallele Öffentlichkeiten, mündliche Verbreitung von Texten, bis Einführung des Buchdrucks,
Bürgeröffentlichkeit (Patriarchalisch, rassistisch), Gegenöffentlichkeit zur Aristokratie (feudalen Öffentlichkeit)
Durchsetzung des industriellen Kapitalismus, Durchsetzung einer breiten Arbeiteröffentlichkeit (proletarische Massenkultur), einerseits Gegenöffentlichkeit zur Bürgeröffentlichkeit.
1920/30    Gesamtheit totalitärer Öffentlichkeit (Faschismus)
1960/70    Gegenöffentlichkeit STS (sozialistische Studenten
APO (Außerparlamentarische Opposition)
Bruch des herrschenden Meinungsmonopols 1968
1970/80    Gegenöffentlichkeit in der emanzipatorischen, sozialen Bewegung
Friedensbewegung
Fanden Einklang in die etablierten Öffentlichkeiten
Ab 1990    Krise der Gegenöffentlichkeit
CODES, Integration der Codes der Gegenöffentlichkeiten
Partizipielle Integration der Gegenöffentlichkeit in etablierte Öffentlichkeiten

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Feminismus

übt Kritik an Androzentrismus und Patriarchat, analysiert  Machtverhältnisse, gesellschaftliche Hierarchien, Denkverhältnisse und Wahrnehmungsweisen
Ziel: Verbesserung der rechtlichen, ökonomischen und  politischen Situation von Frauen, Wissenschaftskritik

Unter Androzentrismus wird eine Sichtweise verstanden, die Männer als Zentrum, respektive als Maßstab und Norm versteht. Androzentrismus kann also als eine gesellschaftliche Fixierung auf den Mann oder das „Männliche“ verstanden werden. Ein androzentristisches Weltbild versteht den Mann als die Norm, die Frau als Abweichung von dieser Norm

Feministische Forderungen und Themen

  • Feministisches Einwirken auf politische und wissenschaftliche Praxis
  • Gleichstellung/-berechtigung in Politik, Beruf, Gesellschaft und Familie
  • Gegen strukturelle und individuelle Gewalt
  • Sprachliche Sichtbarmachungvon Frauen
  • Sexuelle und kulturelle Selbstbestimmung
  • Etablierung von Frauenrechten als Menschenrechte
  • soziale Bewegung Frauenbewegung und politische Theorie feministische Theorie

Die Frauenbewegung ist eine internationale soziale Bewegung, die sich für die Rechte der Frauen in der Gesellschaft einsetzt.

Sie wird in 3 Phasen oder Wellen unterteilt.

1. Welle der modernen Frauenrechtsbewegung
Mitte d 19. Jhd bis Anfang des 20. Jhd´s kämpfte für die grundsätzlichen politischen und bürgerlichen Rechte der Frauen wie z. B. das Frauenwahlrecht, das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung und eine Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage. Suffragetten (suffrage – engl. Wahlrecht)

2. Welle ab 1960er Jahren Frauenforschung, Zusammenhang mit Studentenbewegung, feministischer Aktionismus und feministische Theorie der (autonomen) Frauenbewegung (seit den 1960er Jahren) entstand im Rahmen der Neuen Linken, als Kritik an den auch dort massiven Diskriminierungen von Frauen, besonders Müttern.
Mehr unabhängigkeit im Zuge der Sexuelle Revolution, Antibabypille.
alternativ Gleichheit oder Differenz
Übergang d Genderforschung
über Geschlecht wird oft gesprochen implizit
2 Richtungen d Frauenbewegung d 70er Jahre
- Verfechter d Gleichberechtigung, Gleichheit
- Differenz, theoretische Ansätze, autonome Forschung v Weiblichkeit

80er Jahre feministische Diskursanalyse
Geschlechter sind gleich und anders
“Neubestimmung d Verhältnisses von Gleichheit und Differenz”
Vordenkerinnen der 3. Welle

