participare – an etwas teilnehmen, einen Teil von Etwas (mit)nehmen, mitwirken, mitbestimmen. Partizipation als Schlagwort des Aufbruchs also, als Gegenentwurf zum Ennui. Die Langeweile, die uns sanft umwickelt in der postmodernen Wirklichkeit des Guten Lebens.
Aber was bringt uns noch dazu, mitwirken zu wollen? was können wir mitbestimmen? und nehmen wir nicht auch am Konsumerismus Teil? Sollten wir nicht gerade, wenn wir Teil nehmen auch einen Teil mitnehmen? Oder muss es genügen, an Erwerbsarbeit mit zu wirken, ohne die Gesellschaft des Freien Markts
mitbestimmen zu dürfen?
Wie Oprah Winfrey, laut Time Magazine eine der einflussreichsten 100 Personen, bei einer Ansprache an der Stanford University am 15. Juni 2008 so schön gesagt hat: ‘Geld ist ganz nett. Ich mag Geld. Es ist gut, um Dinge zu kaufen. Aber was ihr wollt ist Geld mit Bedeutung – eure Arbeit soll Bedeutung haben, denn das ist es, was echten Reichtum in euer Leben bringt.’
Gerade im Konsumerismus kann man jedoch Impulse setzen und zB. auch durch Nicht- Teilnehmen partizipieren und somit dem gängigen Imperativ der ‚Freiheit des Konsums’ entgegen steuern.