Der Begriff Gender wurde in den 50er-Jahren von dem amerikanischen Forscher John Money eingeführt, im Zuge der Einführung von Gender Mainstreaming ist er auch in unseren Breiten zu einem gängigen Begriff geworden. Der aus dem Englischen stammende Begriff wurde übernommen, um auch im Deutschen den Unterschied zwischen sozialem (gender) und biologischem (sex) Geschlecht benennen zu können. Ursprünglich nur auf das grammatische Geschlecht der Substantive bezogen, verweist der Begriff darauf, dass Geschlechtsidentität nicht angeboren, sondern sozio-kulturell durch diskursive Zuschreibung erworben wird (Gender, Metzler Lexikon, Gender Studies/Geschlechterforschung, 2002). Mit Gender sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen wie Frauen und Männer sind bzw. sein sollen. Die Geschlechterrollen können sich im Laufe der Zeit ändern und sind innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich.
Samstag, 14. Juni 2008 um 21:22
Was gibt´s zu so einer perfekten Definition noch hinzuzufügen, Birgit?
LG Andrea
Freitag, 20. Juni 2008 um 15:06
Nix gibt’s da hinzuzufügen, die Definition ist super. Nur beim Wort Geschlecht dreht es mir immer wieder den Magen um. Und dann fällt mir noch ein, dass sich etwa auch Simone de Bouvoir – habe ich jetzt sicher wieder mal falsch geschrieben – sich explizit mehrfach gewünscht hat, dass wir eines Tages aufhören Eigenschaften, die performativ und durch Einübung an uns zu hafen beginnen und zu uns zugehörend werdend unsere IDENTITÄT, die wir fühlen und andere mit uns identifizieren, mit keinen solchen Unsinnigkeiten, wie Organen haben oder nicht, Licht unterschiedlich reflektieren ü.ähnl. verknüpft werden.
Und dann fällt mir noch ein, dass in der Soziologie der Begriff der Geschlechterforschung immer stärker der Geschlechterrollen – Forschung und der Geschlechter (Rollen) Differenzen – Forschung weicht
lg lupo