Feminismus

Femina (lat.) Frau (Stowasser S.205)

Feminismus kämpft um die Gleichberechtigung der Frauen in allen Bereichen des Lebens und um die Aufhebung von Diskriminierung. Der Feminismus hat keinesfalls zum Ziel, sich der männlich geprägten und normierten Welt unterzuordenen – mit dem zweifelhaften Erfolg eventuell die „besseren Männer“ werden zu können – sondern erhofft durch ein bewußtes, parteiisches Eintreten für Frauen eine Gesellschaft jenseits des Patriarchats zu schaffen.  Die feministische Bewegung unterteilt sich im Groben zwischen a) dem Gleichheitsparadigma, d.h. dass Menschen als vernunftbegabte Wesen unterschiedslose Rechte und Zugangschancen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens  haben sollen; b) dem Differenzansatz, der zum Ziel hat, die spezifischen positiven Merkmale von Weiblichkeit hervorzuheben und zur Norm zu machen, um so eine gesellschaftliche Transformation zu erreichen die sich nicht mehr an männlichen Werten orientiert; und  c) dem Dekonstruktivismus, der besagt, daß das Geschlechtersystem ein kulturelles Produkt und eine Konstruktion ist, die durch ständige Interaktion und durch gesellschaftliche Strukturen hergestellt wird.

Veröffentlicht in Betty_W. Schlagworte: . 1 Kommentar »

Eine Antwort zu „Feminismus“

  1. andreame Sagt:

    Ich finde das ist eine sehr schöne Zusammenfassung der Paradigmen! Die Parteilichkeit klingt zwar heutzutage irgendwie etwas old-fashioned, aber so ganz ist die für mich nicht vom Tisch – das meine ich jetzt weniger theoretisch, sondern eher einfach praktisch in der Entwicklung von Politikformen und Solidarität. Dazu muss ich wissen, wo ich stehe – aber mir halt auch um die Brüchigkeit meiner Kategorien bewusst sein.
    LG Andrea


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