Performanz

Performance (engl.) Verrichtung, Ausführung, Leistung, Aufführung, Vorstellung, Vortrag. (Langenscheidts Schulwörterbuch, S.223)

Im Gegensatz zu einem künstlerischen Performance-Begriff steht der Begriff im Alltag für das tatsächliche oder scheinbare „leben“ eines Bündels von Rollen durch ein Individuum. Dieses Leben seiner selbst soll Individualität und Identität Richtung Umwelt und Mitmenschen kommunizieren.
Eine „gute“ Performance kann über Sympathie und Erfolg einer Mission, Aufgabe oder Prüfung entscheiden. Es geht um das „richtige“ Auftreten und darum, den Schein wahren zu können, genau zu wissen, was zu tun ist und dass man die Situation fest im Griff hat. Die Performance ist ebenso punktuell in der Zeitleiste wie der Auftritt eines/einer SchauspielerIn, der/die die Emotionen zu vermitteln mag, die gewünscht werden. Bei Vortragenden und SprecherInnen wissen wir, dass nur ein kleiner Teil, die Spitze des Eisbergs, vom Inhalt des Gesagten ausschlaggebend sein kann. Viel mehr Aufmerksamkeit fließt in die Beobachtung, wie dieser jemand angezogen ist, wie die Körpersprache und der Blickkontakt sind und welches Sprechtempo und Stimmtimbre der er/sie hat. Performance ist die Verdichtung all dessen. Wer dieses „Spiel“ beherrscht bzw. die Skills dazu verinnerlicht hat, kann viel erreichen. Wenn sich der/die PerformerIn über das eigene Vermögen, das Charisma bewusst ist, können sich plötzlich viele Türen öffen. Es muss nur mehr das richtige Podium und das dazu passende Publikum gefunden bzw. gewählt werden.
In der bildenden Kunst spielt die Performance auch eine wichtige Rolle. Sie ist gar eine eigene Kunstsparte in der versucht wird mit dem eigenen Körper Bilder Emotionen, Muster und Geschichten darzustellen. Keine einfache Aufgabe, aber wenn es gelingt wunderbar. Bei Performances ist der Grad schmal an dem es in die Peinlichkeit kippen kann und das ist dann meist auf beiden Seiten.

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