Partizipation

= Teilhabe, Teilnahme
Zu partizipieren bedeutet irgendwo oder an irgendetwas teilzunehmen oder teilzuhaben. Im Kontext mit initiativer Kulturarbeit gibt es verschiedene Systeme und Vorgänge an denen man partizipieren kann. Am großen (kultur-) politischem Ganzen, im Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen. Die aktive Teilnahme an gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen kann auch mit dem Begriff Partizipation in Zusammenhang gebracht werden.
Ein Begriff, der in Zusammenhang mit Partizipation fällt, ist auch Demokratie. Demokratische Systeme sollen die Teilnahme von möglichst vielen Menschen an Entscheidungsprozessen durch verschiedenste Prozesse ermöglichen.
Aber auch in kleineren, bescheideneren Systemen kann man partizipieren, und bevor man an den großen Systemen partizipiert, sollte erst einmal die Möglichkeit und Erfahrung in kleineren erlangen. Ich denke bei den kleineren Systemen an die Kulturinitiative selbst und die Möglichkeit der Partizipation in dieser kleinen Einheit.
In einer aktiven Kulturinitiative sind Systeme und Strukturen zur Partizipation aller interessierten AktivistInnen oder MitgliederInnen zu schaffen. Ohne solche Systeme würde schnell der Vorwurf von Ausgrenzung, Abschottung, Elitenbildung, Diktatur, … aufkommen. Es ist immer wichtig sich zu fragen: Können AktivistInnen Nischen finden um zu partizipieren? Haben sie die Möglichkeit, an Entscheidungsprozessen Teilzunehmen? Werden sie dazu auch ausdrücklich eingeladen? Gibt es alte, eingefahrene Systeme, die eine Partizipation von neuen InteressentInnen erschweren, abschrecken oder gar verhindern? Etwa wie Selbstläufer, Prozesse, die für InsiderInnen über Jahre lang logisch oder selbstverständlich wurden, für Außenstehende aber undurchsichtig und unverständlich erscheinen und sie ausgrenzen. Die Routine einzelner Personen ist einer der größten Feinde der Partizipation.
Klassische Instrumente der Partizipation in Kulturinitiativen wären die Jahreshauptversammlung, Programmsitzungen, Betriebsgruppensitzungen, Mailinglisten, die Mitarbeit an der Planung und Durchführung von Veranstaltungen, an Vereinsmedien oder die Partizipation am Vereinsleben durch die Bekleidung verschiedener Ämter im Vorstand sowie mannigfaltiger weiterer Möglichkeiten.
Sobald die Demokratie und damit die Möglichkeiten zur Partizipation in meinem kleinen Universum (=Kulturverein) vorhanden sind, kann ich auch daran denken an größeren (politischen) Systemen zu Partizipieren. Durch Stellungnahmen, Positionspapiere, Forderungen, verschiedenste Formen der politischen Agitation (Demonstrationen, Straßentheater, Protestaktionen, …)

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