FRENCH FEMINISM, 3 frz.Theoretikerinnen
Hélèn Cixous , Luce Irigaray Julia Kristeva
Differnzfeministinnen weibliche Taktik
Text d herrschenden männlichen Kulturen, werden imitiert u parodiert.
keinen Sinn nach Wesenheit im Geschlecht zu fragen
Herausarbeitung neue Normen Diskurse Emanzipationsdiskurs
Neubedeutung von Weiblichkeit und Männlichkeit,
Überwindung d herkömmlichen Zuordnung
Judy BUTLER “Theorie der Parodie” „Das Unbehagen der Geschlechter
repräsentiert Umbruch in d Sichtweise auf Geschlecht
Butlers spezifisch feministische Theorie, welche die normierende Wirkung des zweigeschlechtlichen Denkens aufzeigt und in der Geschlechterforschung verankert

3. Welle “third wave” 1990er Jahre

Kritik an Eurozentrismus und Heteronormativität,

Heteronormativität beschreibt ein binäres („zweiteiliges“) Geschlechtssystem, in welchem lediglich genau zwei Geschlechter akzeptiert sind, und das Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle und sexueller Orientierung gleichsetzt

Riotgrrrls
Der Slogan der Bewegung lautete Revolution Girl Style Now!
Riot girl / Riot Grrl (von engl. „riot“ = Aufruhr und „girl“ = Mädchen) bezeichnet eine Anfang der 1990er Jahre in der US-amerikanischen Hardcore-Punk-Szene, ursprünglich vor allem in Olympia (Washington), entstandene feministische subkulturelle Bewegung. Einerseits wurde auf die starke Überzahl männlicher Musiker und deren Dominanz in der Musikszene, andererseits auch als typisch männlich empfundene Bestandteile von Bühnenshows reagiert.

Neue Aspekte sind vor allem eine globalere, weniger ethnozentristische Sichtweise, die Betonung der Notwendigkeit, dass auch Männlichkeit ein nach Zeiten und Regionen unterschiedliches Konstrukt ist, das kritisch hinterfragt werden muss.
Unter dem Begriff des Gender Mainstreaming verabredeten 1995 auf der 4. UN-Weltfrauenkonferenz die dort versammelten Regierungen inkl. des Vatikan, den kleinsten Reformkompromiß auf den sie sich einigen konnten,
als eine „top down“ Strategie, die Frauen-, aber auch Lesben- und Schwulenbewegungen unterstützen soll.

gender mainstreaming die deutsche Übersetzung „Integration der Gleichstellungsperspektive“ oder „durchgängige Gleichstellungsorientierung“ Bei den Behörden der Europäischen Union werden für die Übersetzungen folgende Formulierungen verwendet: „geschlechtersensible Folgenabschätzung“, „gleichstellungsorientierte Politik“ oder „Gleichstellungspolitik“.

„Men have always been afraid that women could get along without them.“
Margaret Mead

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Eventkultur – Spektakelkultur

Spek’ta·kel, das; -s,- 1.Aufsehen erregendes Geschehen 2. Lärm, Krach, Aufregung 3. Schauspiel, glanzvolle, Aufsehen erregende Aufführung

Event der/das; -s,-s Ereignis, Begebenheit, Veranstaltung
Engl. Ereignis, v. Lateinischen eventos)

Unter Eventmarketing (auch Event-Marketing, Live-Kommunikation, Live-Marketing) wird die zielgerichtete und systematische Planung von Veranstaltungen (Messen, Außendienstkonferenzen, Verkaufspräsentationen, Sport- und Kulturveranstaltungen), unter Berücksichtigung der Kommunikationsziele des Unternehmens verstanden.
Die klassischen Kommunikationsaufgaben des Marketing-Events lauten: Information, Emotion, Aktion und Motivation. Erst ihre Mixtur macht den Marketing-Event wirksam.
Die klassischen Werbeformen. Werbung in Zeitung, Radio, Fernsehen oder Internet wird ergänzt oder ersetzt durch eine Aktionsform, die die Zielgruppe direkt erreicht und mit ihr aktiv und emotional interagiert.

Kulturindustrie
“Dialektik der Aufklärung” 1947, 1969
(Max Horkheimer, Theodor W. Adorno)

Alle Kultur wird zur Ware; Kunst definiert sich über ihren ökonomischen Wert, nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten, die für die Analyse des autonomen Kunstwerk der bürgerlichen Gesellschaft eine Rolle spielen.

Cultural Studies

Grundsätzlich, interdisziplinäres Forschungsgebiet
Eine interdisziplinäre oder fächerübergreifende Arbeitsweise umfasst mehrere voneinander unabhängige Einzelwissenschaften, die Nutzung von Ansätzen, Denkweisen oder zumindest Methoden verschiedener Fachrichtungen

Cultural studies sind ein Feld der Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften, kombiniert Soziologie, Filmtheorie, Literaturtheorie und Kulturanthropologie in der Betrachtung von kulturellen Phänomenen der Gesellschaft, vor allem der Populärkultur im Gegensatz zur vermeintlichen Hochkultur.

Beginn, Anfang der 60er Jahre in Großbritannien Birmingham
STEWARD HALL Politik der Cultural Studies - Cultural Studies der Politik
Politisch verknüpft mit der neuen Linken
Ziel (mit verfügbarer) Theorie Empirie Verstehen
Empirie (von griechisch empireia: Erfahrung, Erfahrungswissen) ist Erfahrung im Sinne von sinnlicher Wahrnehmung, Erhebung von Daten, gezielten Beobachtungen und wissenschaftlichen Experim Encoding Decoding
Wie produzieren Medien Bedeutungen?
Kunstwerk kulturelles Produkt wird erste durch Rezeption zum Kunstwerk
kulturelle Rezeption, die Aufnahme und Übernahme kultureller Werte und Vorstellungen

Symbolische Auseinandersetzung, Form gegen Fachidiotentum
Steigerung der Handlungsmöglichkeiten
Geschichten hinter der sozialen Beziehung zu erforschen
Gegensatz von Kultur und Natur auf zu heben
Kulturelle Konstituierung – Objektbezogen
Beschäftigung mit Funktion von Medien
Definition Rasse, Geschlecht

Erscheinungen werden auf ihren Zusammenhang mit sozialstrukturellen Merkmalen, wie z. B. Rasse, Ethnie, Klasse, Schicht, Gender und sexuelle Orientierung hin untersucht.

Cultural Studies Universitätslehrgang Wien
Die besondere Aufmerksamkeit kulturwissenschaftlichen Arbeitens gilt:
kulturellen Konflikten und ökonomischen Kräften, den Beziehungen zwischen Eliten- und Populärkulturen,der Wirkung und Rezeption von Massenmedien, der Frage nach öffentlichen Diskursen und kulturellen Codes, sowie deren Bedeutungen und Auswirkungen in der Alltagspraxis der Menschen.

Wikipedia..
Cultural studies erforschen die Bedeutung (meaning) von Kultur als Alltagspraxis (everyday practice). Diese Bedeutungen werden als sozial konstruiert aufgefasst. Je nachdem, wie ein kultureller Gegenstand konsumiert wird, ändert sich dessen Bedeutung. Bedeutungen können somit nicht endgültig fixiert werden, sondern unterliegen Verschiebungen, bei welchen Macht eine wichtige Rolle zukommt. Die Konsumption (Verbrauch zur Bedürfnisbefriedigung) von kulturellen Gütern ist demnach ein wichtiger Bestand von Identität. Cultural studies untersuchen Texte im weitesten Sinn – nicht nur niedergeschriebene Worte, sondern auch Bilder (Fotografie, Film), gesprochene Sprache, Kleidung, Habitus und andere Informationen aus der Alltagskultur. Texte werden dadurch definiert, dass sie Bedeutung tragen (vgl. Diskurs).

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